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Montag, 16. Mai 2016

den anderen geht's genauso

Gestern im Gottesdienst so sagte der Murat, der die Predigt hielt, dass er so viele Leute so halb gut kenne (Murat kennt wahrhaftig viele Leute und tauscht sich mit ihnen aus; es ist als könne er nicht genug kriegen von Menschen) und alle sagen sie, wie schwer sie sich täten mit dem Leben (den Kindern, dem Job, ...) und dass sie immer dächten, die anderen, die könnten es oder könnten es viel besser.

Das war so eine beruhigende Aussage von ihm. Jeder, absolut jeder, kämpft sich so durch's Leben. Finde ich gut, wenn das endlich mal entmystifiziert wird in dieser elenden Leistungsgesellschaft.

In diesem Sinne finde ich die Diskussion bei der Kaltmamsell (habe ich über die Sammelmappe gefunden - Claudia schreibt da sehr gut über die Wechseljahre) über die Menopause. Mit der Pubertät beginnt für die Frauen oft die Leidenszeit, für viele. Vor nicht gar zu langer Zeit wurde recht unfein (also entweder hinter vorgehaltener Hand geredet oder mit derben Sprüchen belegt - "Stöpsel" für Tampon, frau habe ihre "Sache") damit umgegangen, langsam wird es offener, sachlicher und damit auch positiver.
Da wird vom Leben geredet, wie es ist, nicht, wie es nicht ist oder was man/frau sich wünscht. Es ist, wie es ist.

Weiter so. Und ich hoffe, es folgt noch viel, viel mehr in dieser Richtung. Durchschnittliches Leben rein ins Rampenlicht, Mythen, ... raus in den Schatten. Yeah!

Für mich heisst das bei beiden Beispielen: Mann/Frau darf sich als Mensch wahrnehmen, in der Öffentlichkeit, und nicht als ein den Prototypen verfehlendes Wesen.

Nachtrag:
Dazu passend der Artikel Das Märchen vom perfekten Leben mag niemand mehr hören.

Dienstag, 8. März 2016

Ich schreibe so wenig ...

... meint Kalle. Habe ihn heute mit seinem Ehemann Dieter getroffen. Wir kennen uns vom sogenannten #twabendessen. Gleich hat er mich informiert, dass wieder eins stattfinden soll, diesmal organisiert von @adora_belle. Ich bin nicht so oft auf Twitter, deswegen war mir die Aktion entgangen. Nun habe ich mich eingetragen und freue mich auf das Treffen.

Aber wie gesagt, Kalle meinte, von mir würde man gar nichts mehr lesen. Nun ja, auf twitter sage ich nicht so viel, weil ich so tweetmässig einfach nichts zu sagen habe. Und auf dem Blog? Ich habe fast den Eindruck, das Blog hat mir - zu unruhigeren Zeiten - geholfen, zu verarbeiten. Jetzt kann es schon sein, dass ich mich mal kurz über was aufrege oder über etwas stutze, aber es schreit nicht mehr nach einem Posting. Seit dem Tod meiner Eltern ist es bei mir so friedlich geworden. Und ich bin dankbar dafür.

Ich überlege mir, was zu diesen unsäglichen Visionären und Coaches (nicht alle Coaches sind gemeint) zu schreiben oder zu podcasten. Dazu will ich mich erstmal umtun und mich erkundigen. Scheint irgendwie an Hochschulen gelehrt zu werden, bei Wirtschaftsstudiengängen. Wie gesagt, ich muss mich noch erkundigen, und dann mal schauen, was sich aus dem Material machen lässt.

Dienstag, 13. Mai 2014

Angst und Furcht

Es ist nicht die Furcht, die uns daran hindert, das tapfere und wahre Ding im täglichen Leben zu tun. Das Problem ist vielmehr die Vermeidung.Jeder tickt aus. Manchmal ist das beste, was wir mit Furcht tun können, uns mit ihr anzufreunden.
Weiterlesen bei Brené Brown:
“Anger is a signal and one worth listening to!” — Dr. Harriet Lerner

Sonntag, 11. Mai 2014

TED

Durch Verena und "The Power of Vulnerabilty" habe ich TED entdeckt. TED, das sind eine Menge Vorträge und Reden mit Ideen, die es der Redaktion wert sind, verbreitet zu werden (oder die herausfordernd sind). Diese Vorträge sind zum Schauen/Anhören, aber auch als Transkript verfügbar (oft in vielen Sprachen).

