Leben

Montag, 21. Mai 2018

Das Sofa aufräumen.

Bisschen was liegt noch verteilt auf dessen Oberfläche rum, dann kann man wieder draufsitzen.
Über Jahre war das Sofa meine Ablagefläche. Ich weiss gar nicht mehr, wie lange, aber schon etliche Jahre. Hauptsächlich Papier. Immer wieder habe ich Ansätze zum Aufräumen gemacht, habe dabei aber nur geschafft, dass es auf dem Sofa nicht das pure Chaos war. Ich neige dazu, mich auszubreiten (meine Mutter hatte früher immer gelacht, dass ich Zeug und Stifte sogar im Badezimmer hatte). In meinem Leben war so viel Sturm und Überanstrengung, dass ich nicht so viel Drive für Ordnung hatte, schon gleich gar nicht für penible. Seit einiger Zeit ist passabler Friede, und ich verliere mehr und mehr von der Anspannung, der Überanstrengung.

Wisst Ihr, ich komme nicht klar mit Leuten, die deutlich die Mitte verloren haben (wie auch immer deren konkrete Diagnose lauten würde, kämen sie zu einem Fachmann). Für mich ist das Stress, Anspannung, Verwirrung. Auch wenn ich mich vllt. an sich abgrenzen kann, man kann sich gar nicht so sehr abgrenzen als sei gar nichts. Ich jedenfalls nicht.
Und so merke ich jetzt - bei massiv veränderten Lebensbedingungen - wie ich immer gelassener und ruhiger werde. Die Welt einfach anders aussieht.

Ich habe so sehr aufgeräumt, dass mein Shredder im Moment nicht will. Er ist ein Altertümchen, und tritt nach einer Weile intensiven Arbeitens in Arbeitsstreik. Dann muss man ihn lassen, bis er sich wieder erholt hat.

Mittwoch, 14. März 2018

Eine Partei als Heil

Gestern, wieder im Café. Ein imaginäres Pling-Pling-Pling macht ein Gast, bittet um Aufmerksamkeit. Stille tritt ein. Ab April, meint der Gast, sei das Café in AfD-Hand und er werde der Türsteher sein.

Also, Satire. Das Café ist in kirchlicher Hand und wird es auch bleiben. (Für die, die es nicht kennen.)

Aber durchaus ernst gemeint, denn der Gast fühlt sich hier wohl und fühlt sich mit der AfD wohl und möchte beides zusammenbringen.
Der Gast ist keiner, der hohles Zeug redet, er denkt und redet differenziert. Und doch fühlt er sich bei der AfD wohl aufgehoben. Das ist seine Emanzipation, macht seine Seele heil.

Doch das ist etwas, was keine Partei schaffen kann. Egal welche. Ich weiss nicht, wie er dazu kommt (ich bin nicht die grosse Fragerin und in diesem Moment war ich eh überrascht), denkt er doch eben differenziert und gut Lebenserfahrung hat er auch.

Erstaunlich. Und bedenklich (auch egal, bei welcher Partei).

Dienstag, 13. März 2018

Feminismus - eine Zumutung für Männer?

Zugegeben, für eine Statistik taugt meine Aktion nicht.

Wie jeden Dienstag war ich wieder im Café und habe, weil ich das letzte Mal so entsetzt war, diesen Text hier für ein paar Männer zur "Weiterbildung", also als Diskussionsgrundlage mitgebracht.

Zweie guckten, und sind wieder weitergegangen, haben den Text ignoriert. Zweie haben ihn gelesen. Der eine - mein Kompagnon - hat es still in sich aufgenommen (und blieb nachdenklich zurück), der andere - ein guter Freund von mir, in der Kommunalpolitik tätig - hatte gleich einiges daran auszusetzen (z.B. Abschnitt zwei im zweiten Kapitel: "populistisch", den Terminus kann er gar nicht ab). Aber auch er war ins Nachdenken geraten und hat sich dann bei mir bedankt, dass ich so offen zu ihm war. So könne man dann zusammenkommen.

Zwei reagieren nicht (einer daovn ein ausgemachter AfD-Sympathisant), zwei sind erstmal entsetzt, geraten aber doch lange und nachhaltig ins Nachdenken.

Klar, keine Statistik. Aber diese Abwehr hat dann wiederum mich ins Nachdenken gebracht. Denn mir verursachte der Text überhaupt keine Probleme, ich kann ihn so unterschreiben. Dass Männererleben so anders ist als Frauenerleben, das hätte ich nicht gedacht. Denn die beiden, die den Text gelesen haben, sind von Haus aus aufgeschlossene, offene und reflektierte Menschen.

