Handarbeit

Donnerstag, 3. November 2016

Nähen mit einer Zwillingsnadel

Ja, ich tu mich jetzt beim Jerseynähen um, übe erstmal auf einem Reststück Jersey. Gestern habe ich zum ersten Mal die elastischen Stiche meiner Nähmaschine ausprobiert. Sie hat doch einige und meinen Lieblingsstich habe ich dabei auch ausgeguckt. Allerdings muss ich mit der Fadenspannung noch rummachen, an der Unterseite bildeten sich Schlaufen.

Aber jetzt zur Zwillingsnadel. Wenn Ihr mal schaut, bei Jerseystücken ist oft ein parallel verlaufender gerader Stich. Der wird mit der sogenannten "Zwillingsnadel" gemacht. Was ich dabei nie bedacht habe - jedenfalls damals bei meinem Maschinenkauf einer Janome nicht - dass ich dafür zwei Garnhalter brauche. In einem youtube-Filmchen bin ich fündig geworden.

Ich hätte nie gedacht, dass meine Maschine einen zweiten Garnhalter hat, aber den hat sie tatsächlich. Die Autorin macht das aber ganz raffiniert, sie nimmt zwei Spulen, spult das Garn drauf und setzt beide Spulen (wobei die Laufrichtung der beiden Fäden entgegengesetzt ist) auf diesen zweiten Garnhalter.

Auf Ideen muss man kommen!
Zur Not hätte ich es einfach so gemacht, wie Yvonne Jahnke es auf S. 17 in ihrem Buch Alles Jersey empfiehlt: Einfach das zweite Garn in eine Tasse hinter die Nähmaschine legen.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Abenteuer Handschuhe stricken.

Handschuhe stricken, v.a. die bunten, gerade die bunten, ist ein Abenteuer für sich. Einfarbig ist kein Problem, aber bei den bunten hat man eine andere Maschenprobe.

Bei meines ersten Handschuhen hatte ich die grob abgeschätzt und lag daneben. Die Handschuhe sehen zwar schön aus, sind aber ziemlich, ziemlich eng. Also zu klein.
Handschuhe Sigbert

Die zweiten - in der Maschenprobe hatte ich mich nun an den vorhandenen ersten Handschuhen orientiert - wurden zu gross. Die habe ich gar nicht fertig gestrickt. (Achtung: im Bild ist das zwar ein Blau, in natura aber ein dunkles, echt edles Grün.) Schade. Das "zu breit" wäre noch nicht das Problem gewesen (wäre es nur das gewesen, hätte ich die Handschuhe einfach einem Freund geschenkt), wohl aber das "zu lang". So lange Finger hat niemand.
Also habe ich das Projekt eingestellt.
Handschuhe Newgrange

Nächster Versuch. Der haut hin. Aber eine Mühe! Diese Handschuhe werden von oben runter gestrickt. Mit dem Daumen fängt man an (also mit der Daumenspitze), der wird nachher drangestrickt, mitten unterm Stricken (da, wo sie reingehören).
Handschuhe Duke
Den Anfang macht man mit dem sog. "türkischen Anschlag" (gewohnt bin ich den sog. Kreuzanschlag). Da wickelt man sozusagen wechselseitig den Faden um zwei Nadeln (auf youtube gibt's Filmchen dazu). Da dann die Maschen aufnehmen und in den nächsten Runden Maschen zunehmen, das ist v.a. am Anfang ganz schön pfriemelig. Deswegen habe ich die Kappen einfarbig gestrickt (normalerweise sollten die auch bunt sein - irgendwann in der Zukunft, sofern mir das überhaupt optisch gefällt).
Beim Daumen hatte ich mich glatt vertan, habe den linken Däumling gestrickt und den an den rechten Fäustling drangestrickt (wobei das "Dranstricken " darin besteht, mit drei Nadeln abzuketten - womit ich das auch gelernt hätte).
Und zum guten Schluss am Bund das keltische Muster. Das ist zwei Maschen rechts, zwei Maschen links, und beim Maschenartenwechsel immer ein Farbwechsel. Das ist mühsam, weil ich die Kontrastfarbe immer wieder vor und wieder hinter die Nadel bringen muss. Mann braucht das ewig!
Aber sie passen. Das soll es mir wert sein.
Das Muster ist aus einem Heft von Simply Stricken, aus einem Sonderheft. Soweit ich mich erinnere, ist das ziemlich zerrissen worden, weil die abgebildeten Stücke so unregelmässig aussahen. Aber beim Arbeiten mit dem Heft ("fantastische Strick-Ideen, 01/2014, Fair Isle") kann ich nur loben. Alles sehr gut und verständlich beschrieben, sogar gut übersetzt. Ich kann nicht klagen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

