Donnerstag, 25. Mai 2006

Übung macht's!

Ich habe gerade eine starke Erkältung, die Nase läuft, ich huste, bin schlapp, trinke jede Menge Tee und als warme Mahlzeit gibt's immer eine Suppe.
Aber: Singen kann ich noch! Tja, Stimmbildung bringt's.

Montag, 22. Mai 2006

Geigenbogen aussuchen

Ich war heute beim Geigenbauer, nach einem Geigenbogen Ausschau halten. (Das mit der Reparatur ist Quatsch. Man kann keine Garantie dafür geben, was am Ende rauskommt.) Drei habe ich zur Probe mitgenommen.
Und was soll ich sagen: Ich weiß nicht, warum Laien eine derartige Schau um Geigenbögen machen. Gute sind für um 300€ zu bekommen. Was will denn ein Laie mit einem Bogen für 1500€? B. aus meinem Orchester hat sich einen solchen zugelegt. Ich höre dabei deutlich, daß der Bogen besser ist als die Geige (besser als der Spieler eh).
Da streichelt der Preis anscheinend das Ego. Versteht mich nicht falsch, B. ist ein netter Kerl, ich mag ihn, aber 1500€ sind einfach vermessen.

Freitag, 19. Mai 2006

Geigenbogenspezialist

Ich habe heute - nach der Generalprobe - mit unserer Solocellistin Sabine Krams über meinen verunfallten Bogen geredet. Sie meinte, der könne noch gerichtet werden, es gäbe Geigenbogenspezialisten dafür. Sie selbst spiele auch mit einem reparierten Bogen.
Na, wenn das kein Wort ist! Und sie will sich das dann mal am Sonntag angucken. Wow!
Leute, überlegt Euch, diese Frau ist stellvertretende Solocellistin an der Frankfurter Oper!

Also, diese Frau ist schon wirklich supernett.

Redundanz

Die Redundanz bezeichnet das Überflüssige, Unnötige, in der Informationstechnik das, was keine Information bietet.
Wenn etwas unnötig ist, dann möchte man es gerne weglassen. Ist doch unnötig, oder?
Stimmt nicht, Redundanz ist wichtig. Habe ich gestern erst wieder erlebt. Ich hab mir eine Sendung aus dem SWR1 Leute Podcast reingezogen. Dabei fehlt dann die Musik, die bei der Sendung mit über den Äther läuft. D.h. die Sendung dauert zwei Stunden, der Podcast eine halbe Stunde.
Eine halbe Stunde Podcast hat mir gereicht, danach war ich abgefüttert. Während ich zwei Stunden SWR1 Leute locker durchstehe. Eine zweite am Nachmittag - wenn's mich interessieren würde - würde mir nichts ausmachen. Aber einen zweiten Podcast würde ich mir nicht anhören, auch wenn's mich noch so sehr interessiert.

Telefonmanieren

Ein Artikel in der rnz setzt sich gerade mit Handy-Manieren auseinander: Das Handy klingelt in allen Lebenslagen, so der Titel.
Es klingelt im Beichtstuhl (nicht beim Pfarrer, sondern der Beichtenden), bei der Massage (die Masseurin), Leute telefonieren im überfüllten, öffentlichen Bus und plaudern dabei intimste Dinge aus, sie telefonieren während einer Sitzung auf dem Klo, und, und, und, ...

Ich finde, es ist nicht nur der Umgang mit dem Handy. Auch der Umgang mit den Schnurlosen. Weil die einem ja Mobilität einräumen. Statt sich ganz dem Gesprächspartner zu widmen, tun die Schnurlos-Leute noch sonstige seltsame Dinge.
Ein Studienkollege telefonierte immer auf dem Klo. Solange auf dem Örtchen sonst nichts passiert, juckt mich das nicht, aber bei den Hintergrundgeräuschen? Hanna - sie kommt in meiner Rubrik "Olles" öfter vor - trinkt mit schöner Regelmäßigkeit während des Telefonierens (essen weniger). Diese Schluckgeräusche sind sehr unangenehm. Mich nervt das jedesmal (okay, mittlerweile habe ich sie eh auf Eis gelegt).

Nun telefonier ich sehr wenig, wie geht es dann erst den Vieltelefonierern?

