Musik

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Neustart im Orchester

Unser Orchester startet mit dem neuen Dirigenten ganz neu durch. Ich hatte es schon davon. Ich glaube, das kann auch nicht jeder, der irgendwie Leiter oder gar Dirigent ist. Eine ganze Gruppe umzustruktieren mit grossem Realitätssinn, klarem Verstand und einem guten und wohlwollenden Herzen, mit viel Engagement.

Wir haben es nötig, ist doch in dem Jahrzehnt mit den studentischen Dirigenten viel verloren gegangen, hat sich so manches sagen wir Fahrlässige eingeschliffen. Ja, die von herzende kommende Freude am Spielen und am Ensemblespiel, die war uns abhanden gekommen. (Ich will keine Beispiele nennen, wie sich das ausgewirkt hat, nicht dass sich noch jemand getreten fühlt, falls er oder sie zufällig auf meinem Blog landet.)

Mir kommt das bei unserem neuen Dirigenten vor wie bei einem Freund von mir mit dem Zahnarzt. Er hat schlechte Zähne geerbt, und zehn Jahre lang hat sich kein Zahnarzt so richtig dran getraut. Dann ist er zu meinem Zahnarzt gewechselt (einfach mal probieren, denn ich wiederum habe gute Zähne geerbt, das ist einfach kein Massstab) und der hat eingeschlagen. Weil er sich für Chirurgisches interessiert, Zahnarzt aus Leidenschaft ist, sein Handwerk versteht und sich was zutraut. Blutig ist es auch geworden, denn es musste schon einiges gerichtet werden bei des Freundes Zähnen, samt Implantaten. (Der bewusste Zahnarzt meinte mal zu ihm, dass er an ihm nun sein ganzes Studium durchhätte.)

Ja, so wird das bei uns auch aussehen. Veränderungen stehen an, nicht nur vom Programm her, das so gestaltet ist, dass wir - als einzelnes und als Ensemble - gut aufbauen können. Ob das jeder kapiert, jeder willens dazu ist? Die nächste Zeit wird spannend, das kann ich Euch sagen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Orchester mit unserem neuen Dirigenten.

Alles neu. Das Orchester wird neu aufgebaut. Wir spielen keine Sinfonien mehr (juhu, ich kann Sinfonien nicht so leiden), der neue Dirigent (übrigens auch der Leiter des hiesigen Bachchores, war mehr als 30 Jahre Kantor in Würzburg) bringt uns erstmal kleine Stücke aus verschiedenen Epochen, komponiert den Bläsersatz dazu. Erstens haben wir kein Blech und im Holz keine Oboen, zweitens tut es ihm leid, wenn die Bläser nichts (oder nur wenig) zu tun haben, sagt er. Einen Tango Argentino hat er gleich ganz für uns komponiert. Feine Sache.

Dadurch, dass wir uns jetzt entwickeln dürfen, ist es viel entspannter. Nicht mehr hinhauen, sondern sich die Sachen angucken, sich damit auseinandersetzen, auch Kritik äussern (nicht bloss seitens des Dirigenten). Er fordert die Orchestermitglieder explizit dazu auf, sich zu äussern.

Es ist ein himmelweiter Unterschied zu den Studentleins, die wir vorher hatten. Die kamen von der Musikhochschule Mannheim und dachten nicht im Traum daran, so grundlegend mit uns zu arbeiten, wie der neue Dirigent das tut. Aber eben das haben wir nötig. Wir haben nicht den Background von (Möchtegern-)Profimusikern. Wir sind - trotz allen Unterrichts, den wir je genossen haben - Laien, zum guten Teil ziemlich ergraut, und bestimmt keine Profis in Sachen Musik.

Sonntag, 13. August 2017

Ohne Gedudel

Petra fragt gerade nach unserer Lieblingsmusik. Es kommen etliche Antworten. Lauter Musik. Eine bricht aus der Reihe aus und gesteht, sie hätte am Liebsten gar keine Musik. Einfach nur Ruhe, Stille, Vogelgezwitscher.

Das bringt mich auf eine Begebenheit, die mir eine Freundin kürzlich erzählt hat. Sie hat mal in einem Kleiderladen gearbeitet. Sie hatte einen tollen Verkaufsvormittag, bis die Chefin reinkam und sie ins Gebet nahm, die Musik anzustellen.

Angeblich wird bei Gedudel mehr verkauft, aber dieser Vormittag schien das Gegenteil zu beweisen. Und auch ich will das ständige Gedudel nicht. Ohne fühle ich mich wohler.

Wie geht's Euch so?

Montag, 17. Juli 2017

I mog dui Schwoba

Orchesterprobe ohne unseren Dirigenten (der leider sehr plötzlich aus persönlichen Gründen gehen musste), dafür mit einem Ersatz. Einer, der unser Orchester vor 25 Jahren in der Anfangszeit 10 Jahre geleitet hat.

Ein SCHWABE!

Jui! Der war lustig! Und zupackend!

Echt, diese Schwaben im "Ausland", das bringt's voll.
Erst gestern war ich zu Besuch bei so einem. Über dessen Sprüche kringel ich mich immer. Und heute dieser Dirigent (Lehrer von Beruf). Klar, als Lehrer hat er diese Sprüche dann sowieso kultiviert. Die braucht er, um seine Schüler bei Stange zu halten. Unverkennbar ist die Art und Weise, mit Menschen umzugehen. Unverkenntbar schwäbisch. Zupackend, mit Humor und so. Und immer einen Spruch auf den Lippen. Bei "Und jetzt proud and loud" dachte ich, der leitet bestimmt einen Chor!

