Mittwoch, 16. Mai 2007

Kleine Umfrage zu Liebe und Verliebtheit

Was ist Euch lieber:

Verliebtheit oder Liebe?

Gebt Eure Kommentare ab mit Begründung dazu! Diskutiert ruhig ausführlich!

Ich selbst gebe der Liebe ausdrücklich den Vorzug, Verliebtheit dagegen kann ich nicht ausstehen (das vermeide ich, wenn es geht).
Wenn ich mir nun den Tipp mit den Portugiesen anschaue, dann ist die Verliebtheit anscheinend bei manchen Leuten der einzige Zustand, in dem sie zu ertragen sind.
Und wenn ich mich in der Popliteratur umschaue, dann gibt es nur Verliebtheit mit Sehnsucht und Halten und Klammern, Liebe dagegen ist unbekannt (auch wenn das von den (Sanges-)Helden keiner zugibt).

Also los, gebt Euren Senf ab!

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alex_blue - 16. Mai, 10:25

Oh, ich bin die erste.
Also ich finde beide Gefühle unglaublich schön !
Erst die tolle Zeit der Verliebtheit, die dann (im Idealfall) sich zu wirklicher Liebe entwickelt.

Bestürzend finde ich, daß viele Menschen Verliebtheit mit Liebe verwechseln. Da wird nach 3 Tagen von "wahrer Liebe" gesprochen, nach 5 Tagen trennt man sich dann (kommentarlos) wieder... das hat mit echter Liebe doch nix zu tun !?

Woran erkennt man, was Verliebtheit ist, und was Liebe ? Mh. Kann man das objektiv beantworten ? Ich glaube nicht. Dazu gehört wohl auch die Erfahrung. Wie soll man mit 14, 15 in der ersten Verliebtheit wissen, was Liebe ist ? Wie sich das anfühlt ? Jetzt mit 35 kann ich das schon eher beurteilen, wenn man beides erlebt hat, wenn man einfach weiß, das die Gefühle über Verliebtheit hinausgehen.

Violine - 16. Mai, 14:32

Ich mag's nicht so, wenn mir schummrig ist. Aber vielleicht bin ich auch nur ein Schisser?
Claudia (Gast) - 16. Mai, 19:26

Ich mag beides! Ganz klar beides. Die beiden Gefühle sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt einem davon den Vorzug zu geben.
Vielleicht sollte ich irgendwann ein Buch über die Liebe und das Verliebtsein schreiben, denn darin bin ich eine wahre "Expertin".

Violine - 16. Mai, 19:45

Au ja, mach mal!
Und wahrscheinlich ist das für Dich wieder ein Projekt zur Selbstfindung. Du sagst ja selbst, Nichtlieben kannst Du Dir nicht vorstellen, Nichtschreiben schon eher.
Die Liebe ist elemantar in unserem Leben.

Bei dem Punkt Verliebtheit hatte ich auch an den Gründerrausch gedacht, womit ich mich letztes Jahr auseinandergesetzt hatte. Und da war die (Selbst-)Verliebtheit alles andere als gut und hat für eine Menge (herber) Enttäuschungen gesorgt. (Dazu gehört auch das Stichwort Hype-Zyklus.)
Und an "psychotisch dekompensieren" hatte ich wegen der Portugiesen gedacht. Vielleicht können die aus ihren gesellschaftlichen und familiären Zwängen nur raus, wenn sie im Rausch der Verliebtheit sind. (Deswegen hatte ich auch auf den hochwissenschaftlichen Wikipedia-Artikel verlinkt, der für alle Verliebten erstmal wie eine Beleidigung anmutet.)
Nielsson - 16. Mai, 20:28

Ich kenne weder das eine noch das andere.
Aber alle Leute die ich kenne, denen ist der Unterschied bewusst. Und die meisten möchten beides haben mit einer leichten "Vorliebe" für andauernde Liebe.

Und übrigens: Wenn man das "Richtige" (oder den Richtigen") hört, dann geht es da durchaus um Liebe. Spontan fallen mir da Laith Al-Deen und vor allem Herbert Grönemeyer ein.

