Freitag, 31. August 2018

Erfahrungen beim Handschuhstricken

oder auf dem Weg zum ultimativen Handschuh.

Das erste, was einen Handschuh ausmacht, das ist die Wollqualität. Keine Polytierchen, das ist klar (auch keine Baumwolle oder sonst ein "kühles" Garn, jedenfalls nicht für den Winter), aber - und das kommt etwas überraschend - auch keine Sockenwolle! An den Füssen ist sie warm, an den Händen aber kalt. Ich hatte das nicht erwartet und wunderschöne Fäustlinge mit Sockenwolle gestrickt, in der Annahme, Sockenwolle ist warm und robust. Ich habe mich mit anderen Strickerinnen ausgetauscht, die berichten von ähnlichen Erfahrungen.
So nehme ich zur Zeit entweder Alpaka oder ein Gemisch aus Schurwolle und Alpaka.

Dann bin ich beim Studium so mancher Anleitungen draufgekommen, dass die (vor allem in Skandinavien) oftmals doch einigermassen dickes Garn (DK weight) nehmen, aber dünnere Nadeln als auf der Banderole angegeben. Das ergibt ein dichtes Maschenbild und ich denke, da pfeift der Wind nicht so durch. Ich habe das bei den Luffe-Handschuhen mit dem äusseren Handschuh so gemacht, allerdings habe ich sie antizyklisch gestrickt, was heisst, dass es noch keinen Winter gab, in dem ich sie ausprobieren konnte.

Was ich in Strickanleitungen dagegen oft lese, ist die Empfehlung, für verschiedene Grössen des Musters die Handschuhe durch Variieren der Nadelstärke anzupassen.
Davon halte ich mittlerweile gar nichts mehr. Ich habe dadurch Handschuhe bekommen, die zwar schön sind, auch aus einer guten Qualität gestrickt, aber durch die der Wind pfeift. (Abhilfe kann da ein Innenhandschuh schaffen.)
Ich tendiere mittlerweile zu einer Nadelstärke von 2,0mm und einer Garnstärke von fingering weight bei gemusterten Handschuhen mit relativ kurzen Spannfäden.

Diesen Winter werde ich - da ich einige Handschuhe antizyklisch gestrickt habe - einige Fäustlinge ausprobieren. Mal sehen, wie weit ich auf dem Weg zum ultimativen Handschuh gediehen bin!

Freitag, 24. August 2018

Berlin-Bilder

Ich war ja nun ein paar Tage weg in Berlin, und, wie gesagt, es hat mich voll geflasht. Fotos habe ich viele gemacht, weil ich es versprochen hatte. 360 insgesamt, davon hatte ich von 130 je einen Abzug machen lassen. Und von diesen 130 Fotos habe ich 12 auf Flickr eingestellt. Ihr dürft sie Euch gerne angucken.

Sonntag, 19. August 2018

(noch) nicht funktionsfähig

Mitten in diesen heissen Tagen hatte ich eine Woche Urlaub und bin fortgefahren (mit einer Freundin ins heisse Berlin). Zurückgekommen bin ich total geflasht und noch nicht tauglich für den Alltag und seine Mühlen. Abstand bekommen von jedwedem Klimbim. Und langsam geworden.

Wie lange dieser Zustand anhält? Ich merke, ich bin nicht mehr bereit für den Alltagsstress, ich will ihn nicht haben. Heute (Sonntag) nachmittag z.B. noch Ansagen für den Gottesdienst reinbekommen (die Deadline ist schon längst vorbei), also war ich genervt. Statt gleich zu denken (und ausschliesslich zu denken), dass das für den nächsten Gottesdienst ist.

Ich bin (noch) nicht funktionsfähig und nicht so schnell im Denken.

Montag, 13. August 2018

Die besten Fotos ...

... habe ich mal wieder verpasst zu machen.

Ich war letzte Woche in Berlin und habe treu und brav fotografiert, wie ich es versprochen habe. Bei einem Motiv habe ich mich nicht getraut, bei einem anderen war ich zu überrascht.

