"sensible Neigungen"
Ein Bericht in der RNZ über den Testamentsvollstrecker von Hilde Domin. Er hat ihren Nachlaß bis jetzt nicht verwaltet, keine Bestattungskosten gezahlt und nichts.
Weil er vollauf mit einem Prozeß gegen ihn wegen Veruntreuung von Geldern beschäftigt war (er ist Jurist mit musikalischer Ader und wollte mit Instrumenten hochbegabte Musiker fördern). In diesem Prozeß sagte sein Anwalt über ihn - laut RNZ - er sei ein Künstler mit sensiblen Neigungen und habe die Tendenz, die Realität auszublenden.
Kenne ich das nicht irgendwoher? Ist unser Dirigent des Orchesters nicht anders? Sensible Neigungen kann man anders übersetzen: Weichei oder unreif.
Die Realität ausblenden? Hat unser Dirigent doch auch gemacht (macht er wahrscheinlich immer noch), denn wir sind Amateure, was er in seinem Profiwahn geflissentlich (und stur) übersehen hat.
Auch der letzte Abschnitt des Artikels beobachtet gut:Was wird aus Karl-Wilhelm P., auf dessen Charme Hilde Domin ganz offensichtlich hereingefallen war? Von dem Charme war vor Gericht wenig übriggeblieben, wie Tobias Morchner, Prozessbeobachter des "Kölner Stadt-Anzeigers", berichtet: "Das war vor Gericht eine andere Welt, hier war er nur der teilnahmslose, stotternde Mensch."Das hat man oft. Sobald ein Mensch, der in einem Umfeld noch ganz gut reinpaßt, dessen Jargon er beherrscht, in ein anderes kommt (wobei ihm als Juristen Gerichte eigentlich vertraut sein müßten), dann fällt die Maske, die Substanzlosigkeit des Betreffenden tritt nun offen zutage.
Weil er vollauf mit einem Prozeß gegen ihn wegen Veruntreuung von Geldern beschäftigt war (er ist Jurist mit musikalischer Ader und wollte mit Instrumenten hochbegabte Musiker fördern). In diesem Prozeß sagte sein Anwalt über ihn - laut RNZ - er sei ein Künstler mit sensiblen Neigungen und habe die Tendenz, die Realität auszublenden.
Kenne ich das nicht irgendwoher? Ist unser Dirigent des Orchesters nicht anders? Sensible Neigungen kann man anders übersetzen: Weichei oder unreif.
Die Realität ausblenden? Hat unser Dirigent doch auch gemacht (macht er wahrscheinlich immer noch), denn wir sind Amateure, was er in seinem Profiwahn geflissentlich (und stur) übersehen hat.
Auch der letzte Abschnitt des Artikels beobachtet gut:Was wird aus Karl-Wilhelm P., auf dessen Charme Hilde Domin ganz offensichtlich hereingefallen war? Von dem Charme war vor Gericht wenig übriggeblieben, wie Tobias Morchner, Prozessbeobachter des "Kölner Stadt-Anzeigers", berichtet: "Das war vor Gericht eine andere Welt, hier war er nur der teilnahmslose, stotternde Mensch."Das hat man oft. Sobald ein Mensch, der in einem Umfeld noch ganz gut reinpaßt, dessen Jargon er beherrscht, in ein anderes kommt (wobei ihm als Juristen Gerichte eigentlich vertraut sein müßten), dann fällt die Maske, die Substanzlosigkeit des Betreffenden tritt nun offen zutage.
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