Violine - 16. Mai, 20:46

Du wirst es noch kennenlernen. Besonders die Liebe gibt es in vielen Schattierungen. Das muß nicht nur die Liebe zum festen Partner sein. Das kann auch die Liebe zu einem Hobby sein, zum Beruf, zum Haustier, ...

Bezüglich der Popliteratur hatte ich mein schlaues Buch von Luise Reddemann Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (und Bryan Adams und Musikvideos etwa auf Viva) vor Augen. Ich zitiere von S. 124/125:Leider wird vieles als Liebe bezeichnet, was weit davon entfernt ist, Liebe zu sein.
Wenn Sie sich z.B. bekannte Literatur ansehen, in der es um eine "Liebesgeschichte" geht, so handelt es sich meist um etwas, das hauptsächlich aus Festhalten und Klammern besteht. Besonders krass ist das an den gängigen Schlagern festzumachen. Meist geht es ums Brauchen und Gebrauchtwerden. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber es hat mit Liebe nicht viel zu tun. Liebe ist ein Kind der Freiheit, heißt es, oder vielleicht eher auch die Mutter oder Schwester. Jedenfalls verträgt sie sich nicht gut mit brauchen und festhalten.
Sie hat viel mit Absichtslosigkeit und Achtsamkeit zu tun.


P.S.: Kannst Du auf die Liedtexte verlinken? Einfach nur html-Code einfügen. Das geht wie beim Artikelschreiben, nur fehlt bei den Kommentaren halt der Editor.
Nielsson - 16. Mai, 21:53

Liedtexte will ich keine einfügen, aber die kann man ja leicht finden.

Nach 3 Minuten suchen 3 Stücke:
Herbert Grönemeyer - Mehr geht leider nicht
Rainhard Fendrich - Wie Tag und Nacht
Laith Al-Deen - The Invitation (Ich will nur wissen)

Natürlich ist es auch immer eine Frage der Perspektive, was man als echte Liebes(bezeugung) in einem Lied durchgehen lässt.
Allgemein ist es aber wahrscheinlich so, dass echte Liebe nur wenig verwertbare Spannung für einen Liedtext bieten...
Violine - 16. Mai, 21:56

Wahrscheinlich kommt es auch auf das Genre und den Interpreten an. Je nachdem sind Luftschlösser (wenn ich mir so die Musivideos angucke) oder Realismus, das echte Leben, gefragt.

Der Grönemeyer: Mehr geht leider nicht
Der Fendrich: Wie Tag und Nacht
Der Al-Deen: The Invitation (Ich will nur wissen)

Und von mir noch Joan Baez im Liebesschmerz: Boulder to Birmingham
Violine - 17. Mai, 18:26

mein Senf

Hmmm, Ihr schreibt, Euch sind beide Gefühle lieb. Das ist nun ein anderes Erleben als meines, und darüber mußte ich erstmal nachdenken.

Ich denke, wenn man die Verliebtheit ausleben kann, dann hat man ein (jetzt hört es sich sehr sachlich an) annehmendes Umfeld.
Nicht wahr, sachlich? Aber erinnert Euch an das, was ich über harte Frauen geschrieben habe (was ja auch für harte Männer gilt). Die leben für mich nach seltsamen Koordinaten, die erfüllt werden müssen. Es gilt ein gewisser Erfolg und für Erfolg braucht es Kontrollierbarkeit, Planbarkeit. Verliebtheit hat mit Kontrollierbarkeit, Planbarkeit nicht sonderlich was zu tun.

Das nächste, woran ich denke: Mit einem Strohfeuer kann man ganz schön auf die Schnauze fallen. Ich bin ja nicht so einfach aufgewachsen, und ich hab's einfach gelernt und erfahren, daß auf Substanz zu achten ist. Die Liebe ist das, was Substanz, was ein Fundament hat.
Und ich wäre auch gerne bewußt dabei bei dem, was ich tue. Vielleicht bin ich so, aber ich denke, auch hier spricht die Erfahrung mit (Familie ist einfach prägend). (Andererseits: Hartherzig bin ich bestimmt nicht und ich lebe sehr gerne von ganzem Herzen.)

alice hive (Gast) - 26. Jan, 21:23

Ich halte Liebe nicht für einen Gefühle, sondern für einen Zustand (wie auch "Glück"). Deswegen muss ich mich auch nicht zwischen Verliebtheit und Liebe entscheiden, genauso wenig wie zwischen Glück und Trauer.
Ohne Liebe wäre das Leben nicht lebenswert, ohne Verliebtheit wäre es langweilig. ;)

