Freitag, 26. August 2005

Webkrauts

Es gibt eine neue Initiative: Die Webkrauts [via kgblog]
Er hat mich dann gleich noch auf die Namensdiskussion im xhtmlforum aufmerksam gemacht.
Da meint einer, er finde die Namensgebung von daher nicht so gut, weil das die Österreicher und die Schweizer ausschließe.
Das hat mich auf "Webschmarrn" für die Österreicher und "Webmüesli" für die Schweizer gebracht. Und für alle? "Webschreibung"! ("Webschreibreform" wären wahrscheinlich wieder nur die Deutschen.)

Donnerstag, 25. August 2005

Mentalität

Dank des Weltjugendtages hatte ich in letzter Zeit bei Kassemachen n der Heiliggeistkirche vermehrt mit Spaniern zu tun.
Mir fiel auf, daß die meisten nur Spanisch sprechen und verstehen, dazu in einem sehr schnellen Tempo ihr Spanisch sprechen, sodaß ich wirklich nichts verstehe (ich kann ohnehin kein Spanisch, kann mir normalerweise aber einiges herleiten) und dann stellen sie noch Fragen, die man in ganzen Sätzen beantworten muß, nicht mit Ja oder Nein.
Sehr nervig, wenn man ihnen begreiflich machen muß, daß die Kirche nun für die Touris schließt und nur noch für Konzertbesucher geöffnet ist.
Gestern habe ich mit einem gesprochen, der für diese Orgelkurzkonzerte zuständig ist. Der meinte, letztens sei eine sehr große Gruppe Spanier in der Kirche gewesen und einer von ihnen hätte Englisch gesprochen. Und der Rest der Gruppe hätte zugehört.
Die können also sehr wohl Englisch (ich hatte mich auch schon gewundert, denn ich war davon ausgegangen, daß bei denen Englisch gelehrt wird), tun aber so, als könnten sie nicht. (Der mit dem ich gesprochen habe, meinte, wenn er das sieht, dann versteht er nicht, wieso die Deutschen beim Pisa-Test so schlecht abgeschnitten haben.)
Und was ich noch beobachtet habe: Einfach den sturen Schädel durchsetzen wollen. Ich will beten, also werde ich jetzt in dieser Kirche beten.
Als ich vor Jahren mit dieser Haltung zum ersten Mal konfrontiert worden bin, war ich ganz schön verblüfft. Und irgendwie hilflos.
Eine ERASMUS-Studentin wollte, daß ich ihr beibringe, wie man Socken strickt. An sich keine schlechte Idee, aber utopisch, da sie gar nicht stricken konnte. Hab ich ihr auch gesagt, hat sie aber nicht gestört. Sie bildete sich ein, aus dem Nichts heraus mit fünf Nadeln stricken zu können. Man müßte es ihr nur zeigen, dann ginge das. Dabei hat jeder Anfänger schon mit zwei Nadeln zu kämpfen und den Maschen, die einfach nicht rutschen wollen.
"Die spinnen, die Spanier."

Sonntag, 21. August 2005

challenge

kg und ich hatten uns letztens über englische Wörter und deren deutsche Entsprechungen unterhalten und wie dabei doch ein Mentalitätsunterschied klar wird. kg brachte als Beispiel das Wort "challenge". Er hatte dabei die Technik im Blick. Wenn es da eine zu lösende Aufgabe gibt, dann sagt der Engländer (oder Amerikaner) "challenge", also Herausforderung. Der Deutsche dagegen redet von "Problem".
Ich habe mich heute wieder daran erinnert, als mir ein paar Bekannte in den Sinn kamen, die gerade mit Partnerschaft kämpfen (Ehekrise, Partnersuche, ...). Es ist doch ein Unterschied, wenn man bei Partnerschaftsschwierigkeiten von Problem oder von Herausforderung redet. Ersteres hört sich so resigniert und passiv an, letzteres zupackend und aktiv.
Ich kann mir gut vorstellen, daß diese Einstellung, ob es nun ein "challenge" oder ein Problem ist, den Ausgang der Schwierigkeiten bestimmt, ob es in Scheidung, ... mündet oder in einer reifen Beziehung.

mach's mit

Jeder kennt diese Plakatwerbung für Safer Sex mit diesen bunten Kondomen. Zwei von den diesjährigen Motiven finde ich besonders gelungen.
Das eine ist das mit der Aussage: "Weltsprache". Volltreffer.
Heute habe ich eines entdeckt - und deswegen bin ich auf die Website gegangen - das mir sehr gut gefällt. Ein echter Hingucker. Es sind drei blaue Kondome abgebildet in den Größen S, M und XL. Drüber steht: "Für Träumer, Realisten und Angeber."
Das ist Werbung, die hängen bleibt.

Donnerstag, 18. August 2005

erstaunliches Ranking

Ich hab mich heute schon gewundert, wieso kg auf seiner gallery solche Massen an Besuchern hat (der Zähler geht die ganze Zeit hoch). Sonderlich bekannt ist sie nicht, und nur er und ich haben drauf verlinkt.
Also habe ich google bemüht und die Suchbegriffe Fotos +Heiliggeistkirche eingegeben. Da nimmt meine Homepage, von der ich auf die gallery verlinke, Platz 1 ein! Darauf muß man erstmal kommen!