Das erste Motiv war im Monbijoupark zwischen Oranienburgerstrasse und Spree. Gleich wenn man von der neuen Synagoge nach rechts in den Park und zur Spree geht, ist am Ausgang zur Spree so ein kleiner Trimm-Dich-Parcours. Wirklich mini mit allerlei Geräten und so. Lauter Männer, durchgestylt bis zum Geht-nicht-Mehr, Hipster, Muckis, fehlte nur noch das Öl. Unglaublich die zur Schau gestellte Männlichkeit.
Hier habe ich mich nicht getraut zu knipsen, weil sie mir sonst so blossgestellt vorgekommen wären. Ich hätte schon die Frage als affront verstanden. Im Hinterher denke ich, dass sie sich vielleicht sogar über ein Foto gefreut hätten, denn es war schon eine peinliche Selbstdarstellung!

Das zweite Motiv habe ich im Klo eines Café- und Kunstladens in den Heckmannhöfen gefunden. Klar, Klo, dahin nehme ich normalerweise keinen Fotoapparat mit. Ich war schon sehr überrascht. Ich sitz' da auf der Kloschüssel und erblicke da schräg rechts von mir einen grossen Spiegel! Ei der Daus, wie attraktiv! In der linken oberen Ecke hat wohl der Besitzer (nehme ich an) mit rosa "You look beautiful!" reingeschrieben. Ein echtes Kunstwerk. Und ich habe das Fotografieren verpasst.

Freitag, 3. August 2018

Hauptritual an heissen Tagen

Mein Hauptritual an übermässig heissen Tagen ist: Die Wettervorhersage zu checken!
Wenn es über 30°C ist, dann freue ich mich über jedes Grad, das es kühler ist. Ich gucke aber auch dauernd und kann es nicht lassen.

Ein Freund hat mir erzählt, die Jetstreams tendieren mittlerweile dazu, über Deutschland zu parken (das war früher nicht), und die sind verantwortlich für ausdauernde Hochs (heisse Sommer) und Tiefs (kalte Winter).
Daran muss man sich erstmal gewöhnen! Kennen wir das doch hier gar nicht, wir kennen eigentlich nur wechselhaftes Wetter.

Im Moment freue ich mich auf die zweite Wochenhälfte nächster Woche. Da sollen die Temperaturen von abartig heiss auf heiss heruntergehen (dauerhaft, soweit ich das sehen kann). Ich hoffe, die Wettervorhersage bewahrheitet sich.
Bah, zur Zeit fühle ich mich wie von warmen Wickeln umwickelt.

Mittwoch, 1. August 2018

twoday und antville

Mit twoday geht es doch weiter, unter antville.
Weiteres steht hier: https://about.antville.org/stories/2264455/

Musikzirkus

Ich habe nun schon seit längerem nichts geschrieben, weil ich nichts aufwühlen wollte. Nun, hoffe ich, die Wogen haben sich etwas gelegt.

Nun, in meinem - nun alten - Orchester geht es zu wie bei Schilda. Oder: "Windmühlen? Zum Angriff!"

Mein ehemaliges Orchesterlein war ein Rentnerorchester, ein überaltertes Orchester. Manche waren schon nicht mehr spielfähig, und leider sassen einige davon am ersten Pult. Z.B. die Cellistin, von der ich berichtet hatte. Die hat ein massives Sehproblem (sehr massiv). Sie sagte zu mir, sie müsse deswegen alles auswendig lernen. Erst dachte ich, wow, was für eine Leistung! Dann habe ich es mal beobachtet. Sie bringt diese Leistung eben nicht! Und selbst wenn sie sie bringen würde, für die Orchesterarbeit ist ein massives Sehproblem sehr hinderlich, wenn man in der Probe mal diese, mal jene Stelle übt. Weil sie erstmal kräftig und lange suchen muss, weil sie die Taktzahlen nicht mehr lesen kann (oder kaum mehr erkennen kann).

Ein anderer (nicht am ersten Pult, aber sehr kräftiger Strich - spielt also Geige) stellte gequält fest, dass er den Bogen nicht mehr halten kann - koordinieren konnte er ihn schon lange nicht mehr.

Also, so viel zum Zustand des Orchesters. Momentan ist es aufgelöst. Wie das alles zugegangen ist, weiss ich nicht. Ich weiss nicht, was sich hintenrum alles abgespielt hat.

