Dienstag, 6. November 2018

Die Stunde der Wahrheit

Gestern abend, 19 Uhr, schlug die Stunde der Wahrheit für den nicht spielfähigen Rest des Orchesters. Sie hatten einen neuen Dirigenten gefunden. Dafür waren sie beim Städtischen Orchester fündig geworden.

Der Arme! Ich hoffe, er hat gute Worte und einen guten Weg gefunden. Leicht war / ist es weiss Gott nicht. (Ich jedenfalls weiss nicht, wie mit den Leuten umgehen.)

Ich hätte gar zu gerne Mäuschen gespielt.

Sonntag, 4. November 2018

Zeugnis geben

Unter Christen geht oft die Rede vom "Zeugnis geben". Zeugnis geben davon, was Gott im eigenen Leben (oder das von jemand anders) getan hat oder tut.
Find ich schwierig, rauszufinden, was denn nun von Gott ist. Da klebt nirgendwo ein Zettel dran mit der Aufschrift "made by God" oder was auch immer. Und es kann so leicht missbraucht werden. Zu sagen, da sei Gott drin, wo doch nur der eigene Wille (oder Unwille) drin ist.
Manchmal kommt es mir dann doch so vor, dass Gott drin ist, wenn sich irgendwas fügt, was keines Menschen Wille hätte fügen können.

Doch was wohl von Gott zeugt, das ist ein friedfertiges Leben. Mal sehen, was ich so im Laufe meines Lebens noch darüber zu hören bekomme.
Die selbsternannten Kriegsminister (nicht die in irgendeinem politischen Kabinett, sondern diejenigen "kleinen" Leute im Alltag, die sich gerne als Kriegsminister gebärden) können damit nichts anfangen. Das geht bis hin zur Verachtung.
Sie können nichts damit anfangen, das ist der Dreh. Kriegsminister sind so an Krieg gewöhnt, den werde ich nie gewinnen. Bei meinen Recherchen zu Borderline habe ich gelernt, dass Borderliner eh die Hölle im Kopf haben, man einen Krieg gegen sie nie gewinnen wird. Und ich habe gelernt, dass sie ein normales Leben zu lernen haben. Frieden, nicht Krieg. Also den Frieden leben, nicht den Krieg. Das führt ans Ziel.

Ich komm' drauf, weil mich keiner übel angeht, weil ich bei meinem alten Dirigenten spiele. (Mir scheint langsam, es ist bekannt, wo ich spiele.) Ich werde auch nicht aus den Rundmails - wie manche andere - ausgesperrt, ich bin nach wie vor im Verteiler drin (im Moment wäre ich das lieber nicht, zu paranoid das Geschreibse, das da kommt).
Mich wundert es irgendwie, weil es sonst ziemlich kriegerisch und eben auch paranoid zugeht. Aber es soll mir recht sein, ich will einfach nur meine Ruhe.

Samstag, 3. November 2018

Da wird man nachdenklich.

Das Buhei um mein altes Orchester macht nachdenklich. Wieso wird da so gekämpft und noch dazu auf paranoide Art?

Eine Idee, die mir kam, war, dass sich im kämpferischen Kern drei Leute (mindestens drei) zusammengefunden haben, die einander nicht gut tun, die sich gegenseitig negativ aufschaukeln. Es scheinen alle Dämme zu brechen.

Mittlerweile denke ich, das ist nicht alles. Ich erinnere mich wieder an den ehemaligen Konzertmeister. Wie er vor einem Jahr seine Hörgeräte bekam und ich dachte, gut, vielleicht wird es damit besser.
Eigentlich wider besseres Wissen, aber ich war noch so erfüllt von dem Parkinson bei meinem Vater und wie das da ablief, ich dachte, ich unterstelle jetzt wohl allen Parkinson.
Der ehemalige Konzertmeister reagierte nicht mehr auf Ansprache (hatte dann ja auch die Hörgeräte), also habe ich ihn immer angestupft. Auch darauf hat er nicht reagiert (auch mit Hörgerät nicht).
Weil ich so verunsichert war, habe ich nichts gesagt. Leider? Heute frage ich mich, wie er es aufgenommen hätte, hätte ich ihn daraufhingewiesen. Damals wusste ich noch nichts von seinem Denken von ewiger Jugend und Machbarkeit. Aber Parkinson und Machbarkeit? Was wusste er davon?
Wir haben zwei ehemalige Mitglieder, an Parkinson erkrankt, die gut damit leben. Aber wegen Parkinson spielen sie schon längst nicht mehr mit im Orchester. Und das ist eben für den ehemaligen Konzertmeister die Crux: Nicht mehr mitspielen können.