Donnerstag, 8. März 2018

Lest, Leute, lest!

Heute ist Frauenkampftag (so hängt es auf Plakaten in Heidelberg aus) und aus diesem Anlass - heute wird viel zum Feminismus geschrieben - verlinke ich auf einen Grundlagenartikel des Feminismus von der guten Antje Schrupp aufgetrieben, auf deren Artikel - auch grundlegend - im Freitag ich auch verlinke.

Liebe Leute, lest, Ihr Männer vor allem! Ihr braucht Euch nicht auf dumpfe Gefühle verlassen, beklommene Ahnungen, tradierte Feindbilder verlassen.

Lest, dann wisst Ihr, was der Feminismus tatsächlich ist!

(Und ich muss mich nicht fragen, wie ich Euer diskrimierendes Geschwätz umbiege, denn ich bin keine Therapeutin, das könnt Ihr von mir nicht erwarten.)

Worauf Petra nicht hoffen darf.

Petra fragt heute, worauf sie hoffen dürfe. Da heute Frauenkampftag ist, geht mir dazu Feministisches durch den Kopf.
Worauf Petra nicht hoffen darf, ist, jemals was anderes als starke Frau genannt zu werden. Hört sich toll an, eine starke Frau zu sein. Sie wuppt tatsächlich viel und zahlt aber auch viel.

Immer wieder werden Frauen "starke Frau" genannt, doch schwache Frau? Und wie sieht das mit den Männern aus, wird da jemals einer starker Mann genannt? Es gibt es schon, aber in anderem Kontext als bei Frauen, nämlich in der Politik. Putin wäre so einer.
Aber wäre Petra nun ein Peter, ja, was dann? Ich überlege. Ich denke, dafür hat die Gesellschaft keine Begriffe.

Auf Männerseite gibt es aber öfters den Schwächling. Das wird tatsächlich immer mal wieder gesagt oder gedacht. Über Frauen nicht.

Wir haben schon merkwürdige Rollenbilder.

Samstag, 23. Dezember 2017

Knoblauchbrot und anderes

Knoblauchbrot und inhalieren mit Salzwasser, das ist meine Medizin die Tage. Damit ich nicht zum Arzt muss. Bzw. dem sagen kann, was ich / dass ich was getan habe, um mich zu kurieren, falls ich doch hin muss.
Mir fehlt nicht grossartig was, aber die linke Nebenhöhle meint, sie müsse mir in den Zähnen ziehen. Nicht oft, aber wenn, dann nervt das gehörig. Ich weiss nicht mal, wovon das getriggert wird. Na ja, Treppensteigen in hohe Stockwerke, Risotto essen und was weiss denn ich.
Ich habe so etwas noch nie gehabt, und ja, beim Zahnarzt war ich schon. Ist ein Fall für den Allgemeinmediziner bzw. für den HNO-Arzt.
(Knoblauchbrot geht so: Auf eine Brotscheibe Frischkäse schmieren, und dann den Knoblauch in Scheibchen drauf legen. Essen.)

Noch was ganz anderes: Ab nächstem Jahr werde ich im Bachchor singen. Der Dirigent hat mich dazu eingeladen. Bin ja mal gespannt. Heute singen sie das Bach Weihnachtsoratorium, nächstes Jahr werden sie in drei Monaten die h-moll Messe von Bach proben und dann zur Aufführung bringen. Da werde ich mich ranhalten müssen! Huiuiui, drei Monate!

Sonntag, 3. September 2017

Zuviel putzen ist ungesund.

An all die Putzteufel unter uns: Zuviel putzen ist tatsächlich nicht nur ungesund, sondern die Putzteufel sterben gar eines früheren Todes!

Das haben Belgier rausgefunden (es ist eine belgische Studie) und der Deutschlandfunk Kultur verbreitet es gerade. Dort kann man es nachlesen bzw. nachhören.

Die Belgier sind mir sympathisch, das muss ich sagen.

Montag, 1. Mai 2017

Was schön war ...

heisst eine Artikelserie in einigen Blogs.
Was gestern schön war, war der Ausflug, das Treffen gestern mit ein paar Freunden. Wir hatten wieder schöne Gespräche und einen schönen Aufenthalt im Freien und Grünen bei wunderbarem Sonnenschein.

