Samstag, 3. September 2011

vergangene Zeiten

Spasseshalber habe ich heute nach dem ehemaligen Musikschuldirektor an meiner ehemaligen Musikschule (da habe ich zu Jugendzeiten Geige gelernt) gegoogelt.

Immer noch dabei, Ensembles zu gründen (dabei ist er schon längst pensioniert) und zu leiten, immer noch dabei, sich anhimmeln und hochloben zu lassen. Immer noch gibt es bescheuerte Leute, die sich von ihm blenden lassen.

Meine Güte, bin froh, dass für mich diese Zeiten vorbei sind. Verstanden hatte ich ihn und seine Familie nie. Eingebildet ohne Ende. Dachten, sie seien es in punkto Musik und vor allem in punkto Geigespiel.

In der Provinz mag man das ja so manchen Leuten vorgaukeln können, aber hier im Rhein-Neckar-Dreieck ist die Konkurrenz gross. Und da ist er dann einer unter vielen. Und die anderen, die sind eben sehr viel netter, pädagogisch beschlagen und gehen auf ihre Mitmenschen zu.

Zeiten waren das!
Würde ich heute nicht mehr aushalten. Heute würde ich gehen, wenn ich könnte, anderweitig würde es erheblichen Rabatz geben. Aber ganz erheblich.

Donnerstag, 1. September 2011

die Gammakorrektur macht's

Am Samstag war ich auf einem Geburtstag und wollte, weil sich's so ergab, zur Erinnerung ein paar Fotos machen. Leider hat mein altes Schätzchen versagt.
Der Blitz ist ja schon längst hinüber, weswegen ich immer im manuellen Modus geknipst habe. Am Samstag war's damit auch Essig. Also musste ich auf den halbautomatischen - den ich nie benutzt habe und praktisch nicht kenne - ausweichen.
Resultat: Die Bilder sind zu dunkel (es geht so, ganz mies sind sie nicht) und die Sättigung ist zu arg.

Dem Freund habe ich erstmal so Abzüge gemacht (er ist nicht so anspruchsvoll).

Und dann habe ich doch wieder mit Bildbearbeitung rumprobiert (ich benutze das kleine XnView). Eigentlich hatte ich das schon wieder sein gelassen, denn jpg und nachträgliche Helligkeitskorrektur verträgt sich nicht.
Die Sättigung runterzuschrauben war schon ein Ding. Hat schon mal geholfen.
ABER: Heute habe ich noch ein Helligkeitsfeature entdeckt, das auch bei jpg hilft: die Gammakorrektur. Erstmal ausprobiert und dann nachgelesen, was das ist.

Beim Fotografieren läuft bei mir vieles übers Probieren, damit ich ein Vorstellungsvermögen erlange. Und das dauert. Diese optischen Sachen begreife ich nicht so schnell. (Wenn's Atomphysik wäre, das wäre was anderes.)

Wieder was gelernt.

(Und letztens habe ich nachgeguckt, was ein Tele- und was ein Weitwinkelobjektiv ist. Ha! Jetzt erkenne ich die Spanner unter den Fotografen!)

Montag, 29. August 2011

Megapixel-Wahnsinn

Meine gute Digicam (eine Sony DSC-P93) gibt jetzt so langsam aber sicher ihren Geist auf. Also habe ich mich auf die Suche nach einer neuen gemacht (es wird eine Lumix DMC-TZ18).
Als ich vor Jahren meine Sony kaufte, da orientierte sich für den Normalnutzer (und ich war ja eigentlich ein Garkeinnutzer, hatte also überhaupt keine Ahnung) die Qualität einer damaligen Kamera an der Zahl der Megapixel.
Das war schon wichtig, wollte man Abzüge in guter Qualität und erträglicher Grösse bekommen.

Heute sieht das anders aus. Die 5,1 Megapixel meiner Sony sind nach heutigen Massstäben ein Lachnummer. Meine Lumix wird 14,1 Megapixel haben.
Für mich eigentlich viel zu viel, denn ich nehme bei den Abzügen immer die 9x13 oder was das ist (das kleine Format hat es mir irgendwie angetan).

Aber es gibt doch etwas, wobei diese Mengen an Pixeln gut sind: Wenn das Bild unscharf ist.
Die Schärfenfunktion eines Bildbearbeitungsprogramms ist nämlich olver, das wird nicht so richtig. Aber wenn man eh schon ein riesiges Bild hat, das man verkleinert, dann wird aus Unschärfe auf einmal Schärfe. Und bei diesem Megapixel-Wahnsinn ist das Bild nach dem Verkleinern immer noch gross genug für einen ordentlichen Abzug.

So, jetzt muss das Schätzchen nur noch kommen.

Sonntag, 21. August 2011

knorrige theologische Ansichten

Am nächsten Samstag wird ein neuer Erzbischof in Berlin eingeführt. Rainer Maria Woelki heisst er und er ist ein Konservativer. In der taz habe ich ein Interview gelesen.

Witzig fand ich:
Frage: "Sie tragen keinen Bußgürtel des Opus Dei?"
Antwort: "Nein, und das (greift sich an den Bauch) ist ein anderer Gürtel. Ich habe andere Leidenswerkzeuge, etwa den 1. FC Köln."

