Heute Generalprobe gehabt. Samt dem Chor. Aufgebaut war schon. Der Chor war beim Einsingen. Währenddessen hat das Orchester schon mal Platz genommen.
Leider war einer der Orchestersitze durch den Krempel des Dirigenten belegt. Jacke und v.a. Rucksack, der aus allen Nähten platzte.
Ein Geiger - ein Mann, wohlgemerkt - hat den Rucksack hochgehoben und an einen anderen Platz, den richtigen, gestellt. Der Geiger hat sich schwer getan.
Daraufhin meinte eine Cellistin, in dem Rucksack sei des Dirigenten ganze Musikalität!
Ich musste gut lachen, denn wirklich musikalisch ist das nicht, was der mit uns (und auch dem Chor) abgezogen hatte.
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Musik - 25. Nov, 21:10
Heute in der Generalprobe hat unsere Dirigent verkündet: Dass er geht! Dass das Konzert am Sonntag seine Abschiedsvorstellung wird!
Yeah, yeah, yeah! Juppdidu!
Und zwar wird er Kapellmeister am Staatsttheater Halle. Ha! Deswegen hat er doch so überzogen! Echt, der hat uns nur noch verheizt.
Heute habe ich seinen Chor erlebt. Unmöglich, was er denen alles beibringen will. Die Stimmen haben keine Zeit mehr zu reifen. Peter macht alles mit Technik nieder. Puh! Ich empfinde ihn im Chor sogar als noch schlimmer als bei uns im Orchester.
Und der Nachfolger? Es wird Probedirigate geben. Das Orchester entscheidet dann.
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Musik - 25. Nov, 20:33
Eine professionelle Zahnreinigung für 1000€ lässt sich ein Kollege machen. Und er hat auch nicht mit grausigen Details gespart, als er heute davon berichtet hat.
Sag' ich nix mehr zu.
Nachtrag:
Drei Stunden wird die Prozedur dauern. Puh ha!
noch ein Nachtrag:
Das ist keine professionelle Zahnreinigung, habe ich mir sagen lassen (von einem Freund), sondern eine Parodontosebehandlung! Deswegen auch der Preis und all das.
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Leben - 21. Nov, 15:56
Why I write, ein Essay von Sarah Paretsky, der bekannten Krimiautorin.
Wenn ich das so lese, wird mir klar, warum ich nie eine Schreiberin werde. (Es ist mir ja eh klar, aber das macht es nochmal klar.) In mir sind keine Geschichten, die ständig aus mir hervorquellen. Ein kreativer Mensch bin ich schon, aber so etwas habe ich nicht.
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Literatur - 20. Nov, 11:39
Heute abend haben wir - der Projektchor, in dem ich bin - in der Messe gesungen. Also habe ich auch dem Zelebranten - so hiess das (der Pfarrer war krank) - zugehört.
Unter anderem wurde Matthäus 25,31-46 gepredigt. Kernsatz: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Dann werden einige Malaisen aufgeführt, bei denen Christen ihrem Nächsten helfen sollen.
Nur: Das hört sich alles so gut und so edel an. In der Realität sieht das ganz anders aus.
Einen Obdachlosen bei sich aufnehmen? Das ist alles andere als eine leichte Übung. Ich kenne einen, der das mal gemacht hat. Sogar zwei auf einmal. Der Typ hatte die beiden gekannt, sie waren aus derselben Gemeinde.
Also waren das schon mal nicht irgendwelche Obdachlose. Und welcher Obdachlose geht in eine Gemeinde? Das ist etwas sehr seltenes.
Wenn ich da an mich denke: Ich kann mit Obdachlosen in aller Regel nicht umgehen. Wenn man zu lange auf der Strasse war, dann braucht es einen anderen Menschen als mich, der mit den Belangen eines solchen Menschen umgehen kann. Wenn er trinkt, wenn er stinkt, wenn er seinen Hund nicht erzieht, wenn er psychisch krank ist (nur allzu oft sind die Menschen auf Platte psychisch krank) und was nicht alles.
Ehrlich gesagt, dazu braucht es mehr als den guten Willen. Da braucht es tiefes Interesse und Auseinandersetzung mit dem Thema. Und dann die Begabung. Ich bin für Sozialarbeit überhaupt nicht begabt. Das fängt schon damit an, dass ich viel zu sensibel bin und mir alles aufs Haupt knallt.
Ja, ich habe mal gelesen, die Evangelien seien tendentiell geschrieben. Das hilft mir dann bei solch harten Texten weiter.
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Glaube - 19. Nov, 20:57
In letzter Zeit habe ich mir angewöhnt, die Kartoffeln vor dem Abkochen zu schälen und zu schneiden. Dachte, dann dauert die Kocherei nicht so lang.
Stimmt nicht. Zumindest, wenn man sie in Würfel schneidet. Der einzige Vorteil ist, dass man die abgekochten, heissen Kartoffeln nicht mehr anfassen muss (zum Schälen) und sich somit auch keine verbrannten Finger holt.
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Kraut und Rüben - 18. Nov, 14:50
Meine Pultnachbarin und ich haben heute beschlossen, mal in meinem alten Orchester nachzufragen, ob wir da willkommen sind.
Juppdidu, das ist nämlich ein Dirigent, der es nicht nur fachlich drauf hat, sondern auch menschlich vollkommen in Ordnung ist.
Juppdidu, die Mail habe ich gerade abgeschickt.
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Musik - 14. Nov, 22:27
"Effektiv". Das ist das Motto unseres Dirigenten. Jede einzelne Minute der Probe muss effektiv genutzt sein. Ein Räuspern aus dem Orchester (etwas übertrieben gesagt), und er hält die Luft an, schweigt, gibt nichts mehr von sich, wartet, bis wieder Ruhe ist, und macht dann hochkonzentriert weiter.
Im Regelfall bin ich hinterher platt. Letzten Montag dagegen habe ich es schon geschafft, mich besser abzugrenzen und war am Ende dafür überdreht. Auch keine Lösung. Und ich habe gemerkt, dass ich überhaupt nicht zuhöre, wenn er etwas erklärt, irgendwelche Spielanweisungen gibt.
Für derart Hochkonzentriertes bin ich nicht gemacht, ich seile mich da automatisch ab. Ich bin kein Freak und werde auch nie einer sein (auch wenn ich den Nick "Violine" bzw. "FrauVioline" habe).
Es sind noch mehr unzufrieden, noch mehr denken, dass es so nicht weitergehen kann. Wobei der Aufhänger dabei eigentlich ist, dass seine Proben einfach anstrengend sind, und zwar die Art zu proben.
Das hängt an ihm selbst, er selbst ist dauernd so angestrengt. Ich habe den Eindruck, er hat Angst davor, auf Menschen einzugehen, und umgeht das - mit viel Aufwand (und ohne an die eigentliche Sache zu gehen) - intellektuell. Da muss dann eben eine Probe "effektiv" sein.
Mal sehen, wie es weitergeht. Ende November steht das Konzert an. Es wird ein Fiasko werden, weil er sich in der Auswahl der Stücke sehr vergaloppiert hat. Wir sind noch längst nicht auftrittsreif.
Nun gut, muss er das eben ausbaden. Recht geschieht es ihm.
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Musik - 9. Nov, 17:47
Dorothee Wiegand bringt im Editorial der neuen c't den schlechten Umgang mit der Datenflut auf den Punkt:
Und ewig grüsst die Werbebotschaft Und zwar der schlechte Umgang der werbetreibenden Datenkraken selbst. Tatsächlich zweckdienliche, zielgerichtet Werbung? Fehlanzeige.
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Olles - 9. Nov, 13:32