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beziehungsweise

Dienstag, 1. Dezember 2009

"vernünftig" bzw. "Gott hat gesagt"

Ein Artikel bzw. v.a. dessen Kommentare bei Mitten am Rand hat mich ins Nachdenken gebracht. Wie die Leute argumentieren! Und scharf austeilen! Und wo nehmen die Leute so ihre Selbstsicherheit her, v.a. bei sensiblen Sachen?

Weitergedacht. Es wird ja auch im Sinne der "Vernunft" argumentiert. Doch was ist "Vernunft"? Wer legt das fest?
Bis ich schlussendlich zu der Feststellung kam, dass das Argumentieren mit der "Vernunft" oft dasselbe ist wie manche Menschen sagen "Gott hat gesagt". Es gilt natürlich nicht für alle, aber man findet es immer wieder.
Diese Menschen wollen keine Widerworte hören und vertreten eigentlich die ureigensten Interessen. Ob man nun Gott als als widerspruchsfreie Autorität nimmt oder irgendeine Ideologie ist egal, Hauptsache, man fühlt sich im Recht, auf dem Sockel, von dem man nicht heruntergestossen werden will.

Donnerstag, 26. November 2009

der Umgang, den man pflegt

Jeannette Sturm erzählt auf dem Blog Soziale Manieren in ihrem Beitrag, wie sie, bürgerlich aufgewachsen, immer mindestens belächelt wurde, wenn sie "nicht-bürgerlichen" Umgang pflegte (und immer noch pflegt). Und erzählt von einer Bekanntschaft.

Dunkel hab' ich was in Erinnerung, dass es sich nicht schickte, "nicht-bürgerliche" - also "nicht-ordentliche" - Bekanntschaften zu pflegen.
Schon sehr seltsam. Was fällt denn unter "bürgerlich" und damit unter "ordentlich"? Probleme haben die einen wie die anderen, sogar dieselben. Die Fassade ist eine andere, der Verputz, aber das ist schon alles.

Ich selbst pflege - auf der sozialen Leiter gesehen - den unterschiedlichsten Umgang. Was ich dagegen nicht haben kann, das sind zerstörerische oder selbstzerstörerische Verhaltensweisen. Ein Alki hat bei mir keine Chance. Mit Borderlinern bin ich vorsichtig. Schauspieler will ich nicht, weil ich weiss, wie gefährlich das ist.

Und Ihr? Habt Ihr auch solche Erinnerungen? Oder bestehen diese komischen Anforderungen nach "bürgerlich" auch heute noch?

Donnerstag, 19. November 2009

ich hab' Dich lieb

Heute auf Arbeit habe ich länger mit meiner Kollegin geredet. Sie ist schon etliche Jahre dabei und trägt sich mit dem Gedanken zu kündigen. Sie hat etliches zu kritisieren. Da ist einfach allzu Menschliches dabei, aber auch, dass sie die alten Zeiten vermisst, als die Firmenmitglieder wohl ein eingeschworenes Team waren.
Vor ein bis zwei Jahren sind etliche Neue dazugekommen, und seither hat sich einiges verändert. Kein eingeschworenes Team mehr. Andere Gepflogenheiten.

Im Darübernachsinnen kam es mir, wie wichtig es doch ist, seinem Gegenüber die Wertschätzung ihm gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Also bin ich nach der Arbeit gleich mal losgetigert und habe meinem Betreuer, der mich die ganze Zeit so nett, engagiert und freundlich betreut hat, eine Tafel Schokolade gekauft. Das muss sein.

Freitag, 23. Oktober 2009

Sammlerin

Ich bin eine Sammlerin. Ich sammle keine Briefmarken, keine Bierdeckel, keine Muscheln, ... Ich sammle schöne Zwischenmenschlichkeiten wie die mit dem Kaffeetrinken. Das sammle ich und wärme mich dran. Jawoll. Denn unsre Nachrichten mag ich nicht so gern, die sind IMMER so negativ, es sei, die Fussballer haben einen Titel gewonnen oder so. Das finde ich aber auch nicht so die rechte Freude. Freude macht nettes Zwischenmenschliches. Das halte ich mir dann auch extra vor Augen. Denn ich mag mir meine gute Laune nicht vermiesen lassen. Mir nicht ausreden lassen, dass es Schönes auf der Welt gibt.
Und bei dem Fahrradhändler meines Vertrauens bleibe ich natürlich.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Kaffee trinken

Dieses Jahr habe ich mir ein neues Rad zugelegt, weil mein altes plötzlich mit verbogenem Rahmen im Hof stand. Da war nichts mehr zu retten.
Bei den neuen Fahrrädern heutzutage gehören die Inspektionen dazu, wie man sie auch vom Auto kennt. Die Erstinspektion ist kostenlos, und die habe ich dieser Tage durchführen lassen.
Am nächsten Tag um 15 Uhr sei das Fahrrad so weit, liess mich der Händler meines Vertrauens wissen. Kurz nach dieser Zeit war ich dann dort. Oh, oh, man habe es noch nicht geschafft, man brauche noch 20 Minuten. Wenn ich wollte, könne ich gerne Kaffee trinken gehen auf Kosten des Hauses. Wenn ich den Bon mitbrächte, dann sei das okay.

Ist das nicht nett? Wo findet man heute schon so etwas?

Sonntag, 30. August 2009

eine schöne Hochzeit

Gestern war die Hochzeit von Jule und Jan.