Donnerstag, 18. Mai 2006

Ruf aus der Provinz

Mein Vater ist eine alte Glucke. Jetzt will er mir anschaffen, daß ich mich bei Voith bewerbe. Und dann bei ihm daheim wohne.

Nur nicht! Bloß nicht! Ich weiß gar nicht, was ich dort soll, ich würde versauern. Was er sich natürlich nicht vorstellen kann. Mal kurz auf Besuch, das ist recht, aber sonst? Ich bin immer froh, wenn ich wieder weg bin.
Alles, was ich hier habe, aufgeben? Verrückt!

Nachtrag:
Ich hab so den Eindruck, bei meinem Vater geht vorwärts und rückwärts, vorwärts und rückwärts. Im Rückblick auf das heutige Telefonat habe ich den Eindruck, daß es ihm am Ende doch gereicht hat, daß ich mit ihm geredet habe.
Heute würde man sagen, ach, der Mann ist alt. Aber ehrlich: Früher war er unausstehlich, und da konnte man das nicht aufs Alter schieben.

die Geige

Man Vater hat sich nun nach der Geige erkundigt. Und nicht viel rausgebracht. Aus der DDR sei sie. Nun, das wußte ich auch schon. Vom Geigenbauer, der feststellte, daß das eine sächsische Geige sei.

Er hat noch nichtmal in Erfahrung gebracht, was die Geige wert ist. Hallo? Die wurde doch gekauft, oder? Kein Pieps zum ungefähren Alter, auch kein Pieps zum Bogen.
Manche Leute sind seltsam.
Ich meine, das Instrument ist gut, und so eine Geigenanschaffung ist nicht irgendwas.
Na ja, wahrscheinlich ist soviel Zeit drübergegangen, daß sich der Vorbesitzer einfach nicht interessiert.

Nachtrag:
Ein Gutes hat die Sache: Niemand wird mir je die Geige streitig machen. Das ist schonmal beruhigend.

Grüße ausrichten

Jeder kennt diese Radiosendungen, in denen man Grüße ausrichten kann. Teilweise werden die Leute auch von den Moderatoren live angerufen und reden mit ihnen ein bißchen.

Den Sinn und Zweck habe ich nie so richtig verstanden, ich dachte immer, daß manchen sowas halt gefällt.

Nun habe ich erfahren, daß so etwas lebensrettend sein kann. Ich habe den Podcast der SWR1-Leute-Sendung mit dem Studiogast Lothar Hintze gehört. Lothar Hintze war 2001 in Kolumbien von Guerilleros enführt worden und dort mehrere Jahre in Geiselhaft. Er erzählte Herrn Heim, daß die Geiseln dort im Lager Radio hören konnten, mit einem kleinen Weltempfänger. Sie hätten sich Antennen gebastelt und genau ausgerichtet, um ihre Sender zu empfangen. Und manchmal kamen über die Wunschsendungen Grüße von Angehörigen.

Montag, 15. Mai 2006

Unterhosenprobleme

Lisa schrieb einen Artikel über die letzte Unterhose.

Ich hab da irgendwie andere Probleme mit der Unterhose. Ich find's so elendig, Unterhosen einzukaufen. Es muß der richtige Schnitt sein.

Es geht dabei nicht um String-Tanga oder Jazz-Pants oder was auch immer (das ist banal), es geht darum, ob es sitzt, und zwar v.a. allem an den Beinen, daß die nicht eingeschnürt werden. Dann die richtige Qualität. Wer will schon Synthetik (erst letztens hat mir zwar einer von der Hautfreundlichkeit von Synthetik vorgeschwärmt, aber da bin ich anderer Meinung)? Und zum Schluß noch die Farbe: Ich mag nicht unbedingt Einheits-Weiß, -Rot, -Schwarz. Ich hätte gerne was Lustiges, Buntes, aber nicht aus der Kinderecke und auch nicht aus der Schnuckchenecke.

So tue ich mich mit Unterhosen sehr schwer, und ziehe meine Besten auch noch mit Löchern und ausgeleiertem Gummi an.

Sonntag, 14. Mai 2006

Unfall-Bogen

Mein Geigenbogen muß einen Unfall gehabt haben, haben Sandra - meine Pultnachbarin - und ich ausklamüsert.

