Zum Üben fürs Orchester.
Mit dem neuen Dirigenten fällt mir das Üben leichter. Ich muss mich nicht dazu zwingen. Und ich vermute - wissen tu ich es noch nicht - es hat auch Taug fürs Orchester und ist nicht, wie beim vorigen Dirigenten, für die Katz.
Der neue Dirigent ist so entspannt. "Kein Stress, kein Stress", sagt er immer. Und damit habe ich dann auch einen anderen Zugang zur Musik. Läuft mir rein.
Der alte Dirigent lief mir eben nicht rein. Als ob er nur Stress kennen würde. Nur, es aus sich und aus anderen rauszuprügeln.
Nicht meine Welt.
Mir war ja schon klar, dass es eine Sache des Bewusstseins ist, aber dass es vor allem auch mit dem Bewusstsein des Dirigenten zusammenhängt, das war mir nicht klar.
Tja, schau mer mal wie's weitergeht.
Violine - abgelegt unter
Musik - 11. Jul, 16:43
Sie werden gefeiert: 50 Jahre Rolling Stones.
Steht gerade auf der Website von SWR1 Ba-Wü. Ein Bild dabei. Die vier sehen darauf aus wie Karikaturen ihrer selbst. Als sei das Foto nicht real, sondern die Bearbeitung eines Fotos, bearbeitet von einem Karikaturisten. Hager, allertiefste Falten, das Gebiss sticht nur so raus, grinsend von einem Ohr zum anderen, ... Könnten tatsächlich in einem Vampirfilm posieren. Oder einer Geisterbahn.
Ich habe jetzt mal einen
Link rausgezogen, der hoffentlich länger hält, weil es nicht die Startseite ist (auch wenn auf der Startseite das betreffende Foto grösser ist). Schaut Euch das kleine Bild rechts an. Wie von einem Karikaturisten.
Violine - abgelegt unter
Musik - 10. Jul, 19:46
Gegen Schmerzen - Halsschmerzen zum Beispiel - helfen Zwiebeln, sagt meine Chorleiterin. Und zwar muss man die schneiden, mindestens zehn Minuten so liegenlassen, damit sich die Zwiebeln mit dem Luftsauerstoff verbinden und Sulfide bilden. Denn auf die Sulfide kommt's an, die machen den Schmerz weg.
Das kann man dann in einem Salat oder Tomatensauce oder so essen.
Violine - abgelegt unter
Kraut und Rüben - 13. Jun, 18:32
Das muss man mit einem Augenzwinkern sehen. ;-)
Denn dieses Jahr ist der Clemens-Brentano-Preis in der Sparte Lyrik vergeben worden, und zwar an einen
Alexander Gumz. Bei der Lesung anlässlich der Verleihung war ich dabei. Und hatte nichts verstanden.
Nun, vielleicht sind seine Gedichte vorgelesen auch wirklich schwer zu verstehen, aber ich bin vorher nicht im Mindesten drauf gekommen, mir seinen Lyrikband zu beschaffen.
Ich tat mir also schwer.
Für dieses Blogposting habe ich nach Alexander Gumz im Netz gesucht und im Poetenladen gefunden. Bei seinem
Porträt ist auch eine Auswahl seiner Gedichte dabei. Die nun konnte ich gut lesen (habe das gleich mal gecheckt).
Nun, sei wie es sei. Aber zeitgenössische Gedichte, die ich auf jeden Fall verstehe, auch vorgelesen, das sind solche wie in der
Gastronomiepoesie auf Isabels Blog (längst nicht nur im Posting selbst, sondern v.a. in den Kommentaren).
Ich Banause, ich!
Violine - abgelegt unter
Literatur - 4. Jun, 14:55
Immer wieder kommt mir der Satz von Anselm Grün in seinem Buch "Mein Weg in die Weite" in den Sinn:Jede Theologie ist Ausdruck von Erfahrung.
Wenn ich jetzt noch davon ausgehe, dass jeder Mensch auf seine Art gläubig ist, einen Sinnzusammenhang in seinem Leben sieht, Muster, die auf seinen grossen und kleinen Erfahrungen bauen.