visuelles Tagebuch, sketchnotes

Am Sonntag habe ich einen vhs-Kurs "sketchnotes" besucht. "sketchnotes" sind visuelle Notizen, nicht verkünstelt, sondern möglichst knapp das Wichtigste von einem Vortrag oder whatever hingeworfen, damit wir uns besser erinnern können. Eine Kommilitonin (schon lange her) meinte immer: "Von der Hand in den Kopf." Das würde sie auch hier sagen (und, wer weiss, vielleicht ist sie ja schon auf den Zug aufgesprungen).

Wer es sich online mal angucken möchte, sketchnotes für Einsteiger gab es auch auf der letztjährigen re:publica (das im Link ist ein Filmchen, nicht ganz eine Stunde lang).

Über Gitte bin ich auf das visuelle Tagebuch gestossen und versuche, es zu führen. Aber es hat doch reichlich gestockt. Durch den sketchnote-Kurs hat es neue Impulse erfahren, und zumindest in den letzten Tagen habe ich jeden Tag skizziert (eins merke ich: Ich habe schon mehr Übung in Strichmännchen).
Wenn ich mir jetzt Gittes Tagebuch anschaue (der Ausschnitt, den sie uns gewährt), stelle ich fest, dass sie schon einiges von sketchnotes verinnerlicht hat: nur die Highlights (nicht alles akribisch), prozessorientierte Darstellung, Boxen (die Pfeile sind alle eingekastelt). Gitte hat also schon Übung! (Dachte ich mir eh.) Ich werde sie mir auch verschaffen.

Was ich unbedingt ändern muss bei meinem visuellen Tagebuch: Nicht mehr alles akribisch aufschreiben (nun gut, Klogänge habe ich schon immer weggelassen, aber es ist immer noch zu kleinteilig), sondern wirklich nur die Höhepunkte.

Montag, 6. April 2015

zum ersten Mal Lace stricken

Ich stricke zum ersten Mal ein Tuch. Lace. Nichts allzu Kompliziertes, so als Anfängerin.
Ich habe mir beim ersten Kurpfälzer Wollfest in Leimen einen Strang Lace-Garn gekauft. Habe mich doch überwunden, ein Tuch zu stricken.

Die ersten Reihen waren auch easy, einfach nur rechts stricken. Aber jetzt kommt ein Streifen Muster. Und ich habe den Verdacht, schon in der ersten Muster-Reihe einen Fehler gemacht zu haben. Puh! Wie ich die Ribbelei leiden kann!

Und dann dieses dünne Garn. ssk ist da gar nicht so einfach!

Seufz, seufz, seufz.

Samstag, 7. Februar 2015

Nesselmodell

Den Schnitt habe ich nun, jetzt steht der Stoffkauf an. Und die Frage ist: Wieviel? Richtet sich danach, ob ich den Nessel vorher waschen will (dann geht er etwas ein) oder nicht.
Wenn ich ihn vorher wasche, dann kann ich den Rock auch immer tragen, da er immer gewaschen werden kann, ohne dass er nochmal eingeht.
Aber will ich das? Oder belasse ich es einfach bei einem Modell?
Wenn ich wasche, dann wird das Material auch dichter, und das gefällt mir weniger.

Hm.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Ausmessen

Tja, und dann heisst es, die eigenen Maße ermitteln. Schliesslich soll das gute Stück passen und die Mühe Wert gewesen sein. Ernüchternd, wenn man seine Maße dann hat. Meine Güte, wenn ich eine Industriehose kaufe, dann hat die eine kleinere Grösse also so eine aus der Ottobre. Huiuiui!

Ich will den Rock nähen, von dem Smila so schwärmt. Der soll so leicht gehen. Und zu Anfang dürfte was Leichtes wohl das Gegebene sein.

Und wie gut, dass ich von Renate weiss, dass Schneiderinnen - die Profis - oft ein Nesselmodell machen, um nochmal alles abzuchecken. Das mache ich dann auch, in dem Fall v.a. auch zu Übung. Wenn dann was schief geht, ist es nicht so schlimm.