Ich habe meine Geige geerbt (um ein paar Ecken, der Vorbesitzer lebt schon noch) und weiß praktisch nichts von ihr. Es ist eine gute Geige, aber der Bogen, der ist Scheiße.
Dieses Wochenende nun hatten wir Probenwochenende und die Solocellistin Sabine Krams war auch da. Die ist sehr nett und hatte - weil einer drum gebeten hatte - ein paar Geigen dabei und ganz viele Bögen.
So sind Sandra und ich auf Bögen zu sprechen bekommen und ich habe mich mal wieder über meinen beklagt. Also wollte Sandra ihn mal ausprobieren. Und fand, daß er gar keine schlechte Eigenschaften an sich habe, aber schwer zu führen sei er.
Tja, nun ist es so, bei dem Teil ist oben die Spitze kaputt. Also sind wir drauf gekommen, daß der Bogen ursprünglich mal ein guter war (wäre ja auch bescheuert, ein schlechter Bogen zu einer guten Geige). Jetzt allerdings ist es wie bei einem Menschen, der eine Gehirnerschütterung hat. Die Bestandteile sind schon noch da, aber nicht ausbalanciert.

Ich hab nun meinen Vater angerufen (aus der Verwandtschaft seiner Lebensgefährtin stammt der Bogen), mal sehen, was er rausbringt. Ich bin schon sehr gespannt.

guter Spielbericht

Der Höhlenkriecher Eberhard hat einen guten Baseball-Spielbericht (mit Bildern) vom Doubleheader Tübingen Hawks vs. Heidenheim Heideköpfe geschrieben.
Eberhard ist schon lange bei den Heideköpfen dabei, aus Zeiten, als sie noch auf dem ersten Platz spielten und die Bundesliga noch in weiter Ferne war. Er spielt auch selbst in der Fanmannschaft der Heidenheim Heideköpfe (sofern sie noch existiert). Somit ist er ein profunder Kenner der Szene hierzulande und des Baseball-Sports. Gleichzeitig ist er aber kein Offizieller, sondern berichtet aus seiner hochst subjektiven Sicht - was heißt, daß er auch nicht irgendwelche geleckten Rücksichten nehmen muß. Vielleicht hat er auch einen frischeren Blick, weil er ja - anders als ein Spieler - sich nicht jeden Tag mit Baseball abgibt.

So liest sich sein Spielbericht sehr viel interessanter als der, den man auf der Seite der Heidenheimer oder Tübinger zu lesen bekommt (was vielleicht auch daran liegt, auf Heidenheimer Seite zumindest, daß einer der Spieler den Bericht geschrieben hat).
So ein Run-Down z.B. ist ein nervenaufreibende Sache:Eigentlich hatte die Defensive nach vielen Aussetztern das Geschehen wieder einigermassen im Griff, als es nach einem Fehlwurf zu einer Run-Down Situation zwischen drittem Base und der Homeplate kam. Dabei wurde Hagen Rätz in die Zange genommen und vom Third Base Man filmreif mit zwei Faustschlägen fast k.o. geschlagen. Hagen reagierte soverän und rannte - den Verteidiger aus der Running Line schubsend - zur Homeplate. Tübingen freute sich über das dritte Aus, und Heideköpfe Manager Klaus Eckle schickte sich an, diese Situation mit den Umpires auszudiskutieren. Coach Gregg Raymundo gesellte sich zu der lautstark diskutierenden Runde, ein paar Tübinger stellten sich ein, und so wurde die Sache besprochen. In den Spielberichten von Heidenheim und Tübingen fehlt das völlig, dabei ist so etwas zumindest für den Zuschauer (aber für den Spieler garantiert auch) eine spannende Sache.

Wer interessante Berichte aus der Welt des Baseballs lesen will, dem sei der Höhlenkriecher Eberhard wärmstens empfohlen.

Donnerstag, 11. Mai 2006

ich hab einen angesteckt

Ich hab einen angesteckt mit der Bloggomania: Den Eberhard, seines Zeichens Höhlenkriecher (er bietet Kraxeleien durch Höhlen an). Das muß ein ganz neues Bloghoster sein, den kannte ich noch gar nicht.
Ich hab ihn gleich in meine Blogrolle eingefügt: über und unter Tage

Ein herzliches Willkommen den Höhlenkriechern!!!!! Trara, trara, traraaaaaa!!!!!

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Herzensdinge

Hier stand mal was zu Liebe und Verliebtheit. Jetzt hat es sich doch überlebt.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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