Freitag, 2. November 2012

"teils persönlich, teils telefonisch, nie aber schriftlich"

Lese gerade eine Meldung auf Kobinet: Trotz Druck der Krankenkassen [...].

Da wird erkrankten Menschen seitens der Krankenkassen (der verschiedensten Krankenkassen) nahegelegt (und enorm Druck aufgebaut) in Gesprächen "teils persönlich, teils telefonisch, nie aber schriftlich" (das in Gänsefüsschen ist ein Zitat) das Arbeitsverhältnis zu kündigen, weil die Arbeitsagentur sich besser um ihre Belange kümmern könne (wenn ich das jetzt so lese, wie ich das schreibe, hört sich das sehr zynisch an).

Wisst Ihr, ich habe gerade was laufen bei meiner Krankenkasse, weil die mir Knall auf Fall ein Medikament, das ich sehr brauche, nicht mehr zahlen wollen.
Am Dienstag sprach mir eine Mitarbeiterin der Krankenkasse aufs Band. Ich rief zurück. Vom Tonfall her war sie ja freundlich, aber ansonsten ... Später habe ich mich gefragt, ob die blond ist.
Also, ich wusste nicht, ob nur sie bekloppt ist oder ob sie einfach auf ihren Chef so abfährt und er sie so angewiesen hat.

Ja, nun habe ich diesen Beitrag auf Kobinet gelesen. Jetzt ist mir klar: Das ist typisch verkrachte BWL.
Mit der verkrachten BWL ist es immer dasselbe. Die Typen, die sie ausführen, halten sich für Herrenmenschen, unfehlbar, überlegen. Aber das, was sie tun, ist nichts anderes als kräftig dekompensiert.

Eine irre Mischung. Jedesmal, wenn ich es persönlich erlebe, stehe ich davor und staune nicht schlecht. Was würde meine Mutter so einer Person entgegenknallen?: "Ich bin doch nicht Ihr Kindermädle!"

P.S.: Immerhin ist mir jetzt klar, dass ich schriftlich wohl Erfolg haben werde. Um die schriftliche Ablehnung wollte mich Blondie nämlich bringen.

Donnerstag, 1. November 2012

mittens

Beim Stricken lerne ich immer mehr Englisch. Oder auch nicht?

Ich habe genug vom Sockenstricken mittlerweile, nun muss was anderes her. Ich dachte an Pulswärmer.
Habe mich auf die Suche gemacht auf ravelry. Das Wort mittens war mir noch im Gedächtnis. Kurz nachgeschlagen: Es heisst eigentlich Fausthandschuhe. Also fand ich unter dem Suchbegriff mittens sowohl jede Menge Fäustlinge als auch Pulswärmer.
Später dann entdeckte ich das Wort wrist warmer für Pulswärmer. Aber mittens wird tatsächlich auch für diese verwendet.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Montagsdemo - wer war dabei?

Menachem hat im Juli unter Sag' mir, wo die Blumen sind ... gebloggt, dass er kaum bis eher gar niemanden findet, der sagt, er sei bei den Montagsdemos dabeigewesen. Menachem wohnt und lebt in Leipzig. Und nicht erst seit kurzem.

Ich habe es nicht vergessen. Heute, im Haltestellengottesdienst, bin ich wieder daran erinnert worden.
Eine Berlinerin ist oft dabei, eine ältere Dame. Das Thema heute (Freiheit nach 3x7 Jahren: Die Mauer ist weg?) hat sie sehr interessiert. Sie hat dann so erzählt von den Schicksalen damals.
Und auch ihr geht es so wie Menachem: Sie findet keinen, der sagt, er sei dabeigewesen.

Das scheint ein Phänomen zu sein. Wo es herkommt, wie es zu erklären ist, das weiss ich nicht. Aber Menachem ist offensichtlich nicht der Einzige, der diese Beobachtung macht.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Kultus und Ritus

Durch Karen Armstrong und ihr Buch "Im Kampf für Gott - Fundamentalismus im Judentum, Christentum und Islam" bin ich auf Kultus und Ritus und die Wirkung auf die Seele aufmerksam geworden. Durch Kultus und Ritus wird die Seele gereinigt, rituell durch Trauer, ... durchgeführt. Das ist heilsam für den Menschen.

Das ist mir heute passiert.

Ich war im Haltestellengottesdienst und das Thema war "Freiheit nach 3x7 Jahren: Die Mauer ist weg?". Es ging hauptsächlich um die Berliner Mauer, aber auch die sonstigen Mauern in unseren Köpfen. Das Team hatte Umzugskartons beklebt und beschrieben. Diese Mauersteine wurden erst aufgebaut, nacheinander. Danach sollte wir uns überlegen, wie wir Mauern abbauen können. Und sie trugen nach und nach die Kartons wieder weg. Die Bibelstelle, die dazu gelesen wurde, war aus der Apostelgeschichte, als Paulus und Silas im Gefängnis waren (zum Nachlesen in der Lutherübersetzung Apg. 16,23-36)
Es hat mich hindurchgeführt durch eine konfliktreiche Situation, in der von Menschen die inneren Mauern massiv erschüttert werden. Das läuft nicht so schnell ab wie in dieser Bibelstelle beschrieben, das ist ein unglaublicher Kampf. Mich lässt das nicht unberührt. Aber dieser Gottesdienst hat mir geholfen, Abstand zu wahren. Mich eben nicht einzumischen. Ruhig zu bleiben. Denn es ist nicht meine Hölle. (Von Höllen muss man sich fernhalten, sonst könnte man Feuer fangen.)