Zum Schnittmusterpapier: Da gibt es für die Hobbyschneiderin allerlei Lösungen bzw. Vorschläge. Das gängige ist nämlich nicht sonderlich reissfest und knittert schnell. Also habe ich Renate gefragt. Tja, die Profis haben Schnittmusterpapier für Profis, und von dem bin ich auch begeistert. Renate hat mir ein bisschen was von ihrem runtergeschnitten (das ist eine riesige Rolle - so kommt es mir vor - die sie da hat; eben was für Profis).

Nun habe ich den Schnitt abgepaust und ausgeschnitten, und dann hole ich mir wieder die Tipps von Renate.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Reissverschluss

Beschlossen: An eine schon geflickte Hose wird kein Reissverschluss mehr angenäht. Weil die Hose wohl eh schon keine lange Lebensdauer mehr hat. Lieber eine neu nähen. (Und so bin ich jetzt auf der Suche nach einem geeigneten Schnitt.)

Montag, 2. Februar 2015

DIY

DIY wird immer mehr zu meinem Thema. Stricken tu ich ja schon längst, mittlerweile nehme ich mir auch fremder Leute Anleitungen vor und somit habe ich jetzt strickenderweise das Smoken (nicht Rauchen, Smoken) gelernt. Ich kannte das eigentlich nur vom Nähen.

Und nun das Nähen. Seufz. Was war ich früher da geschickt und korrekt und alles. Aber jahrzehntelang sind diese Fertigkeiten brachgelegen. Die fehlende Übung merke ich. Sie macht mich leicht ungeduldig, sodass ich das Genähte von heute nicht mehr auftrenne. Es sieht sauber aus, so ist das nicht. Falsch ist es trotzdem. Die Oberfadenspannung war um einiges zu locker. Und ich finde nun, dass mein Flicken, den ich da genäht habe, das aushalten muss.
Beim nächsten Mal wird es besser.
Nachtrag: Meine Tante, die sich sehr gut auskennt, meint, ich solle einfach drübernähen. Werde ich machen.

Montag, 31. März 2014

Lederpflege mit Sonnenblumenöl

Laura bloggte vor einiger Zeit über Schuhpflege und stellt am Ende ihres Postings die Frage nach unseren Tipps und Tricks bei unseren Schuhen und Taschen. Es ergab sich, dass ich ihr von meiner (Ziegen-)Ledertasche berichtete. Sie gab mir den Tipp - laut einem Prospekt von Gusti Leder - Ziegenleder mit Sonnenblumenöl zu pflegen.

Habe ich mittlerweile gemacht, hilft gut. Das Leder ist sehr viel geschmeidiger geworden.

Nun bin ich heute rumgesurft so im Internet, so nach weiteren Lederpflegetipps.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll, in der Regel sind es irgendwelche Lederpflegemittelfirmen, die was zum Thema sagen. Und eine Seite behauptet, von Ölen könnte so ein Leder harzen oder schimmeln.
Herzlichen Dank, das brauche ich nicht.

Ich habe der Einfachheit beschlossen, Gusti Leder zu glauben. (Die haben übrigens tolle Taschen, guckt mal rein.)

Sonntag, 30. März 2014

Knöpfe annähen

oder "Die Nadel passt nicht durch das Loch".

Gestern habe ich endlich meine Jacke fertiggestellt. (Ein Foto an mir gibt es noch nicht, denn sie ist erstmal in der Waschmaschine.)
Zwei Knöpfe waren da anzunähen. Und wie es Tina in ihrem Blog vor ein paar Wochen angesprochen hat, habe ich die zwei Knöpfe nicht mit Nähfaden angenäht, sondern mit der Wolle, mit der ich auch gestrickt habe. Bloss: Das Öhr der Nadel war so dick, dass die Nadel nicht durch das Löchlein im Knopf ging. (Und eine kleinere Nadel ging nicht, weil da das Öhr zu klein für das Garn war.)

Im ersten Durchgang konnte ich den Faden durch das Löchlein stecken, im zweiten und dritten Durchgang habe ich mir anders beholfen: Den Faden auf das Loch legen (und zwar nicht mit dem Anfang, sondern ein bisschen überstehend), dann mit der Nadel den Faden etwas durch das Löchlein durschschieben, sodass er auf der anderen Seite durchlugt. Am Durchlugenden packen und ziehen. Hat hervorragend funktioniert.

Jetzt ist die Jacke in der Waschmaschine, dann trocknen lassen. Wenn sie trocken ist, gibt es ein Foto, wie sie an mir aussieht.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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