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Freitag, 5. Februar 2010

stark sein

Stark sein wollen ist eine Seuche. Und die Kompensationsmöglichkeiten greifen das Problem nicht an der Wurzel. Sondern schaffen nur noch mehr Probleme.

Was ist das nur für eine Gesellschaft?

Spaghetti Caprese

Habe ich letztens beim Italiener gegessen, und es sollte ganz leicht sein, die selbst zu machen.

Spaghetti abkochen.
Tomatensauce machen.
Mozzarella in der heissen Sauce zergehen lassen.
Alles vermischen.

Fertig. Und geniessen!

Dienstag, 2. Februar 2010

Das Credo der Fernsehprediger

Das Credo der Fernsehprediger ist Geld, Geld, Geld. Bzw. Selbstverwirklichung.

Dazu gibt es zwei Stichworte:
- word of faith (Wort des Glaubens)
- prosperity gospel (Wohlstandsevangelium)

Ich glaube, es gibt noch mehr Ingredienzien wie Visualisierungen (die aus dem Okkulten stammen) und so Zeug. Und sie ersaufen im Heiligen Geist.

Und ich muss gleich noch sagen: Wer dem widerspricht, das sei nicht biblisch, der wird von deren Jüngern als "religiös" abgetan. ("Religiös" steht im Gegensatz zu "gläubig". Religiös ist der aus der Amts-/Landeskirche, gläubig ist der, der einen lebendigen Glauben hat - was auch immer diese Typen unter "lebendig" verstehen. Normalerweise bedeutet "gläubig", wenn man eine Beziehung zu Gott hat, "religiös", wenn man nach den Gesetzen des Glaubens lebt, aber ohne Beziehung zu Gott.)

Word of Faith kommt ursprünglich von Kenneth Hagin (soweit ich noch weiss, auf jeden Fall aber ist er ein starker Vertreter dieser Richtung).
Man soll das aussprechen, was Wirklichkeit werden soll.
Ist ja schön, auf seine Worte zu achten, aber diese Jünger sind niemals krank, denn sonst wären sie wirklich krank, sondern "geheilt" oder zeigen Symptome der Heilung. (Könnt' Euch denken was das bei ernsten Krankheiten bedeutet.)

Das Wohlstandsevangelium. Angeblich will Gott, dass wir alle reich und wohlhabend sind, damit wir unseren Nächsten segnen können.

Also, ehrlich gesagt, wenn ich mir das so anschaue, kommt mir das wie Voodoo vor. Die wollen ihr Ego durchsetzen, mit allen Mitteln, gieren nach Macht und Reichtum. Mit dem Christentum hat das nichts zu tun.

Wer sich die Typen mal angucken will: Man kann sie über Satellit im Fernsehen sehen. Da sind sie allgegenwärtig.

verrückte Realität

Das, habe ich festgestellt, ist etwas, wogegen ich regelrecht allergisch bin: Wenn jemandem die Realität, aus welchen Gründen auch immer, verrückt ist. Wenn er eine verzerrte Wahrnehmung hat. Aus welchen Gründen auch immer.
Die Folgen, wenn die Umwelt glaubt, können so schrecklich sein.

Ich habe keine Probleme damit, wenn Menschen von Marsmenschen reden, die kommen. Der Irrsinn ist dann offenbar.

Aber wenn sie sich irgendwie auf ihr Umfeld beziehen, dann bin ich überfordert.

Freitag, 22. Januar 2010

Mails, Mails, Mails

Diese ständige Erreichbarkeit ist nichts für mich. Ich benutze ja schon mein Handy kaum (ist auch eigentlich nicht meines, sondern sponsored), Fernseher habe ich keinen und mein Radio schweigt meist stille.
Stattdessen bin ich viel im Internet unterwegs. Aber manchmal packt mich der Koller und ich kann keine Mails mehr sehen. Ich will überhaupt nicht mehr reinlesen. Und dann habe ich ein schlechtes Gewissen, denn eigentlich sollte ich ja "funktionieren", bilde ich mir ein, ich sollte doch erreichbar sein.
Immer dachte ich, ich sei die einzige mit diesem Verhalten, bis der Rumpel irgendwo geschrieben hat, dass er es auch nicht immer aushält mit diesen Mails. Und das dann auch so macht wie ich, nicht ins Postfach guckt.

Jetzt ist mir wohler. Und ich habe beschlossen, meine e-mail-Postfach e-mail-Postfach sein zu lassen. Ab und zu mal reingucken, okay. Aber es ist schliesslich kein Tamagotchi, das ich dauernd hätscheln muss.

Nachtrag:
Und diese ganzen blöden Facebookbenachrichtigungen per e-mail habe ich jetzt auch abgestellt. Waren 'ne Menge Häkchen!