Das paranoide Denken aber, das kann bei Parkinson auftreten. Und: Parkinson kann für die Angehörigen sehr drückend sein. Beides würde erklären, warum so gekämpft wird. Der leidende Konzertmeister, da muss jemand dran Schuld sein. Natürlich der böse, böse Dirigent. (Den Schlüssel da suchend, wo das Licht ist.)

Bisher dachte ich - und war erschüttert darüber - was in meiner Familie (und ganz besonders in den Köpfen des bekloppten Anhangs) stattfindet, ist nur bei uns. Jetzt sehe ich, das findet genauso auch woanders statt, in ganz anderen Schichten, bei sehr viel gebildeteren Leute, die einen völlig anderen Lebenslauf haben als meine Leute (den Anhang dazuzählend).

Das relativiert. Besser wird es nicht, aber es relativiert.

Samstag, 27. Oktober 2018

Der Geiger Antoine Morales

Er ist ein Franzose (merkt man deutlich) lebend in Münster, Geiger und Geigenlehrer. Und er hat youtube-Videos, in denen er Tipps zum Geigenspiel gibt mit dem Fokus auf Erwachsenenbildung.

Weil er so lustig wirkt, habe ich ihn abonniert.
Letztens habe ich seit langem ein Video mal wieder bewusst angeguckt. Es ging um die linke Hand. Ich bin doch mit meiner Haltung der linken Hand überhaupt nicht einverstanden. Also, dachte ich, gucke ich mir das Video, das er mir im Abonnement geschickt hat, mal an. Es hat tatsächlich Hand und Fuss. Aber bis ich die Handhaltung ganz umgestellt habe, wird noch einige Zeit vergehen, so viele Jahre falschen Haltens liegen hinter mir. Das geht nicht von heute auf morgen. Doch so schlüssig wie bei ihm habe ich die richtige Handhaltung noch nie verklickert bekommen.

Dadurch angeregt habe ich mir das nächste Video angeguckt, das zur Haltung der rechten Hand. Die ist bei mir eigentlich ganz okay. "Eigentlich", denn auf der A-Saite quietsche ich immer wieder. Kann also doch nicht alles so okay sein. Und prompt hatte er auch hier die guten und anschaulichen Tipps.

Da muss ich öfter reingucken! Nicht zu oft, denn es muss sich alles erst setzen. Zuviel auf einmal tut nicht gut.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Der alte Mann und die Geige.

Damit meine ich unseren ehemaligen Konzertmeister.
"Der alte Mann und das Meer" von Hemingway habe ich nie gelesen, wohl aber eine kurze Zusammenfassung im Radio gehört. Und ja, so ist es wohl mit unserem ehemaligen Konzertmeister.

Ich komme drauf, weil einige von uns in einem Ensemble spielen (nur aus Mitgliedern des ehemaligen Orchesters), er nun fehlt und ich an seiner Stelle sitze. Da fiel mir auf, dass ich gar nicht mehr gegen ihn hinstehen musste im Spielen. Während seiner Zeit war mir das gar nicht so klar, weil ich so an ihn adaptiert war. Aber nun, wo er ganz weg ist, hat sich mir die ganze Tragweite gezeigt. Er muss nur noch am Kämpfen gewesen sein auf der Geige. Bei ihm war es eh so, dass er mit Kampfgeist zu kompensieren versuchte, was nicht klappte (was schon immer ein Ärgernis war), aber in seiner letzten Zeit war das erheblich.

Deswegen denke ich "der alte Mann und die Geige".

Knöpfe annähen

Knöpfe annähen ist eine von mir eher ungeliebte Sache, weil ich es selten mache und daher ungeübt und unbeholfen bin.

Nun habe ich mir aber eine Jacke gestrickt, und mit der Mithilfe einer Freundin habe ich sie letzte Woche fertiggestellt und die Knöpfe angenäht. Wisst Ihr, blöd fand ich immer den Steg zwischen Knopf und Textur. Meine Mutter hatte mir das so beigebracht, dass man den Faden ein paar Mal rumwickelt. Und irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dass das Gewickel wirklich hält.

Die Freundin von mir hat da eine feine Methode: Sie wickelt das Garn nicht einfach rum, sie macht ein paar halbe Schläge (der Begriff / die Knotenart "halber Schlag" stammt vom Makramee-Knüpfen). Das hält nun wirklich.

