Donnerstag, 31. März 2011

schöner Abend

Habe gestern einen schönen Abend verbracht im Prinz Friedrich mit Billy und den Zwillingen (Dario und Marco Klein) an den Gitarren und Gesang.
Hier ein Bild von den Zwillingen:


Sie hatten gestern ihren ersten Gig dort. Billy wird dort jeden Mittwoch auftreten, von neun bis zwölf spielen. Und die Zwillinge werden anscheinend auch immer wieder kommen.

Es hat mir sehr, sehr gefallen. Gute Musiker, alle drei. Und nette Gäste (bis auf einen - der Schwachkopf, über den ich vor ein paar Tagen berichtet habe).

Ich habe bei dem Gig die ganze Zeit an Herrn und Frau K. gedacht. Wegen der Fotografiererei und der Musik aus Herzblut.

Montag, 28. März 2011

sie verkauft sich

War gestern in einem Bistro, das ich sehr gerne mag (lecker heisser Apfelsaft mit Zimtstange). Da lief, wie üblich, wieder der grosse Bildschirm, diesmal mit französischem Programm. Oft läuft ein Programm als Bildschirmunterhaltung, während die Musik eine ganz andere ist. Aber diesmal war's die Musik vom Programm. Irgendein französischer Sender.

Britney Spears trat auf. Schlimm, wie dieses Mädel sich verkauft. Sex und Träume und Auffallen, aber kein Inhalt. Sie verkauft sich.
Wie schlimm. No way out. Denke ich. Ganz schlimm.

Ein Freund von mir war selbst ein Star in den USA (anscheinend, bloss hier nicht so bekannt, weil Blues hier nicht so das Thema ist). Und er will nie wieder in diesen Showzirkus rein, weil er so zerstörerisch ist. Zerstörerisch für Körper, Geist und Seele. Er hat Schwierigkeiten mit seinem Selbst. Stellt sich immer wieder die Frage, ob er um seiner selbst willen angenommen wird, oder aber weil er der Star war.
Ja, das sind die Schwierigkeiten, die Missbrauch so mit sich bringt.

Dabei denke ich, er hat es nie so getrieben wie Britney Spears. Bei ihrem Anblick kommen einem die Tränen.
Wollte gerade nach einem Clip von ihr auf Youtube gucken, aber schon die Vorschaubilder schrecken mich ab. So etwas von Verkauf!

Sonntag, 27. März 2011

Aufregung

Hatte 'ne Menge Aufregung die letzten Wochen. Habe einen Narzissten live erlebt.
Bis ich da aber drauf gekommen bin, was da los sein könnte! Aber Narzissmus passt. Besonders die Klassifizierung nach ICD-10. Die mangelnde Empathie! Du meine Güte! Ich hatte wirklich den Eindruck, dass der Betreffende dort ein Loch hat, wo andere Menschen ein Herz haben.
Und dauernd redet er vom Herzen. Verweist auf die Bibel (Sprüche 3) und "auf dem Herz haben". Der will garantiert damit nur Eindruck schinden. Er weiss gar nicht, was das ist, ein Herz. Meine Vermutung geht dahin, dass ihm das schon vorgeworfen worden ist, das mit dem Herzen. Jedenfalls hat er es an anderen als wichtig erkannt und bringt das nun an, ob es passt oder nicht.
Neidisch ist er, dass es nur so kracht. Aber wirklich kracht. Gibt das aber nicht zu, sondern versteckt sich hinter Gott und seiner Clique. "Gott sagt" und "wir haben darüber lange und ausführlich gebetet" und "wir verstehen uns alle so gut" und "wir haben dafür viele Bibelstellen".

Mann, dem könnte ich wirklich die Gurgel rumdrehen!

Und ein Lügenbeutel ist das! Sobald er den Mund aufmacht, ist die Lüge draussen (oder die Manipulation, so zur Abwechslung).

Und wisst Ihr was? Jetzt weiss er schon, dass ich auf ihn stinksauer bin und zu einer gemeinsamen Bekannten hat er gesagt, er sei betroffen darüber. Wisst Ihr was? Über einen anderen gemeinsamen Bekannten lässt er mich grüssen, als seien wir die besten Freunde!

Nein, so etwas ist mir wirklich zu viel.

Irgendwo in diesem Narzissmus-Artikel steht auch, dass, wenn ein solcher Mensch irgendwo Leitungsfunktion hat, das nicht zum Aushalten ist. Dass die Untergebenen dann gehen.
So habe ich es auch gemacht. Und noch andere.

