Montag, 16. Mai 2016

den anderen geht's genauso

Gestern im Gottesdienst so sagte der Murat, der die Predigt hielt, dass er so viele Leute so halb gut kenne (Murat kennt wahrhaftig viele Leute und tauscht sich mit ihnen aus; es ist als könne er nicht genug kriegen von Menschen) und alle sagen sie, wie schwer sie sich täten mit dem Leben (den Kindern, dem Job, ...) und dass sie immer dächten, die anderen, die könnten es oder könnten es viel besser.

Das war so eine beruhigende Aussage von ihm. Jeder, absolut jeder, kämpft sich so durch's Leben. Finde ich gut, wenn das endlich mal entmystifiziert wird in dieser elenden Leistungsgesellschaft.

In diesem Sinne finde ich die Diskussion bei der Kaltmamsell (habe ich über die Sammelmappe gefunden - Claudia schreibt da sehr gut über die Wechseljahre) über die Menopause. Mit der Pubertät beginnt für die Frauen oft die Leidenszeit, für viele. Vor nicht gar zu langer Zeit wurde recht unfein (also entweder hinter vorgehaltener Hand geredet oder mit derben Sprüchen belegt - "Stöpsel" für Tampon, frau habe ihre "Sache") damit umgegangen, langsam wird es offener, sachlicher und damit auch positiver.
Da wird vom Leben geredet, wie es ist, nicht, wie es nicht ist oder was man/frau sich wünscht. Es ist, wie es ist.

Weiter so. Und ich hoffe, es folgt noch viel, viel mehr in dieser Richtung. Durchschnittliches Leben rein ins Rampenlicht, Mythen, ... raus in den Schatten. Yeah!

Für mich heisst das bei beiden Beispielen: Mann/Frau darf sich als Mensch wahrnehmen, in der Öffentlichkeit, und nicht als ein den Prototypen verfehlendes Wesen.

Nachtrag:
Dazu passend der Artikel Das Märchen vom perfekten Leben mag niemand mehr hören.

Mittwoch, 11. Mai 2016

visuelles Tagebuch, sketchnotes

Am Sonntag habe ich einen vhs-Kurs "sketchnotes" besucht. "sketchnotes" sind visuelle Notizen, nicht verkünstelt, sondern möglichst knapp das Wichtigste von einem Vortrag oder whatever hingeworfen, damit wir uns besser erinnern können. Eine Kommilitonin (schon lange her) meinte immer: "Von der Hand in den Kopf." Das würde sie auch hier sagen (und, wer weiss, vielleicht ist sie ja schon auf den Zug aufgesprungen).

Wer es sich online mal angucken möchte, sketchnotes für Einsteiger gab es auch auf der letztjährigen re:publica (das im Link ist ein Filmchen, nicht ganz eine Stunde lang).

Über Gitte bin ich auf das visuelle Tagebuch gestossen und versuche, es zu führen. Aber es hat doch reichlich gestockt. Durch den sketchnote-Kurs hat es neue Impulse erfahren, und zumindest in den letzten Tagen habe ich jeden Tag skizziert (eins merke ich: Ich habe schon mehr Übung in Strichmännchen).
Wenn ich mir jetzt Gittes Tagebuch anschaue (der Ausschnitt, den sie uns gewährt), stelle ich fest, dass sie schon einiges von sketchnotes verinnerlicht hat: nur die Highlights (nicht alles akribisch), prozessorientierte Darstellung, Boxen (die Pfeile sind alle eingekastelt). Gitte hat also schon Übung! (Dachte ich mir eh.) Ich werde sie mir auch verschaffen.

Was ich unbedingt ändern muss bei meinem visuellen Tagebuch: Nicht mehr alles akribisch aufschreiben (nun gut, Klogänge habe ich schon immer weggelassen, aber es ist immer noch zu kleinteilig), sondern wirklich nur die Höhepunkte.

Mittwoch, 13. April 2016

Kein Kinobesuch mehr

Für mich gibt es keinen Kinobesuch mehr, habe ich beschlossen.

Ich wollte in den Film "Birnenkuchen mit Lavendel" gehen. Vor dem Schaukasten stehend, habe ich die längere Beschreibung gelesen. Und habe den Kinobesuch gelassen.
Einer der Protagonisten des Films war ein Autist mit 'ner Menge Ticks und Spleens. Ich habe genug davon. Das hatte ich alles in meiner Familie. Nicht umsonst meinte vor nicht allzu langer Zeit ein guter Freund zu mir, bei uns ginge es zu wie im Kino. Und jetzt reicht es endültig. Ehrlich gesagt, die Familiengeschichten mag ich nicht mal mehr erzählen, so viel verschrobenes bis schrilles ist da drin.

Eine Erleichterung, nicht mehr ins Kino zu gehen.

Montag, 4. April 2016

wie im Krimi

Ich habe mir eine Philosophie-Zeitschrift besorgt, weil ich auf einen Freund gewartet habe. Philosphie, so dachte ich immer, ist nichts für mich, interessiert mich nicht, aber die Themen aus der Ausgabe 3 / 2016 von Hohe Luft, das liest sich gut.