Und so notiere ich mir das hier, dann vergesse ich es nicht.

Montag, 1. Oktober 2018

Ernährungsberatung

Den Termin bei der Ernährungsberatung wegen Unterzucker (keine Diabetes) hätte ich mir sparen können. Die Dame setzte mir die Ernährungspyramide vor und meinte, bei mir sei der Dreh gesunde Ernährung.

Also wirklich, da war der Tipp meiner Hausärztin mit dem Roggen und kein (Weiss-)Weizenmehl doch sehr viel besser und ergiebiger! Auch eine Strickfreundin hat mir viel profunder erzählen können. Von glykämischem Index und was nicht alles (ich habe nach dem Gespräch mit ihr gleich etwas Traubenzucker zur Vorsorge besorgt). Werde ich die Ernährungsberatungsmamsell beim nächsten Termin direkt mal danach fragen, so provokanterweise.

Normalerweise bin ich nicht so, aber ich fand das nun wirklich enttäuschend. Klar kann es nicht schaden, sich nochmal die Ernährungspyramide anzugucken, aber ich dachte mir halt, ehe ich mir derart Studien reinpfeife (die sich bekanntermassen gerade was die Ernährung betrifft oft widersprechen) und mich verheddere, frage ich doch gleich mal bei einer professionellen Ernährungsberaterin an. Wozu gibt es die Fachleute?
Empfahl mir die Dame doch glatt, jeden Tag drei Mahlzeiten einzunehmen. Selbst dann, wenn ich abends keinen Hunger mehr habe und einfach satt bin. Das kann es nicht sein! Ich muss auf mein Hungergefühl, meinen Körper hören können!

Okay, ich versuche jetzt, mehr Gemüse und Obst zu essen (ich hoffe, ich bleibe dabei), aber ingesamt war diese Expertenrunde enttäuschend. Am liebsten hätte sie mir noch einen Kurs bei ihrer Krankenkasse angedreht, aber erstens will ich nicht und zweitens sehe ich es nicht ein, mir ein Zwangshobby zuzulegen.

Freitag, 31. August 2018

Erfahrungen beim Handschuhstricken

oder auf dem Weg zum ultimativen Handschuh.

Das erste, was einen Handschuh ausmacht, das ist die Wollqualität. Keine Polytierchen, das ist klar (auch keine Baumwolle oder sonst ein "kühles" Garn, jedenfalls nicht für den Winter), aber - und das kommt etwas überraschend - auch keine Sockenwolle! An den Füssen ist sie warm, an den Händen aber kalt. Ich hatte das nicht erwartet und wunderschöne Fäustlinge mit Sockenwolle gestrickt, in der Annahme, Sockenwolle ist warm und robust. Ich habe mich mit anderen Strickerinnen ausgetauscht, die berichten von ähnlichen Erfahrungen.
So nehme ich zur Zeit entweder Alpaka oder ein Gemisch aus Schurwolle und Alpaka.

Dann bin ich beim Studium so mancher Anleitungen draufgekommen, dass die (vor allem in Skandinavien) oftmals doch einigermassen dickes Garn (DK weight) nehmen, aber dünnere Nadeln als auf der Banderole angegeben. Das ergibt ein dichtes Maschenbild und ich denke, da pfeift der Wind nicht so durch. Ich habe das bei den Luffe-Handschuhen mit dem äusseren Handschuh so gemacht, allerdings habe ich sie antizyklisch gestrickt, was heisst, dass es noch keinen Winter gab, in dem ich sie ausprobieren konnte.

Was ich in Strickanleitungen dagegen oft lese, ist die Empfehlung, für verschiedene Grössen des Musters die Handschuhe durch Variieren der Nadelstärke anzupassen.
Davon halte ich mittlerweile gar nichts mehr. Ich habe dadurch Handschuhe bekommen, die zwar schön sind, auch aus einer guten Qualität gestrickt, aber durch die der Wind pfeift. (Abhilfe kann da ein Innenhandschuh schaffen.)
Ich tendiere mittlerweile zu einer Nadelstärke von 2,0mm und einer Garnstärke von fingering weight bei gemusterten Handschuhen mit relativ kurzen Spannfäden.

Diesen Winter werde ich - da ich einige Handschuhe antizyklisch gestrickt habe - einige Fäustlinge ausprobieren. Mal sehen, wie weit ich auf dem Weg zum ultimativen Handschuh gediehen bin!

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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