Ich habe ein bisschen rumgestöbert. Brené Brown habe ich schon zitiert mitAnd the last was they had connection, and -- this was the hard part -- as a result of authenticity, they were willing to let go of who they thought they should be in order to be who they were, which you have to absolutely do that for connection.So wichtiger Satz (besser eingebettet in den ganzen Kontext lesen), der mich gemahnt, ich selbst zu sein, auf Perfektion zu verzichten oder irgendeine Rolle zu spielen.

Boyd Vatry hält kurz nach dem Tod Mandelas eine Rede What I learned from Nelson Mandela . Er geht darauf ein, wie wichtig Bindungen und Beziehungen sind und dass es das südafrikanische Modell ist, diese Gemeinschaft (vor-)zuleben, Herz zu zeigen.Mandela said often that the gift of prison was the ability to go within and to think, to create in himself the things he most wanted for South Africa: peace, reconciliation, harmony. Through this act of immense open-heartedness, he was to become the embodiment of what in South Africa we call "ubuntu." Ubuntu: I am because of you. Or, people are not people without other people.(Da habe ich gelernt, dass "Ubuntu" nicht einfach eine Linux-Distribution ist.)

Elyn Sax - Professorin - erzählt von ihrer Schizophrenie-Erkrankung: A tale of mental illness — from the inside . Sehr mutig, aber andererseits ist sie eben auch wohlbestallte Professorin. Ob man sich hier in Deutschland einfach so outen könnte? Aber auch sie hat sich nicht "einfach so" geoutet. Es hat sie lange Jahre gebraucht.
Sehr gute Darstellung ihrer Krankheit übrigens, man kann sich gut einfühlen.

Mae Jamison bricht eine Lanze dafür, sowohl wissenschaftliches Denken (oder überhaupt Wissenschaft) zu lehren als auch das künstlerische Denken zu fördern: Teach arts and sciences together . Das muss ich noch lesen - spricht mich doch der Titel sehr an - allerdings ist das Transkript nicht richtig formatiert, sprich, es ist ein Block ohne Abschnitte, also schlecht zu lesen. Nun ja, mal sehen, welche Schätze ich da hebe.

Von den ersten drei Vorträgen gingen gute Impulse aus, wer weiss, was mir der vierte Vortrag sagt (ich habe ihn unter "hidden gems" gefunden). Allein schon die Überschrift fordert mich dazu auf, kreativ und strukturiert zugleich zu denken und zu leben.
Alles in allem geben die Vorträge Anstösse fürs Leben. Vielleicht auch ganz gut, dass sie medial verbreitet werden, übers Internet. So kann ich alleine vor dem Rechner sitzen und erstmal für mich verarbeiten und reflektieren. In aller Stille das Gehörte/Gelesene, in mein Leben einzubauen. Und, auf welche Art auch immer, diese Denkanstösse an meine Freunde weiterzugeben.

Digital Natives?

Über Twitter aufgetan: Ich dachte, diese Jungjournalisten wären Digital Natives. Doch es war nur ein Märchen ...

Eine gute und lesbare Darstellung dessen, was die Social Media für den Journalisten bedeuten bzw. bedeuten sollten.

Wenn ich meine zwei Cents dazugebe: erstens führen sich auch technische Revolutionen nicht so schnell durch und zweitens braucht es wohl doch eine gewisse Reife, die Social Media gezielt zu nutzen.

Freitag, 3. Januar 2014

ins Wort gefasst

Antje hat ins Wort gefasst, was mir auch schon längst auffiel, aber nie richtig bewusst wurde, nie richtig klar wurde, über die Politik in heutiger Zeit, zumindest in D: Gegner_innen und politische Konflikte
Ich halte das übrigens nicht nur für die heutige Politik, das ist ist auch so eine Gesellschaftsordnung, so eine Gesellschaftsdenke. Sie die Debatte um die Beschneidung. Das war so ein "logischer" "Kopfkram", der Betroffene sehr verletzen muss.
Hier ein kurzer Ausschnitt aus Antjes Posting:Die Antwort, die ich bei Mouffe gefunden habe, ist ihr Vorschlag, im Bereich des Politischen wieder mehr mit dem Begriff der Gegnerschaft und des Konflikts zu operieren. Sie beobachtet (wie ich finde, zu Recht), dass sich in der Art und Weise, wie heute über politische Dinge debattiert wird, eine falsche Grundannahme eingeschlichen hat, nämlich die, dass es für alles eine „richtige“, „rationale“ Lösung gibt.

