Heidelberg

Sonntag, 15. Januar 2017

"Underdog" begucken

Komme gerade zurück von einem Café-Besuch in meinem liebsten Café mit einem guten Freund. Wir sassen draussen, weil er eine Zigarette geschmaucht hat.

An den Nebentisch setzte sich einer der Marke "markig". Sehr gestylt, sehr auf männlich gemacht mit Bedacht, durch und durch gepflegt. Der Freund von mir hat offensichtlich das Geld dazu nicht und auch den Willen dazu nicht. Er nestelte in seiner abgetragenen Lidl-Plastiktüte, der fremde, "markige" Mann schaute zu. Und schaute und schaute.

Ich habe schon öfter bemerkt, dass es meinem Freund so geht. Dass so manche schauen. Als wir mal eines Sommers da draussen sassen, mit noch einem Kumpel, der schwere Zeiten mit seiner Gesundheit durchmachte und deswegen keinen grossartigen Drive zur Pflege hatte (aber Geld hatte er schon, en masse), da sagten welche am Nebentisch, dass wir Hartzer-IV-ler seien.

Beguckt und bestaunt, als sei man ein Zootier. "Underdog" begucken.

Ach Gott, wenn die Leute wüssten! Das Elend ist überall, in jeder Schicht zu finden. Nicht am Äusseren festzumachen, in den meisten Fällen nicht.

Montag, 2. Januar 2017

Laubbläser

Das Jahr beginnt mit Laubsägergeblase. Nicht etwa Laub wird geblasen - das der Wind eh wieder verweht - sondern Silvesterböllerüberreste weg vom Gehweg. Bzw. zusammengetrieben zu einem Haufen und dann weggekehrt.
Diesmal macht der Laubbläser für mich Sinn, schneit es doch gerade und die Böller sind nicht so leicht wie Laub vom Winde verwehbar. Scherben sind dabei, die Feiernden kannten da nichts am 31.12.

Es ist auch kein Duo oder Trio, der Laubbläser (wie immer ein Mann) erledigt das solo. rrrRRRRrrrrRRRRrrrrRRRR.

Jetzt ist es ruhig.

Samstag, 17. September 2016

Freiwilligentag

Was haltet Ihr vom Freiwilligentag? (Unter dem Motto wir schaffen was wird das beworben.)

Mir ist er bis jetzt immer "am Arsch vorbeigegangen", hat mich nie interessiert, mich nie angesprochen.
Gestern nun sass ich mit einem Freund zusammen, da fing er davon an. Er war viel stärker sensibilisiert dafür als ich. Ganz klar fiel ihm auf, dass das für einen Christenmenschen eine lächerliche Sache ist.
Ich konnte dem hinzufügen, dass für einen Christenmenschen das Helfen ohne sich damit gross zu tun, ganz normal ist. Lebhaft in Erinnerung habe ich die Menschen um meine Mutter rum in ihrer letzten, schweren Zeit. Wie gern hatten diese Personen ihr beigestanden, wie gern hatten sie sie begleitet, wie gerne hätten sie ihr sogar mehr geholfen. Das alles ohne Aufsehen. Christenmenschen, Katholiken.

Kein Wunder, dass mich dieser Freiwilligentag nie angezogen hat. Erstens zu grosssprecherisch. Zweitens nur auf einen einzigen Tag konzentriert. Ich dagegen finde, wir Menschen brauchen uns rund ums Jahr gegenseitig, sind hilfsbedürftig und Hilfegeber rund ums Jahr. Anders funktioniert Gesellschaft, Gemeinschaft nicht.

Der betreffende Freund meinte, dieser Tag sei eine Sache der Atheisten. Aber ich weiss nicht so recht. Engagement für die Gesellschaft kann auch für Atheisten nicht nur an einen einzigen Tag gebunden sein. Ich stelle mir vor, dass dieser Personenkreis oft hohe ethische Werte hat, dann ist für sie so ein einzelner Tag auch lächerlich. Und sie sind schon längst involviert in andere Helfertätigkeiten, sei es der Tierschutzbund oder sonst etwas.