Für verschroben und ziemlich fundamentalistisch halte ich:
Frage: "Wegen dieser Krise wurde in Deutschland der Dialogprozess der Bischöfe mit den Laien initiiert. Dabei hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gefordert, man müsse hier auch über das Zölibat reden. Finden Sie das auch?"
Antwort: "Es kommen ja dazu oder dagegen seit Jahren keine neuen Argumente. Diese Lebensform hat Jesus gelebt. Es ist angemessen und gut, wenn Priester diese Lebensform praktizieren."
Frage: "Paulus aber hat gesagt, der Bischof sollte verheiratet sein."
Antwort: "Das steht in seinen Briefen, aber neuere wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass es schon in sehr früher Zeit Bischöfe gab, die zwar verheiratet waren, aber mit dem Tag der Priesterweihe enthaltsam lebten."

und

Frage: "Das Zdk fordert auch, darüber nachzudenken, ob nicht Frauen Diakoninnen werden können."
Antwort: "Was wir in der frühen Kirche als Diakonissinnen hatten, war etwas anderes als das, was wir heute unter dem Diakonat verstehen. In dieser Frage fühlt sich die Kirche an den Stifterwillen Jesu gebunden, deshalb sollen diese Ämter nur Männern vorbehalten sein."

Herr Woelki sagt in diesem Interview sinngemäss auch, dass die vielen Kirchenaustritte daher kämen, dass viele Kirchenmänner (ich glaube, ich muss hier bewusst "Männer" sagen) nicht mehr authentisch leben.
Aber was ist mit der hier zitierten Lebensfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit? Soll das wirklich christlich sein? Ich verstehe unter Christentum etwas anderes.
Es kann nicht sein, dass im gelebten Christentum Menschen diskriminiert werden. Dass Menschen sich zwangsweise kasteien müssen, um dann erst zu irgendwelchen Weihen zugelassen zu sein.

Nun gut, eigentlich brauche ich hier nichts mehr zu sagen, das haben schon viele vor mir gesagt. Ich habe aber auch noch nie so ein Interview mit so einem Konservativen gelesen.

Die katholische Kirche scheint zu einem guten Teil ein Männerbund zu sein.

Einstellung zur Theologie

Theologie besteht für mich nicht darin, den Menschen etwas Vorgefertigtes vorzusetzen, an das sie glauben sollen, sondern ihnen zu helfen in jeder Lebenssituation auf die Fragen ihres Herzens neu zu antworten.
Anselm Grün in "Mein Weg in die Weite", Herder spektrum, 3. Auflage, S.10

Samstag, 20. August 2011

noch ein klasse, spritziger Roman zu Alzheimer

Das Magazin der Büchergilde nehme ich immer als Bücherempfehlung und schaue dann, ob es das gewünschte Buch auch bei uns in der Stadtbücherei gibt.

So habe ich das auch mit Wie ich mich einmal in alles verliebte von Stefan Merrill Block gemacht.

Die gerade mal 35jährige Mutter des 16jährigen Seth hat Alzheimer.

Da steht zum Beispiel auf den Seiten 22/23:Ich stellte den Koffer direkt unter der Straßenlaterne ab und machte ihn auf dem Grünstreifen auf. In dem kranken Licht brauchte ich einen Moment, bis ich begriff, was ich sah, nämlich kiloweise stinkendes vergammeltes Fleisch, alles, was sie in den vergangenen zwei, drei Wochen aus dem Kühlschrank genommen und bei sich gebunkert hatte. Ich hätte beinahe gekotzt. Ich sah meine Mutter an, aber die zuckte nur mit den Schultern und kicherte. Ich schüttelte den Kopf, ließ mir ansonsten aber nichts anmerken, tat sogar so, als wäre es komisch.
Ich hakte mich bei ihr ein, spürte ihre spitzen Ellenbogen an meinen Rippen und brachte sie nach Hause: am einen Arm meine Mom, gerade mal neunzig Pfund leicht, am anderen der Koffer mit zwanzig Pfund verwesenden Fressalien.

Wacken 2011

Wacken ist ein kleines Dorf und jeden August ist dort die "IG Metall", also grosses Heavy-Metal-Festival. Legende, das Ding.
Und Isabel Bogdan vom CULTurMAG war diesmal auch dabei, hat in ihrer Rubrik "Sachen machen" davon berichtet.

Es liest sich witzig und macht Appetit auf mehr.

Leute, da gibt es anscheinend auch eine Blaskapelle der Wackener Feuerwehr! Mitten im Heavy-Metal-Festival! Und die Jungs und Mädels kommen gut an mit ihrer Trötmusik.
Isabel Bogdan ein Filmchen dazu aufgetan. Must see!

Donnerstag, 18. August 2011

Konformität

Es wird niemand mehr vergast, verschleppt und getötet. Es gibt keinen Krieg in Deutschland. Alles ist okay. Es brauchte Jahre, bis ich verstand, dass wir mit unserem Streben nach Konformität heute noch den Lebensdurst der anderen töten.
mehr bei ein Fremdwörterbuch

Dienstag, 16. August 2011

Torten aus Föhr

Liebe Frau K., lieber Herr K.,

ich sass heute auf der schönen Terrasse des Literaturcafés und hatte die Brigitte, Ausgabe Nr. 18 vom 10. August 2011 zur Hand.
Ich lese selten Brigitte, diese Ausgabe fand ich interessant. Da waren praktisch Urlaubsgrüsse von Euch dabei. Rezepte von Torten, wie sie auf Föhr gebacken und in dortigen Cafés serviert werden.
Keine Ahnung, ob Ihr gerne Torten esst. Noch weniger, ob Ihr gerne selbst backt. Aber dieser Artikel hat mich an Euch und Euren Urlaub erinnert und dass Ihr Föhr einfach liebt.
Und so habe ich mir die Heftausgabe gemerkt und gleich mal online gestöbert.

Einen schönen Urlaub wünsche ich Euch noch und bringt schöne Erinnerungen mit!

Suche

 

Herzensdinge

Hier stand mal was zu Liebe und Verliebtheit. Jetzt hat es sich doch überlebt.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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