Kultus und Ritus läutern.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Sag' ich auch!

Das sag' ich auch, haargenau dieses. Mein Leben lang. Krasses Erlebnis - Ein kurzer Podcast von Torsten.

Hospitalisierungsschaden

Bei mehreren meiner Freunde muss ich Hospitalisierungsschaden feststellen.

In meiner Naivität dachte ich, das gäbe es nur bei Leuten, die völlig abgeschottet in was für einer Anstalt auch immer leben, z.B. v.a. bei Häftlingen, und dann noch bei langer Dauer.

Stimmt nicht. Wie gesagt, bei mehreren meiner Freunde.
Klinikaufenthalte sind da Hurra! Selbst wenn sie es nicht ausdrücken, vielleicht das Gegenteil behaupten, aber man merkt deutlich, wie sie sich in diesem Milieu wohlfühlen, regelrecht aufblühen.

Dagegen draussen: Das Leben wird nicht auf die Reihe gebracht. Entweder schon völlig aus dem Leim (wie mir scheint, psychotisch dekompensiert - muss aber nicht recht haben, auf jeden Fall sehr seltsam und nicht mehr wirklich da) oder um Struktur nur so kämpfend. Und die erworbene dann krampfhaft festhaltend. Aber sowas von krampfhaft.
Und gefühlte Einsamkeit. Da mögen viele Menschen da sein, Menschen, die die/den Betreffenden herzlich gerne mögen ... Trotzdem diese Einsamkeitsgefühle im Herzen. Wird in der Regel auch nicht zugegeben, aber irgendwo kommt es raus. Man merkt, dass Fremdbild und Selbstbild nicht miteinander übereinstimmen. Vorstellungen von der eigenen Grösse und Wichtigkeit, die nicht mit der Realität übereinstimmen oder einfach überzogen sind.

Sauber.

Was soll das mit dieser Leistungsgesellschaft? Das trifft so gar nicht die wahren Bedürfnisse unserer Mitmenschen.
Wenn ich mir das jetzt so angucke, das grenzt andere, schwächere aus. Und destabilisiert sie. Bei meinen Freunden ist es nicht so, dass sie sich aus der Gesellschaft entfernen wohlen oder so etwas. Sie wollen tatsächlich dabei sein, sich einbringen. Aber dieses ständige "Leisten, leisten, leisten"-Mantra, das ich weiss nicht wo transportiert wird (in irgendwelchen Medien, nehme ich an), das destabilisiert sie zusätzlich. Weil sie mithalten wollen, es aber nicht können, jedenfalls nicht in diesem hohen Masse. Schuldgefühle, Kompensationsversuche, ...

Geht's mal barmherziger, mitmenschlicher, REALITÄTSNÄHER? Weg mit dem "höher, schneller, weiter".

Samstag, 20. Oktober 2012

wie Jazz

Das hört sich doch schon sehr gut an, dabei ist das nur die Einleitung der Übersetzerin:
Der erste Teil von Chiara Zambonis Buch “Denken in Präsenz” hat die Überschrift: “Die Formen des lebendigen Gedankenaustauschs”. Hier ist das erste Kapitel, in dem Zamboni zeigt, inwiefern beim mündlichen gemeinsamen Denken von einer Improvisation gesprochen werden kann. Dabei geht sie von der Improvisation im Jazz und der künstlerischen Performance aus und findet erstaunliche Parallelen. Sehr fruchtbar ist auch ihre Frage, woran wir merken, dass ein Treffen zum gemeinsamen Denken erfolgreich war und woran es liegt, wenn es misslingt.
Hier geht's weiter: Improvisationen

Wow, das zieh' ich mir jetzt rein!

Garnschalen

Garnschalen sind ganz schön teuer.

Bekannt sind sie eigentlich vor allem im amerikanischen Raum, aber eine Österreicherin (Mara) macht sie auch. Und wird immer bekannter (nicht zuletzt durch das neueste Heft von "simply stricken", dort auf S. 20).

Auf ihrer FB-Seite habe ich mich umgetan. Junge, Junge: 35€, 45€. Und dann ist das noch nichtmal bruchsicher (sie arbeitet daran, laut FB-Eintrag).
Es geht noch teurer (je nach Deko). Und die Versandkosten kommen auch noch hinzu (klar, müssen ja).

Ich weiss, dass ich mir das nie kaufen werden. Auch nicht sponsorn lassen werde. Lieber tu' ich mich nach Wolle um.

Aber schön sehen sie aus, das muss ich sagen.

Dienstag, 16. Oktober 2012

edle Stricksachen

Edle Stricksachen und doch sehr tragbar. So scheinen die Designs und dazugehörige Strickanleitungen von Kyoko Nakayoshi. Das ist eine japanische Strickmamsell. Und was für eine! Starke Sachen!
Schaut Euch nur mal diese Geldbörse an! Nie wäre ich auf so etwas gekommen. Einfach stark. "Strick mich!", sagt die.

Suche

 

Herzensdinge

Hier stand mal was zu Liebe und Verliebtheit. Jetzt hat es sich doch überlebt.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

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