Auf der Website habe ich leider nichts zur Motivation zur Gründung dieses Tages gefunden. Etliche grosse und namhafte Sponsoren dagegen schon. Ist das ein Ding der Industrie? Um einen Anschubser zum Engagement zu geben? Dann sollen sie es sagen/schreiben. So, wie es bis jetzt dargestellt ist, hängt es für mich im luftleeren Raum.

Sonntag, 6. September 2015

Strichmännchenübungen

Am Sonntag nachmittag habe ich meine Lieblingskneipe, das P11 mit der langen Fensterfront, zu Strichmännchenübungen besucht. Die Fensterfront ist ideal, ständig laufen dort Leute vorbei. Man kann sie prima beim Gehen studieren.



Samstag, 18. April 2015

Vorlage

Ich blättere gerade im Katalog meines gestrigen Ausstellungsbesuches. Es geht um naive Malerei. Im Anhang des Kataloges werden die Künstler mit Worten portraitiert.
Bei einem musste ich sehr schmunzeln. Ausser Weltkriegsszenen malte er auch Promis aus Magazinen. Und Frauen? Tja, die hatte er aus den Versandhauskatalogen!

Samstag, 11. April 2015

Sternmagnolie

Die Sternmagnolie vor meinem Fenster zeigt schon das erste Grün. Und die ersten Blütenblätter fallen, wie man im Hintergrund erkennt.
Sobald ich sie sehe, möchte ich sie am Liebsten fotografieren. Doch wie am Besten? Damit man die Blüten schön sieht, wird es immer ein kleiner Ausschnitt. Hier mal mit Auto im Hintergrund.

Sternmagnolie mit frischen Blättern

Freitag, 10. April 2015

Eule im Geäst

Einen schönen guten Morgen wünscht die Eule im Geäst der Magnolie.
Habe ich heute morgen auf dem Weg zum Einkaufen fotografiert.

Eule im Geäst

Freitag, 17. Oktober 2014

(Podiums-)Diskussionen

Letztens war ich auf einer Diskussion zum Thema TTIP, CETA und so. Eine Bekannte hatte mich darauf aufmerksam gemacht, deswegen ging ich hin.

Nun, auf dem Podium war keine Diskussion, das waren Vortragende (das war so gewollt, also kein Manko), diskutieren sollten die Zuhörer.
Aber die diskutierten in aller Regel nicht, informierten sich auch nicht, fragten nicht, die stellten irgendwelche Statements zur Schau in den Raum! Und die wurden in aller Regel sehr beklatscht.

Wenig beklatscht wurde ein Beitrag ein Dame, den ich selbst als den Besten empfand: Sie schlug vor, TTIP etc. als Diskussionsgrundlage/Denkanstoss für die Freihandelsabkommen zu nehmen, die wir - also Deutschland - anderen schon aufgedrückt haben.

Geht es in öffentlichen "Diskussionen" also drum, Positionen zu verankern? Anzugeben? Aber eben nicht ums Vertiefen, Differenzieren? Kam mir mal wieder in den Sinn.

Montag, 3. März 2014

SPD-Retroparty

Derzeit hängen hier in der Stadt Plakate, die zur "ultimativen Retroparty der SPD KandidatInnen zur Kommunalwahl" einladen. Am Anfang steht "Willy Brandt muss Kanzler bleiben".

Retroparty. Dabei hat sich die Partei schon unter Schröder, da war Brandt schon längst nicht mehr Kanzler, verraten. Wieso also mit derartigem Plakat werben? Ich verstehe das nicht.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Lady*fest in Heidelberg

Vom 12.-15. Juni wird in Heidelberg, hauptsächlich in den breidenbach studios, das erste Heidelberger Lady*fest steigen. (Männer dürfen auch kommen.)

Huuu, ich bin ja gespannt! Gestern war ich zum ersten Mal bei der Regionalliga der Mädchenmannschaft, und es war fein. Da bin ich gerne wieder dabei, auch wenn ich deutlich älter war als die anderen.

Ich muss gestehen, ich lese die Mädchenmannschaft selten. Zur Regionalliga bin ich durch eine Bekannte gestossen, die mir davon erzählte (von der Regionallige in einer anderen Gegend). Ich hatte das bei der Mädchenmannschaft immer überlesen, denn mit Fussball habe ich nichts zu tun. Aber durch den Hinweis der Bekannten dachte ich, ich versuch's mal. War sehr angenehm. Gerne wieder.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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