Was ich besonders schön fand: Der Programmpunkt des Bräutigams bei der Feier.
So etwas sieht man ja selten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bräutigam in der Regel daran denkt, seiner Frau an ihrem ersten gemeinsamen Hochzeitstag auf diese Art eine Freude zu machen.

Also, eigentlich hat Jan zwei Beiträge geliefert. Bei den Ansprachen am Anfang hat er sich auch beteiligt, er hat der Jule ein Gedicht gemacht und laut vorgelesen.
Aber später war er der Abschluss der Programmbeiträge. Und das fand ich sooo toll!
Er hat sich überlegt, der Jule ein Lied zu singen. Dazu dachte er nach, was an Jule so besonders auffällig ist. Das sind ihre Augen. Leuchtend blau.
Das sind sie wirklich, leuchtend, deswegen erkennt man Jule sogar auf jedem Schwarzweissfoto.
Wegen der blauen Augen hat er dann auf youtube geforscht. Und eine Techno-Version von "deine blauen Augen" gefunden. (Erinnert Ihr auch an die NDW? Da war das Stück sehr bekannt, aber ich weiss nicht mehr, wer das gesungen hat.) Er hat es uns vorgespielt, meinte dann aber, zum Nachsingen sei dieses Technostück doch zu schwer.
Also weitere Recherchen. Er ist dabei auf "die Prinzen" gestossen. Ich wusste gar nicht, dass die das auch gecovert haben. Aber ob es richtig sei, ein Stück von den Prinzen zu singen? Schliesslich war Jule ja mal in einen von denen verknallt. Beweis gefällig? Oho, in dem Stück "Küssen verboten" singen sie doch "schon in der Schule - ich war sieben Jahre alt - da war die Jule, total in mich verknallt". Das sei Beweis genug. Nein, nein, so ginge das nicht. Und er hat "Ich habe mein Herz in Heidelber verloren gesungen" unter rhythmischem Klatschen der Zuhörerschaft.

War schön!

Montag, 6. Juli 2009

Link des Abends

Ein Youtube-Filmchen, von einer Freundin geschickt. Anrührend.
Hier kommt es:
Validation - You are great!

Samstag, 16. Mai 2009

Gedanken an meine Cousine

Der Mann meiner Cousine ist vor ein paar Jahren ganz plötzlich verstorben. Sie kam grad vom Krankenbesuch heim, als der Anruf vom Krankenhaus kam, dass er tot sei.
Entsetzen und Schock bei der ganzen Familie, sie konnten es nicht fassen, wussten nicht, wie weiterleben ohne ihn.
Meine Tante, also ihre Mutter, hat ihnen einen schönen Begräbnisgottesdienst gestaltet. Ich fand das wunderbar damals, sie waren sooooo sehr in Trauer. Die Fürsorge tat ihnen bestimmt gut.

Heute denke ich wieder daran, denn in mehreren Blogs las ich von French Connection, einem Brigitte-Blog, in das ich schon öfter reingeguckt, dann aber wieder aus den Augen verloren habe. Christiane aus Köln schreibt da über ihren jetzt schon mehrjährigen Frankreich-Aufenthalt. Der sich nun sehr gewandelt hat. Sie hat dort letztes Jahr geheiratet und nun liegt ihr Mann im Sterben. Krebs.
Beim Rumsurfen darüber bin ich dann über ein weiteres Sterbetagebuch gestolpert, das von Andrea. Auch ihr Mann hatte Krebs. Hatte, er lebt seit etwas mehr als einem halben Jahr nicht mehr. Nun beschreibt sie die Trauer.

Das alles lässt mich an meine Cousine denken. Wie es ihr nun wohl geht? Sie steckt bestimmt noch sehr in Trauer. Wie geht es ihrer kleinen Tochter, dem grossen Sohn? Sie waren damals so fertig über den Verlust.

Kontakt halten ist ziemlich schwer, da es die Verwandtschaft väterlicherseits ist, und der wiederum ist ein ziemlich schwieriger Mensch, vor dem ich meine Ruhe haben möchte. Er versteht sowieso nichts. Er hat die Trauer der Angehörigen nicht verstanden, den Trauergottesdienst auch nicht. Es war halt einfach Gesprächsstoff, mehr nicht.
Meiner Tante habe ich vor ein paar Wochen in einem Brief gedankt für ihre Fürsorge und Liebe, mit der sie sich kümmert, das muss halt reichen.

Sonntag, 19. April 2009

lesenswert

Die Arroganz der Routiniers gegen uns Neulinge

Sehr gelungen. So leiden wir und so machen wir uns und anderen das Leben schwer.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Quasselfall

So hat sich heute Robèrt genannt. Er quasselt wie ein Wasserfall, also ist er ein Quasselfall. ;-)

Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

Aktuelle Beiträge

Eine Freundin von mir...
Eine Freundin von mir beschäftigt sich sehr gerne...
Violine - 1. Dez, 16:09
Also wenn es wirklich...
Also wenn es wirklich so ist, dass man bestimmte Krankheiten...
Julia (Gast) - 1. Dez, 16:04
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Na ja, Amberlea bleibt ja nicht viel anderes übrig....
Violine - 1. Dez, 14:49
Na ja, beim Thema Abtreibung...
Na ja, beim Thema Abtreibung gibt es keine Kompromisse....
Violine - 1. Dez, 14:46
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Es geht häufig ja aber auch um Kompromisse. Und...
Schaps (Gast) - 1. Dez, 14:36

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