Wenn nur alle genügend logisch nachdenken und das Thema wissenschaftlich erforschen, so scheinen viele zu glauben, dann kommt raus, dass jeder vernünftige Mensch zum Ergebnis xyz kommen muss. Diejenigen, die zu einem anderen Ergebnis kommen, die also eine andere Meinung vertreten als ich, haben dementsprechend noch nicht genug über das Thema nachgedacht, oder sie hängen Ideologien und Aberglauben an, die einer vernünftigen Erkenntnis im Weg stehen.

Im Miteinander gibt es mehr als nur Wissenschaft. Wobei ich sagen muss, auch in der Wissenschaft gibt es die unterschiedlichsten Ansichten, Ansätze, Wege, Schlüsse. Gar so logisch ist das alles nicht, wird aber gerne so getan. Ich weiss, warum ich so ungerne die scienceblog.de lese, da wird in weiten Teilen diese arrogante (?), auf jeden Fall aber ignorante Haltung eingenommen und diese Haltung für das Maß aller Dinge gehalten.

Samstag, 28. Dezember 2013

Blogszene

Der Haushalt bringt mich auf was: Die unterschiedliche Themenfindung von Männlein und Weiblein im Netz, in ihrer Bloggerei.

Das sind wohl die unterschiedlichen Haushaltsverhältnisse. Die Frauen bloggen aus der Haushaltswelt, die Männer aus der "Männerwelt", i.e. Technik und Beruf, mit kleinen Einsprengseln vom Leben, soweit sie davon überhaupt was mitkriegen.

In der Überspitzung gesehen wohl richtig. (Die berühmten Ausnahmen und die berühmte Grauzone gibt es immer.)

Samstag, 21. Dezember 2013

Dankbarkeit und Bezogenheit

Aus dem ABC des guten Lebens: Dankbarkeit und Bezogenheit.

Wer mich verstehen will, muss in die Links reinlesen.

Für mich treffen sie auf einen Punkt in meinem Leben. Mein Gott, wie kann man ohne (eingebildet) Bezogenheit und Dankbarkeit leben! Da ist doch alles dahin!
Ich habe das "eingebildet" in Klammern geschrieben, denn tatsächlich autonom ist niemand. Wir sind alle auf einander bezogen, zu den Früheren, zu den Nachfolgenden, zu den Gegenwärtigen, auch wenn sie alle mir persönlich unbekannt seien. Das sind natürlich unterschiedliche Qualitäten, aber ohne einander geht einfach nichts.

Mir tut die autonome Haltung weh. Ich weiss nicht, wie das nur irgendwie gelebt werden kann, mir tut sie weh. Wenn ich auf meine Mitmenschen nicht zugehen kann, wenn meine Mitmenschen nicht auf mich zugehen können, was ist das Leben dann wert?
Und doch sind so viele davon überzeugt, sie seien autonom. Verstehe ich nicht, wie sie darauf kommen. Das tägliche Leben widerlegt das. Wenn man mich fragt.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

schönen Feiertag

Eine schönen Feiertag wünsche ich Euch!

Eigentlich wollte ich was schreiben zu Koch- und Backbüchern (da habe ich mich die letzten Tage neugierig umgetan), aber eine starke Erkältung ist im Anzug. Die werde ich nun auskurieren müssen. Ich hoffe, es hält sich in Grenzen. Manchmal kündigt es sich ja sozusagen mit Pauken und Trompeten an und dann ist es doch bloss ein Furz. Und manchmal kommt es angeschlichen und will sich gar nicht von dannen machen.

Also einen schönen Feiertag Euch und auf Wiederlesen!

Montag, 16. September 2013

der Keinbockhase

Und kennst Du den Keinbockhasen? Frau Hilliknixibix erzählt aus ihrem Schulalltag in der Klinik eine sehr ergreifende Geschichte über einen sehr schwierigen Jungen und wie sie beide damit umgehen.

Steht für mich für all die schwierigen Menschen, bei denen ich nicht weiss, wie mit umgehen. Weil einfach nichts weiterführt. Oder weiterzuführen scheint. Die beiden aber haben eine Lösung gefunden. Würde ich nie finden. Ich würde verzweifeln bzw. mich einfach verabschieden.

Nachtrag:
So geht's weiter: Ich habe ein Geschenk für Sie. Der zweite Teil.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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