Freitag, 12. August 2005

Pilzgeige

Beim Rumstöbern im sciencticker bin ich auf die Meldung (vom 20. 06. 05) von einer zu entwickelnden "Pilzgeige" gestoßen.
Und zwar sind die Stradivari-Geigen wegen ihres Klanges so begehrt. Stradivari nun hatte ein Holz verwendet, das besonders gleichmäßig und mit engen Jahresringen gewachsen ist und zudem eine extrem geringe Dichte hat.
Leute vom EMPA nun wollen diese Eigenschaften des Holzes durch Einsatz eines Pilzes hervorbringen. Das sind Pilze, die die Zellwand-Zellulose des Holzes angreifen. Das verringert die Dichte und verbessert die Schallabstrahlung.
Die richtigen Pilze haben sie schon gefunden. Mit der ersten Pilzgeige rechnen sie in ungefähr drei Jahren.

Call-Center-Agent

Eine Freundin versucht sich gerade als Call-Center-Agent. Ihre Aufgabe ist es, Menschen zu Spenden für eine Hilfsorganisation zu bewegen. Sie erzählt, daß viele ohnehin schon spenden würden, manche seien Rentner, ... Und manche meinen: "Da muß ich meinen Mann fragen."
Das finde ich gut, das muß ich mir merken, wenn wieder jemand an der Tür klingelt.

Montag, 8. August 2005

Gerichtsmedizin in der Fiktion

In der FAZ ist ein netter Artikel über Gerichtsmediziner im Krimi (sie meinen den Fernsehkrimi) erschienen.
Der Gerichtsmediziner, der genüßlich in der Leiche stochert, der, der neben der Leiche in die Stulle beißt (Fiktion), der eigenwillige und gottgleiche, ... Was den Autoren halt so einfällt.
Das hat mich an einen Roman von Dorothy L. Sayers aus dem Jahr 1930 erinnert: "The Documents in the Case", zu dt. "Der Fall Harrison" oder auch "Die Akte Harrison" (erschienen bei Wunderlich, Rowohlt, Scherz).
Dorothy L. Sayers ist eine der großen englischen Krimischriftstellerinnen. Sie ist bekannt für ihre gründliche Recherche und die Charakterstudien ihrer Figuren.
Der vertrocknete Bauingenieur George Harrison stirbt in seiner Hütte jämmerlich an einer Pilzvergiftung. Seine um ein etliches jüngere Frau und ihr Liebhaber (der Maler) freuen sich. Dem Schriftsteller Jack Munting tut er leid. Und das Pärchen widert ihn an. Wie konnte er nur mit diesem Maler eine Wohnung teilen!
Glücklich verheiratet holt den Schriftsteller diese unselige Geschichte wieder ein. Er wird den Maler mit Hilfe der Wissenschaft und der Gerichtsmedizin (in personam Sir James Lubbock) des Mordes an George Harrison überführen. Natürliches oder synthetisches Muscarin? Links- oder rechtsdrehend? Optisch aktiv oder inaktiv?
Hervorragende Charakterstudien, spannendes Finale.

Harry Potter im Knast

Laut einer Newsticker-Meldung ist Harry Potter das beliebteste Buch in der 800 Bände umfassenden Bibliothek von Guantánamo.
Wen wundert's? Gesellschaftskritik, schwarze Magie, das Böse an sich.
An diese Art Karriere hat Joanne Rowling für ihr Kinderbuch bestimmt nicht gedacht.

Ablass

Um 15.04 Uhr erschien im Newsticker die Meldung Teilnehmer des Weltjugendtages erhalten Ablass. Ich war eigentlich davon ausgegangen, daß die Ablass-Praxis zu anno Tobak gehört. Die Zeit belehrt mich eines anderen.
Also wißt Ihr, ich bin katholisch, aber was ich in meiner Kindheit / Jugendzeit an offiziellem Katholizismus nicht erlebt habe, das ist toll:
  • Ich hielt den Papst immer für den Nachfolger Petri, nicht für den Stellvertreter Jesu (letzteres ist meiner Ansicht nach heidnisch).
  • Den Marienkult habe ich nie mitbekommen. Da war wohl was in der Kirche, eine Marienfigur mit Lichtlein davor, aber niemand hat mich zur Marienanbetung angeleitet.
    Es gibt nur einen Gott.
  • Und nun: Ablass. Hä?
    Als ob irgendein Mensch bestimmen könnte, wer in den Himmel kommt und wer nicht.
    Das ist Ketzerei.

Donnerstag, 4. August 2005

Menschenopfer

Beim Kramen in den Sonderposten meines Buchhändlers fiel mir heute ein Buch über die Menschenopfer in Mittelamerika in die Hände.
Interessiert habe ich reingeguckt, aber schon der Vorspann war grausig. Anscheinend werden auch heute noch Menschen geopfert. Und sehr blutig. Das, was mir noch im Kopf war, das waren die Mumienfunde in den Anden, diese konservierten Leichen, die, soweit ich weiß, vor dem Tod betäubt worden waren. An aufgeschlitzte Kehlen und abgezogene Häute habe ich nicht gedacht. Deswegen habe ich das Buch dann ganz schnell weggelegt.
Daheim habe ich neugierig in die Wikipedia geguckt [Menschenopfer in Mittelamerika, Opferkult der Azteken]. Da ging es unbeschreiblich grausam und blutig zu! Es wurden sogar extra Kriege, die sog. Blumenkriege (Blume = Gefangener) geführt, um an Menschen zu kommen, die man opfern kann!
Das mit den Blumenkriegen hat sich für mich seltsam angehört, weil ich an die Blumenkinder dachte - bevor ich weiterlas.

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Herzensdinge

Hier stand mal was zu Liebe und Verliebtheit. Jetzt hat es sich doch überlebt.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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