Das vhs-Orchester sucht also, seufz, wieder einmal, seufz, einen neuen Dirigenten. Aber diesmal kein Studentlein mehr, das hat keinen Taug. Unter anderem fehlt da einfach die Kontinuität, weil so ein Studentlein spätestens nach zwei Jahren wieder weg ist. Da kann man einfach kein Orchester aufbauen.

Sonntag, 2. Juli 2017

mit youtube üben

Was ich lange nicht wusste: Man kann auf youtube unter "Einstellungen" die Geschwindigkeit des Tons (also der Musik) einstellen.
Eine Orchesterkollegin hat mir letztens davon erzählt. Ich hatte mich schon gewundert, wie sie davon anfing, dass sie immer mit youtube üben würde. Diese Profis sind viel zu schnell für uns Laien. Aber nein, sie stellt die Geschwindigtkeit auf 75 und übt dann. Diese 75 seien die richtige Geschwindigkeit für Laienorchester.

Ich hab's ausprobiert (lesenderweise, nicht übenderweise). Das scheint zu stimmen! Wie angenehm!

Donnerstag, 6. April 2017

Diese alten Stücke ...

Aufmerksam geworden auf Hallo Klaus bin ich durch die Rückgabe eines Liederbuches an mich. C. hat es mir nicht einfach zurückgegeben, sondern sie hat mir das Ding mit Noten gekauft und weil es so schön war und weil wir um die kurz vorher völlig überraschende Greta trauerten, sind wir das ganze Buch durchgegangen und haben in Angedenken an Greta gesungen, gesungen, gesungen.

"Hallo Klaus" war auch dabei. Ich hatte es noch im Kopf, aber keine Erinnerung an irgendeine Aufführung oder so (kein Wunder, ich habe schon so ewig keinen Fernseher mehr, wie soll ich da auch dazu kommen?). Nun habe ich auf Youtube gesucht. Von den vielen Versionen (ha, dieses Duo hat verschiedene Versionen aufgenommen) ist mir diese hier am Liebsten. Da hat sie sehr viel zu singen. Ich finde ihre Stimme klasse (die Männerstimme reisst mich nicht so vom Hocker).

Beim Filmchen-Gucken habe ich über die damalige Mode geschmunzelt. Und ich bin so Fernseher-entwöhnt, dass für mich solche Aufführungen immer gewöhnungsbedürftig sind. An Gigs kenne ich sonst nur Live-Auftritte in kleinem Rahmen, das ist was ganz anderes. (Neuerdings macht man auf Wohnzimmerkonzerte - ich auch -, und die sind komplett anders.)

Und nun habe ich seit Tagen einen Ohrwurm.

Dienstag, 4. April 2017

Orchesterklänge

Der Nebenmann klatscht so laut, dass es in den Ohren knallt. Ausdauernd mit seiner Klatscherei ist er auch noch.

Das Neuenheimer Kammerorchester hat es verdient. Sehr, sehr schöne Aufführung, habe es sehr genossen. Das will was heissen, wenn ich das sage! Oft genug schweife ich ja ab mit den Gedanken bei irgendwelchen Aufführungen. (Ich hoffe, das legt sich irgendwann. Ich denke immer, ich kann das niemand sagen, das ist so banausenmässig.)

Also, es war sehr schön und ich habe mir vorgenommen, in meinem Orchester mich mehr anzustrengen. Hm, also wisst ihr, nach der letzten Aufführung hiess es, es sei viel Schönes dabei gewesen. Und der Dirigent hielte das Orchester sehr gut zusammen. Wenn wir mal auseinander waren, habe er uns sehr gut wieder zusammen gebracht.
Hmpf, wenn wir mal auseinander waren. Hmpf. Dass wir auch immer wieder auseinanderdriften. Hmpf.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Ein Auge betrachten

Youtube-Filmchen. Mati Gavriel singt "November Rain". Und was sieht man im Filmchen? Ein Auge. Die ganze Zeit. Ein Auge. Erst ist es zu. Und zuckt unter den Lidern. Irgendwann geht es auf. Und guckt. Hierhin und dorthin.
Ungewohnt, sich auf ein Auge zu konzentrieren.

Das per Autoplay nachfolgende "Hallelujah" klingt betrunken.

Dienstag, 27. September 2016

Das Konzert ging gut.

Kleiner Nachtrag zu vorgestern: Das Konzert ging gut, die Zuhörer waren sehr angetan.

Für mich war es weniger gut, weil mir doch deutlich die Routine gefehlt hat. So kurzfristig einspringen (ich hatte unterm Semester keine Zeit gehabt wegen eines anderen Kurses) ist halt nicht so doll.

Lustiges Detail am Rande: Wir haben freitags und samstags auch noch geprobt, freitags nur das Klarinettenkonzert. Der Solist war noch nicht da, da kommt aus dem Dunkeln des Saales eine Gestalt. War's der Mirko (Name geändert), der bei uns immer wieder aushilft und fragte, welche Stimme er unterstützen könne. Setzte sich zuerst in die erste, dann in die zweite Geige. Doch am Konzert selbst hatte er keine Zeit. Das wirkte auf mich ein bisschen seltsam, bis mir jemand erklärte, der Mirko sei nur wegen des Solisten gekommen, den wollte er mal hören mit seiner Bratschenstimme (statt Klarinette).

Sonntag, 25. September 2016

Konzerteinladung

Wer heute in Heidelberg noch nichts vorhat: Herzliche Konzerteinladung ins Augustinum! Um 17.00 Uhr spielt das vhs-Orchester auf unter der Leitung von Heawon Park.
Wir spielen Mozart und Haydn. Der Solist auf der Bratsche für das Klarinetten-Konzert (in der Fassung für Viola) ist Ulrich Knörzer von den Berliner Philharmonikern.

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