Bä!

Dienstag, 15. März 2011

vorübergehend

Frau Merkel will, habe ich allenthalben gelesen, vorübergehend ein paar deutsche (deutsche, nicht japanische) AKWs still legen.

Ich verstehe das nicht. Ausser dass es durchsichtigst wahltaktisch ist, denn welche Gefahr besteht hier in D momentan sonst noch? Haben irgendwelche Terroristen Flugzeugattentate angemeldet? Wird ein besonderer Hagel fallen? Ein Meteorit niedergehen? Ein oder mehrere Erdbeben kommen, zeitlich begrenzt und absolut vorhersehbar? Wird es am Bodensee einen Tsunami geben, der sich rheinabwärts schiebt?

Frau Teflon. (Laut Wikileaks halten etliche ausländische Politiker sie für Frau Teflon, die Frau, an der alles abperlt.)

Ich wollte ja gar nichts sagen, aber bei Durchsicht meines Feedreaders fiel mir das gerade auf.

Vorübergehend.

Sonntag, 13. März 2011

Missionare

Missionare gibt es viele. Klassischerweise stellt man sie sie sich immer bei den Hottentotten vor, wie sie sich vor dem Kannibalismus retten müssen und den Märtyrertod im Kochtopf sterben (jetzt mal überspitzt gesagt).

Wie gesagt, Missionare gibt es viele. Mia (auf dem Blog steht nur leider grad nicht viel, aber wer weiss, vielleicht setzt sie es mal fort) arbeitet für GaiN und ist da ganz fleissig hier in D in das Schulranzenprojekt involviert. Dann gibt es die Lisa, die missionierender Weise durch die Welt tingelt (ihr Blog ist aktuell).
Viel Freude und Begeisterung für den Herrn.
Dann gibt es in meiner nun alten Gemeinde mehrere Missionare. Ein paar aus Amerika. Einer ist für die Predigten zuständig (alle Predigten, da der leitende Pastor gerade auf Missionsreise in Houston ist), einer ist für den Lobpreis zuständig und vom dritten habe ich kein Bild, was er so genau macht. Durch die Welt tingeln und ständig Leuten von Jesus erzählen.

Aber da fehlt was. Finde ich.

Ein Beispiel: Dem B in meiner alten Gemeinde - Vollblutmusiker, Profimusiker, der Abschied genommen hat von dem immens zehrenden Leben auf der Bühne - dem haben sie verboten, Gitarre zu spielen. Nicht mal privat darf er.
Die Gründe kenne ich nicht, aber ich finde es haarsträubend. Die Musik ist seine Art, sich auszudrücken (was er auch hervorragend macht). Also, wenn man einem Vollblutmusiker verbietet, Musik zu machen, dann kann man ihm gleich verbieten, überhaupt zu reden. Das kommt aufs selbe raus.

Ja, da fehlen, finde ich, die Missionare, die sich um das seelische Wohl der Leitung kümmern. Die sie Jesu Liebe und Barmherzigkeit, dessen offenes Herz lehren. Vielleicht ist "lehren" das falsche Wort, das hört sich so nach Theorie an. Vielleicht ist es besser zu sagen, Missionare für die verschiedenen Leiter, dass sie ihr Herz ganz entdecken lernen, ganz wie es ist, annehmen lernen, damit umgehen lernen und es anderen zeigen lernen.
Man könnte auch Therapie sagen (das wollen sie nicht, das ist bä, das ist nicht von Gott), man könnte auch Coaching sagen. Oder tätige Nächstenliebe.

Es ist nicht die Lehre, um die es geht. Das sind Lippenbekenntnisse. Es geht darum, wie man mit sich und anderen lebt. Ausdrücklich auch mit sich. Denn das, was ich mir selbst an Herzensförderung angedeihen lasse, das spende ich auch anderen.

Sara Paretskys Blog

Sara Paretsky ist eine meiner absoluten Krimischriftstellerinnen.
Sie lebt in Chicago und da spielt sich auch das Leben und Arbeiten ihres PIs (Privatdetektivin) - lonesam und gesellschaftskritisch wie bei Chandler oder Hammett - VI Warshawski ab. Vater dieser Figur ist Pole, die Mutter Italienerin.
In der Leihbücherei meiner Heimatstadt hatten sie den ersten Band der Serie, der hat mich süchtig gemacht.
Nun habe ich via Ullrich Wegerich ihre Website und ihren Blog ausfindig gemacht.
Bin ja gespannt, was sie darauf so alles erzählt.