Ghetto

Lese gerade die Kindheits- und Jugenderinnerungen von Janina David. Sie hat das Warschauer Ghetto überlebt.

Wie unglaublich! Bei der Schilderung der Zustände dort kann ich mir nur vorstellen, dass ich mich umgebracht hätte. NIE hätte ich das durchgestanden.

Hoffentlich gibt es so etwas nie wieder.
Aber andererseits: Es ist da. Soviel Gewalt in der Welt, so viel Perversion. Wenn nicht gerade mal wieder eine Volksgruppe massakriert wird, so gibt es doch auch in den Ländern, wo Frieden herrscht, die persönliche, personalisierte Gewalt. In Form sexuellen Missbrauchs etwa. Das ist Krieg gegen das Kind.
Um nur eine Form zu nennen.

Jedes vierte Mädchen wird missbraucht, habe ich mal gelesen.
Wie ungeheuerlich.
Kriegsopfer.
Wie überleben sie?

Zum Teil weiss ich es ja, habe es erfahren. Shocking. Kriegstraumata.

Freitag, 15. Januar 2010

manche Amis sind zu blöd - christl. Industrie

Manche Amis sind gar zu blöd.

Siehe die christliche Industrie. Anders kann man das nicht nennen. Christliche Industrie. Etwa Kenneth Copeland oder Creflo Dollar. Und, und, und.

Ziehen den Leuten das Geld aus der Tasche mit einer Bibelauslegung (oft fehlt sie auch ganz), die haarsträubend ist.
Eine befreundete deutsche Missionarin hat mir erzählt, als sie in Amerika war, da kam doch tatsächlich aus dem Radio, man solle jetzt eine Hand auf das Radio legen, die andere auf die Geldbörse, beten, und dann würde die Salbung fliessen (was heisst, dann würde man reich werden).

Also, für mich sind das Entertainer und Geschäftsleute.

Eine ehemalige Freundin, für die ich immer etwas übersetzt habe, zieht bei diesen Ministries immer von Seite zu Seite und kloppt sich wahllos Zeug rein. Was die mir immer gegeben hat zum Übersetzen! Kein Wunder, dass das so ein geistiger Dünnschiss war. Das Zeug war meistens echt peinlich.
Wo keine Substanz ist ist keine Substanz.
Aber dann auf die Landeskirche schimpfen! Das sind mir schon die Richtigen!

Mittwoch, 6. Januar 2010

der Schlüssel zum Problem

Der Schlüssel zum Problem ist wie ein Zündschlüssel, elektrisierend, den Motor zündend, in Gang setzend.

Wenn der Schlüssel ins Schloss passt, und man dann nach und nach das Muster erkennt und man sich endlich erklären kann, was man die ganze Zeit erlebt hat, was einen überfahren hat, dann ist es spannend und aufregend. Und der Motor tuckert und tuckert und die Zündkerzen zünden und zünden.

Begreifen kann so anstrengend sein. Und irgendwie wie ein Schwips.

Samstag, 2. Januar 2010

Geschichtsschreibung

Bei Geschichtsschreibung weiss man ja nie, wo man anfangen und wieder aufhören soll, was berichten und aus welcher Perspektive.

Christian Jung vom Zeittaucher-Blog kümmert sich nun um die DDR-Größen in der neuesten Geschichte und deren Geschichtsschreibung bzw. wie sie mit den jüngsten Entwicklungen umgehen.
Ein Buch hat er schon darüber geschrieben, das setzt er jetzt sozusagen fort, da, wie er meint, seit dem Erscheinen des Buches einige Erinnerungen dieser SED-Größen auf den Markt gekommen sind, und ergo in seinem Buch noch nicht berücksichtig wurden.

Heute nimmt er sich die Erinnerungen von Egon Krenz vor, mit zwei Fortsetzungen in den nächsten Tagen.

Egon Krenz ranghöchster SED-Politiker nach Honecker. Ein Unverbesserlicher. Hält sich für ein Opfer der BRD (er sass im Gefängnis ein), kämpft weiter für den Sozialismus und betreibt jede Menge Schönfärberei.

Finde ich toll von Christian Jung, dass er sich auf seinem Blog damit auseinandersetzt.

Freitag, 1. Januar 2010

Umkehrschluss oder kalt, kalt, kalt

Denken das einige? (Hinweis: da geht es zu einem guten Cartoon.) Und machen die das dann auch? Um dann an Fasching das Eis künstlich aufzubrechen, zu überspielen hinter Maske, Kostüm und Alkohol?

das Bild

Der Narziß ist in das Bild von sich verliebt. In das Bild, nicht in sich selbst.

Wie wahr.

Und wenn es nicht gefällt, dann wird das Bild modelliert.

Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

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