Vor einigen Wochen jedoch - sehr lange ist es noch nicht her - da wollte ich am Morgen das Lokal-Käsblatt lesen, da glänzten mir die Gesichter vom Konzertmeister und einem Cellisten entgegen! Boa, es ging um's Orchester und dass nur noch "die Guten" mitspielen dürften. Blablabla. Es war ein einigermassen schräger Artikel, der, finde ich, nicht gut recherchiert (etwas Recherche war schon drin, aber durchdacht war er nicht) worden war. Ausgewogen war er auf keinen Fall.

Mir hat's die Schuhe weggezogen. Sind die Deppen doch tatsächlich - angeblich im Namen des Orchesters, doch die meisten wussten von dieser Aktion (wie ich) nichts - zur Zeitung gegangen! Als ob so etwas in irgendeiner Konfliktsituation gut täte!

Ich hatte gar nicht gewusst, dass es bei einigen so hochgekocht war! Das sah ich erst am Artikel und an späteren Rundmails. Einige haben sich kräftig verrannt, allerkräftigst.
Ich weiss nicht, ob sie immer noch vor sich hinköcheln oder ob sie in Urlaub sind, es mittlerweile keine Mails mehr. Lesenswert waren die nicht. Eine Ausdrucksweise! Und ellenlang.

Ich verstehe nicht, wie man sich in ein Orchester nur so reinsehen kann. Das ist es kein einziges wert, mag es darin auch noch so toll zugehen. But the times, they're changing und nichts ist für die Ewigkeit.

Roggen und Unterzucker und so

Letztens habe ich bei meiner Hausärztin den empfohlenen Check Up machen lassen. Gleich eine Mehrfach-Impfung hat es da gesetzt (ich meinte, ich sei gerade gesund, dann könne man das gleich machen) - oh, taten mir später meine Oberarme weh!

Es kam aber auch noch was ganz Wichtiges raus: Ich bin so ein Typ, der zu Unterzucker neigt, morgens nüchtern sowieso. Das hat nichts mit Diabetes zu tun - ich bin kein Diabetiker - sondern, ich habe es recherchiert, da wird zuviel an Insulin produziert. Das sei wohl an und für sich "harmlos", ich müsse halt damit umgehen lernen. Und sie hat mir Roggen empfohlen.

Und tatsächlich, ich habe zumindest abends keinen Hunger mehr! Wow, wie toll! Ein ungeahntes Gefühl!

Weil ich darüber mehr wissen will, habe ich bei meiner Krankenkasse um Ernährungsberatung gebeten. Die wird auch stattfinden.
Da bin ich mal gespannt!

Montag, 21. Mai 2018

Das Sofa aufräumen.

Bisschen was liegt noch verteilt auf dessen Oberfläche rum, dann kann man wieder draufsitzen.
Über Jahre war das Sofa meine Ablagefläche. Ich weiss gar nicht mehr, wie lange, aber schon etliche Jahre. Hauptsächlich Papier. Immer wieder habe ich Ansätze zum Aufräumen gemacht, habe dabei aber nur geschafft, dass es auf dem Sofa nicht das pure Chaos war. Ich neige dazu, mich auszubreiten (meine Mutter hatte früher immer gelacht, dass ich Zeug und Stifte sogar im Badezimmer hatte). In meinem Leben war so viel Sturm und Überanstrengung, dass ich nicht so viel Drive für Ordnung hatte, schon gleich gar nicht für penible. Seit einiger Zeit ist passabler Friede, und ich verliere mehr und mehr von der Anspannung, der Überanstrengung.

Wisst Ihr, ich komme nicht klar mit Leuten, die deutlich die Mitte verloren haben (wie auch immer deren konkrete Diagnose lauten würde, kämen sie zu einem Fachmann). Für mich ist das Stress, Anspannung, Verwirrung. Auch wenn ich mich vllt. an sich abgrenzen kann, man kann sich gar nicht so sehr abgrenzen als sei gar nichts. Ich jedenfalls nicht.
Und so merke ich jetzt - bei massiv veränderten Lebensbedingungen - wie ich immer gelassener und ruhiger werde. Die Welt einfach anders aussieht.

Ich habe so sehr aufgeräumt, dass mein Shredder im Moment nicht will. Er ist ein Altertümchen, und tritt nach einer Weile intensiven Arbeitens in Arbeitsstreik. Dann muss man ihn lassen, bis er sich wieder erholt hat.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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