Ein Thema ist: Krimis. Warum wir Krimis lieben.
Ich habe nicht alles verstanden, wegen der Fachwörter, die da benutzt werden (bin kein Psychologe), aber am Ende des Artikels wird nochmal schön zusammengefasst. Da bin ich wieder mitgekommen. Beim Krimilesen gilt, ich zitiere:Was diesem inneren Kritiker [das ist der Leser, Anmerkung von mir] Gewicht verleiht, sind die unbewussten Fantasien der Projektion und Introjektion.Im nächsten Satz wird das ausführlicher dargestellt, erklärt:Eigene, unliebsame, Angst erzeugende Eigenschaften, die man in sich verleugnet, werden einem anderen zugeschrieben (Projektion) - und diese Angst kann wiederum dazu führen, daß die auf das äußere Objekt projizierten schlechten Eigenschaften gleichsam einverleibt und zu einem festen, aber als fremd empfundenen Bestandteil der Psyche werden (Introjektion). Wundert mich nicht, dass ich, als ich vor Jahren eine üble Szene erlebt habe, mir vor kam wie in einem (Psycho-)Krimi. Da ging es auch heiss her mit Projektionen und was nicht allem. Hui!
Oder dass ich das mit meinem Vater und dem unbehandelten Parkinson so skandalös empfand.

Ist wohl die Frage (bei den letzten beiden Beispielen), wie sehr ein Mensch sich unter einen Hut bringen kann. Je nachdem wird für die Aussenwelt sichtbar mehr oder weniger stark projiziert, introjiziert und inszeniert.

Puh.

Montag, 14. März 2016

Podcast: Zusätze im Industriepizzateig

Besser gesagt, in Tante Fannys Blech-Pizzateig.

Im herkömmlichen Teig sind Wasser, Mehl, Öl, Salz, Hefe drin. Tante Fanny tut laut Verpackung noch extra Weizenstärke rein, Ethylalkohol, Backtriebmittel, Emulgatoren, Citronensäure und Ascorbinsäure.
Ich habe einen Bekannten, seines Zeichens Lebensmitteltechnologe, danach gefragt.


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Länge: 03:06 Minuten

Samstag, 12. März 2016

Tante Fannys Pizzateig zum Zweiten

Heute abend bin ich mit Tante Fannys Pizzateig gleich wieder zur Tat geschritten. Diesmal auf der untersten Schiene. Das ergab keine Gummi-Pizza mehr, sie war durch und durch kross. Schon fast verbrannt. Deswegen das nächste Mal auf 190°C probieren oder eine Schiene höher.

Mal sehen, vielleicht bleibe ich bei diesem Pizzateig. Die Pizzateige anderer Hersteller hatten mir nicht so behagt.

Der Belag: Passierte Tomaten, italienische Kräuter, zwei Äpfel und Emmentaler.

Das Geschmackserlebnis: Will ich im kalten Zustand auch noch testen. Im warmen Zustand ist das alles so harmonisch, so unaufdringlich. Bin ich zu sehr an Komplett-Industriepizzen gewöhnt, auch wenn ich die selten esse? Komplett-Industriepizzen, merke ich nun, haben im Vergleich einen explosiven Aromenmix. Okay, ich habe diesmal den Pfeffer weggelassen (Salz ohnehin und Zucker kommt gar nicht in Frage). Der Unterschied ist krass.

Ich war heute auf coffee workshop.

Ich war heute auf coffee workshop im Action House und habe auf dem Heidelberger Blog einen Artikel darüber geschrieben: Koffeinüberschuss nach coffee workshop

Eine feine Sache war das heute, bisschen wie Chemieunterricht, nur viel geschmackvoller. Bin ja gespannt, ob ich heute nacht schlafen kann.

Donnerstag, 10. März 2016

Pizzateige testen

Pizza habe ich heute gemacht. Was, wie ich dachte, ein Test von Belägen sei, war eher ein Test von Pizzateigen. Also, den industriell hergestellten.

Ich dachte, ich tu mir was Gutes, und hole eben nicht den von Penny oder Aldi, sondern einen etwas teureren vom Scheck-In. Die haben da zwei zur Auswahl. Den günstigeren gibt es zusammen mit einem Gläschen Tomatensauce, der etwas teurere war ohne diesen Zusatz.
Gleich nach dem Backen war der Teig ganz okay, aber abgekühlt will ich den nicht mehr essen. Er hat etwas Gummiartiges an sich.

Ich lese nach: Tante Fanny ist der Hersteller und dieser Hefeteig ist vegan. Vegan, ob das der Fehler ist? Vegan ist nicht von Haus aus scheusslich, das weiss ich, aber dieser Teig bestätigt meine Vorurteile gegenüber veganem Essen.

Ja, ich weiss, Ihr werdet mir raten, den Pizzateig selbst herzustellen, doch ich wollte mal ausprobieren. Und ich werde weiterprobieren. Auch mit dem Belag. Heute hatte ich Tomatenstücke statt Tomatensauce, das mag ich denn doch nicht so. Und drei Zwiebeln sind mindestens eine zuviel. Dafür war es an Apfel (ja, Apfel!) zu wenig.

Nachtrag:
Lese gerade, dass der Teig auf der untersten Schiene hätte gebacken werden sollen. Ob das Gummiartige daran lag, dass ich ihn auf der mittleren Schiene hatte? Nochmal probieren? Will ich nicht, das Ergebnis hat mich nicht überzeugt.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

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Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

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