Bei Klick auf den Link von Ullrich Wegerich erhält man ein Posting zu ihr, das ihr neuestes Buch und ihre Figur VI Warshawski beschreibt.

Donnerstag, 3. März 2011

über die Schwierigkeit des Miteinanders

Anne Holt, die norwegische Bestsellerautorin, sagt im Buchjournal Heft 1 des Jahres 2011 auf S. 19 In unserer Welt, die täglich immer mehr zusammenrückt, ist es eine grosse Herausforderung, miteinander klarzukommen
Es geht hier um einen Roman, in dem eine christlich-fundamentalistische Gruppe Menschen abmurkst, die den Vorstellungen dieser Gruppe widersprechen (selbst wenn sie mit dieser Gruppe gar nichts zu tun haben, nicht mal von ihr wissen.)

Ich glaube, das ist unsere heutige Welt treffend skizziert. Durch das Internet kann man derart gläsern werden und derartig weltweit verfügbar. Was uns gar nicht so bewusst wird. Wir haben es mit Menschen zu tun, die wir zu kennen glauben. Und kennen sie doch gar nicht. Wir besitzen Informationen, die eigentlich zu viel für uns sind. Die wir gar nicht mehr verarbeiten können. Die ausserhalb unserer eigenen Erlebniswelt sind, die wir nicht wirklich begreifen können.
Wenn wir uns dessen bewusst sind, dann können wir unserem Gegenüber mit Respekt begegnen. Leider fällt es aber leicht, sehr schnell über andere zu urteilen (bis hin zum Mord, wie in diesem Krimi dargestellt), weil wir uns gar nicht die Mühe machen, ihn zu verstehen, zu respektieren - bzw. uns selbst mit unseren ureigenen Ängsten und Schwächen zu respektieren und zu verstehen.

Da wird zum Beispiel gesagt, die Bibel sei unfehlbar, ohne Widersprüche - was schnell widerlegt werden kann (es kursieren Filmchen darüber auf Youtube). Besser wäre es, sich einzugestehen, warum man die Bibel für unfehlbar halten möchte.

Sonntag, 27. Februar 2011

bisschen polemisch

Habe aus Twitter den Hinweis auf die Reaktion zu Guttenbergs Doktorvater gefischt.

Dass der gute Mann fertig ist, das glaube ich gern. Wurde doch sein Glaube in die Menschheit zutiefst erschüttert. Aber er dürfte schon das eine oder andere erlebt haben, so manche Krise durchgemacht haben (bei einem Lebensalter von 77 Jahren bleibt das nicht aus, und als Prof schon gleich gar nicht), aber glatt Horst Ehmkes Satz "Gutmütigkeit ist ein Stück von der Liederlichkeit" zu zitieren, wie es der Autor des Zeitungsartikels tut, das führt ein bisschen arg weit. Und verschiebt die Verantwortlichkeiten. Glaube kaum, dass zu Guttenberg ein anderer wäre, wäre sein Doktorvater strenger gewesen. Zu Guttenberg war kein kleines Kind mehr, als er die Dissertation schrieb (fälschte), seine Erziehungphase war schon längst abgeschlossen. Nicht nur abgeschlossen, er war auch über 21, im voll straffähigen Alter.

Aber wenigsten weiss ich jetzt, wo mein Vater diesen Satz herhat. Es wächst doch wirklich nichts auf dem Acker dieses Mannes.

da sage ich doch "Ja"

Ulf macht sich so seine Gedanken zur causa zu Guttenberg. Und meint unter anderem:
Vor Jahrhunderten (20 Jahren?) gab es mal ein schönes Buch vom Eichborn-Verlag: Dünnbrettbohrer. Darin wurden die Doktorarbeiten von Kohl, Ratzinger (der hieß damals noch so) und etlichen anderen Größen auseinandergenommen. Ich wäre für eine Neuauflage mit den Dissertationen der wichtigsten Spitzenpolitiker mit Doktortitel. Die Recherchen dürften heute leichter sein, was Plagiate betrifft. Aber auch am Inhalt darf man rütteln, denn in mancher geisteswissenschaftlichen Diss läßt sich sicherlich Geschwurbel ohne Wert finden.
Frage ich mich, warum der Skandal nicht früher hochgekocht ist?

Suche

 

Herzensdinge

Hier stand mal was zu Liebe und Verliebtheit. Jetzt hat es sich doch überlebt.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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