Haushalt
Mal wieder erhellend. Ich zitiere aus dem ABC des guten Lebens: Haushalt.
Haushalte galten in der patriarchalen symbolischen Ordnung Jahrhunderte lang als private Königreiche kontrollberechtigter Väter, als quasi naturgesetzlich funktionierende, zwar notwendige, aber theoretisch belanglose “Keimzellen des Staates”. In ihnen hatten Sklavinnen und Sklaven, Ehefrauen, Kinder und Haustiere die materiellen (Materia von griechisch Mater/Mutter) Bedürfnisse zu befriedigen und so – möglichst unsichtbar – die “Unabhängigkeit” der Staatsbürger herzustellen und zu garantieren. Was in Haushalten jenseits von bloßer Bedürfnisbefriedigung geleistet wurde – Sinnstiftung, Beziehungspflege, Kultur, Liebe – blieb unsichtbar.
So klar hatte ich mir das noch gar nie gemacht, wenn ich es auch ablehne und so nicht lebe.
Mir gehen die Augen auf, denn oft wird das so noch gelebt und die Herren denken, sie hätten ein ganz selbstverständliches Recht darauf.
Meine Güte!
Haushalte galten in der patriarchalen symbolischen Ordnung Jahrhunderte lang als private Königreiche kontrollberechtigter Väter, als quasi naturgesetzlich funktionierende, zwar notwendige, aber theoretisch belanglose “Keimzellen des Staates”. In ihnen hatten Sklavinnen und Sklaven, Ehefrauen, Kinder und Haustiere die materiellen (Materia von griechisch Mater/Mutter) Bedürfnisse zu befriedigen und so – möglichst unsichtbar – die “Unabhängigkeit” der Staatsbürger herzustellen und zu garantieren. Was in Haushalten jenseits von bloßer Bedürfnisbefriedigung geleistet wurde – Sinnstiftung, Beziehungspflege, Kultur, Liebe – blieb unsichtbar.
So klar hatte ich mir das noch gar nie gemacht, wenn ich es auch ablehne und so nicht lebe.
Mir gehen die Augen auf, denn oft wird das so noch gelebt und die Herren denken, sie hätten ein ganz selbstverständliches Recht darauf.
Meine Güte!
Violine - abgelegt unter beziehungsweise - 26. Dez, 09:21
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