Anna-Lena (Gast) - 30. Mai, 19:58

Liebe oder Verliebtheit

Verliebtheit - das sind für mich die Schmetterlinge im Bauch und die Welt mit der rosa Brille sehen. Verliebtheit kommt und kann auch schnell wieder vergehen. Wenn sie bleibt, kann Liebe daraus werden, ein Zustand des entweder-oder, alles-oder nichts, in guten, wie in schlechten Tagen, ein Gefühl, angenommen zu sein, mit allem Wenn und Aber...

Anna-Lena :-)
steppenhund - 31. Aug, 13:34

"Ohne Liebe wäre das Leben nicht lebenswert, ohne Verliebtheit wäre es langweilig. ;)"
Ein richtig gutes Bonmot.

Was ist denn Liebe?

Na, man müsste erst mal definieren, was unter Liebe zu verstehen sei. Wenn man aber zwischen Liebe und Verliebtheit entscheiden soll, kann es sich meiner Meinung nach nur um die romantische/erotische Liebe handeln. Denn Menschenliebe und Verliebtheit vergleichen zu wollen, fände ich zu weit hergeholt.

Nun denn, ich finde beides schön. Die Verliebtheit ist einfach ein tolles Gefühl, das ich zwar schon eine ganze Zeit nicht mehr erlebt habe, an das ich mich aber noch gut erinnern kann. Und natürlich habe auch ich immer wieder den Fehler gemacht, jede Verliebtheit gleich für die große, ewige Liebe zu halten. Was mir dann irgendwann fürchterliche Enttäschungen bescherte.

Aber Liebe, was könnte das sein? Bestimmt dieses eher stille, aber dafür tiefere Gefühl der Vertrautheit. Dass man sich eins fühlt mit dem Partner/der Partnerin. Wobei ich das so eigentlich nie erlebt habe. Es blieb immer ein Rest Isolation übrig, ein wenig Einsamkeit in der Partnerschaft. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Grenzen des eigenen Ich völlig aufzulösen. Vermutlich wäre das auch krankhaft.

Wenn wir aber mal weggehen von der romantischen Liebe und uns eine allgemeinere Liebe vorstellen, dann muss es sicherlich eine allumfassende Liebe sein. Die Liebe zu allem, was existiert, wenigstens zu allem Lebendigen. Zu Menschen und der Menschheit als Gesamtheit, zu Tieren und zu Pflanzen.

Und eigentlich dürfte es dann nicht mehr möglich sein, Tiere zu essen. Ich selbst habe es nur vier Jahre lang geschafft, konsequent vegetarisch zu leben. Nun unterstütze ich (wenn auch möglichst selten) wieder ein immenses Tierleid, indem ich Wurst kaufe. Fleischkonsum ist eine Sucht. Okay, das war jetzt ein wenig „off-topic“, wie es so schön heißt. Verzeiht mir.

Grünäuglein - 16. Jun, 22:18

fließende Übergänge?

Kann aus Verliebtheit sich im Laufe der Zeit nicht auch Liebe entwickeln? Und kann anders herum, nicht auch nach jahrelanger Liebe wieder Verliebtheit (in die gleiche Person!) entstehen? Ich finde nicht, dass man diese Dinge so einfach trennen kann und Verliebtsein mit Schmetterlingen am Anfang und Liebe mit den Tiefen einer längerfristigen Beziehung gleichsetzen kann und sollte.

Ew1glich - 11. Aug, 22:46

Im Grunde ist man ja immer auf der Suche nach der Liebe. Verliebtheit dagegen macht für viele doch das Ganze eher "spannend" und somit auch überhaupt erst erstrebenswert. Für mich ist auch beides gleichzusetzen. Obwohl ich, wenn ich so ganz kühl drüber nachdenke, ist doch die Liebe das, nachdem man strebt. Wenn ich mir das Leben in meinem gesamten Umfeld angucke, dann scheint dies nie ganz zu funktionieren, da immer wieder der Wunsch nach "Spannung" und somit neuer Verliebtheit aufkommt...

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- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

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