Die social media bringen mir das zur Zeit wieder nahe. Weil durch diese social media die Gesellschaft zusammenrückt. Ich viel mehr mit Menschen zu tun habe, die ich sonst wenig sehe. Wenig sehe aus unterschiedlichen Gründen. Wenn man der Arbeit halber weggezogen ist, aber der Draht zueinander da ist, ist das was anders, wie einen Menschen nicht zu sehen, weil die Erfahrungswelten so unterschiedlich sind. Bzw. nicht nur die Erfahrungswelten, sondern auch die Verarbeitung des Erfahrenen, die Sinngebung dessen, die grundsätzliche Lebenshaltung.
Jetzt "sehe" ich diese Menschen also häufiger, Menschen, die nicht so sehr in meine Lebenswelt reinpassen, in mein Lebensverständnis. Erfahre sie jeden Tag. Das ist mindestens anstrengend bis herausfordernd. Und mit so mancher "Theologie" (also Lebenshaltung, Lebenskonzept) komme ich einfach nicht klar.
Das mit den social media werde ich mehr filtern.
Nachtrag:
Ich bin jetzt allerdings in dem Alter, in dem Menschen sich immer mehr überlegen, mit wem sie zu tun haben wollen und wem nicht. In dem Punkt immer kritischer werden.
Violine - abgelegt unter
Leben - 31. Mai, 21:31
Der
@AbtMartin schreibt Bahngleichnisse (Hashtag #Bahngleichnis). Ob ich's mal mit Geigengleichnissen versuchen soll? Einfach, um meinem Nick gerecht zu werden?
Spannende Sache. Mal sehen, was mir so einfällt.
Ich fürchte, die Bahn gibt mehr her. Oder sollte ich mehr üben, damit mir die Inspiration kommt? ;-)
Zum Appetitanregen, wer sich für Twitter interessiert. Abt Martin über Social Media im Allgemeinen und Twitter im Besonderen:
20. Bodenseeforum. Dauert etwa 1 Stunde, sehr nett anzuhören und zu sehen. Abt Martin in seinem Element.
Violine - abgelegt unter
Blog - 30. Mai, 15:32
Manchmal habe ich genug von social media, so richtig den Blues und will nicht mehr. Das Produkt des letzten Blues war, dass ich es jetzt mal mit Google + versuche. Mal sehen, wie es da ist.
Jedenfalls, diese social media, die machen nun wirklich die Welt zum Dorf. Oder zur Kleinstadt, wo jeder jeden kennt und man alles übereinander weiss.
Dabei mag ich doch so gerne die Anonymität einer Grossstadt. Und ich will nicht alles über meine Nächsten wissen, ein bisschen Geheimnis soll ruhig sein. Und ein gnädiger Drüber-weg-Schauen.
Eben dieses Drüber-weg-Schauen. Das puffert so schön. Aber übers Fratzebuch bekomme ich dann noch manche Dinge schriftlich und unübersehbar geliefert, die mir zwar klar waren, die ich aber mehr in den Hintergrund geschoben habe.
Das letzte, was mir diesbezüglich aufgefallen ist, war die Charakterisierung einer Person aus meinem Bekanntenkreis, die gerade gestorben ist. Jemand - in tiefer Trauer - schrieb einen Nachruf auf den Toten. Denkt man ja, ist ja nett, so rührend und bewegend. Nur: Ich habe den Toten völlig anders in Erinnerung! So gar keine rosa Brille und eher kritisch. Er hatte schon gute Seiten, aber er war recht schwierig im Umgang. So einigen scheint das nicht aufgefallen zu sein, wie schwierig er war.
Da heisst es dann, die Klappe zu halten, eisern, denn mit einer Person in Trauer legt man sich nicht an. Man muss da eisern sein, denn trauernde Personen sind verletzlich, und man muss ihnen die Möglichkeit lassen, das Geschehen auf die eigene Weise zu verarbeiten. Am Besten gar nicht irgendwie irritieren.
Was mich nochmal darin bestätigt hat, nicht zum Gedenkgottesdienst zu gehen. Da würde ich etliche Rosa-Brillen-Träger treffen. Zwei davon sind eh schon auf mich losgegangen, weil ich auf Facebook geschrieben hatte, dass ein Wegbegleiter im Sterben läge.
So nah auf einander hocken, wie social media das möglich machen, das will ich gar nicht.
Violine - abgelegt unter
Blog - 28. Mai, 10:40