Bei den Gesprächen bin ich auf den labilen psychischen Gesundheitszustand einer Freundin zu sprechen gekommen. Ich hatte letztens den Tag mit ihr verbracht, und irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Mir macht es nichts aus, wenn Menschen in ihren Psychosen von den kleinen grünen Männlein reden. Aber wenn sie sich auf Rudolf Steiners Theorien stützen, das ist hartes Brot.
Meine Güte, der Coach der Freundin - auch ein Steiner-Jünger, wie kann es anders sein - rief sie an dem bewussten Tag auch noch an, um ihr Tipps für Gedankenruhe zu geben, also Gedankenübungen. Herzlichen Dank, wenn die Gedanken durcheinanderwirbeln, dann noch Gedankenübungen. Nein, danke!

Ich hatte da ziemlich gelitten, und das mit einem der drei Freunde besprochen. Dieser, ein tiefsinniger, nachdenklicher Mensch, meinte, er habe auch erst lernen müssen, was er seinen Eltern und seiner Familie mit seinen Zuständen angetan habe, wie das für sie war.

Diese Einsicht finde ich toll von ihm, vorbildlich. Ist ja nicht so, dass meine Freundin sich nicht anstrengen würde für ihre Gesundheit, aber der Steiner-Weg ist meiner Ansicht nach ein Irrweg.
Sie zweifelt auch schon an ihrem Glauben. Doch wie ihr beistehen? Ich bin eine schlechte Seelsorgerin, auch aus dem Entsetzen heraus, das in mir über ihren Zustand (der eigentlich gar kein so schlechter ist) und dieses unadäquate Hilfsmittel ist.

Diese Zweifel eingebettet in einen schönen Tag mit Freunden, das war tröstlich. Die Wärme der Sonne vesprach, dass alles gar nicht so schlimm sein könne, die (alte) Freundschaft auch.

Samstag, 15. April 2017

Konflikte austragen

Das Mai-Heft von "Psychologie heute" habe ich mir gestern gekauft. Habe mich an einem Artikel festgelesen, der Konfliktfähige Menschen erleben Unterschiede als bereichernd heisst. Da wird ein Konfliktforscher interviewt. Interessant, was er zu sagen hat.

Ich sage ja schon lange, dass ich zu harmlos bin. Und mein Blog beweist mir über die Jahre, dass ich ruhig kräftiger auftreten, Tacheles reden darf, das ist nur nützlich. Wie gesagt, es wollte mich schon mancher verklagen. Sie haben sich alle abgeregt und sehen mich wieder gerne.
Also, ich darf ruhig ein bisschen poltern. Den Cholerikern aber empfiehlt der Konfliktforscher Mässigung. Allen beiden Typen - den kalten und den heissen - aber Feedback durch andere, um die Selbstwahrnehmung zu korrigieren. Ein Zitat von S. 32:Wenn jemand denkt, er sei nur ein wenig energisch gewesen, oder sagt, ein bisschen Cholerik werde man ja wohl noch ausleben dürfen, dann geht er womöglich in der Wahrnehmung anderer über Leichen und hinterlässt wirklich einen Trümmerhaufen.

Kurz zu den "kalten" Typen, die einfach nie laut werden. Bei denen schwelen dann die Konflikte im Untergrund, was ziemlich gesundheitsschädigend ist. Kann ich nur bestätigen, mich macht sowas krank. Es ist ziemlich Paranoia fördernd. (Notiz an mich: Ob daher A.s Vorliebe für Verschwörungstheorien kommt?) Man spürt/fühlt, dass da was ist, nicht mal so sonderlich bewusst, bekommt es aber nie richtig in den Griff, sondern entwickelt wahrscheinlich auf die eine oder andere Art Paranoia. Völlig ungesund.

Samstag, 8. April 2017

Geheimnis des Lebens

Ist jetzt nicht religiös gemeint. Es geht um ein anderes. (Na gut, wenn ich das jetzt so nochmal durchlese, kann man das meinethalben auch religiös nennen. Dabei ist es pure Lebenserfahrung.)

Im Kontext:
Sass vorgestern mit einer Bekannten zusammen. Wir treffen uns ab und zu so zufällig, meistens in unserer beiden Lieblingscafé heart & soul. Wir tauschen uns dann so aus, was es Neues gibt (diesmal hatten wir beide tolle Neuigkeiten) und bestärken uns gegenseitig. So meinte sie, so als Single-Person muss man rausgehen, muss man unter Leute gehen. Meine ich darauf, ja, denn wenn man über irgendwas grübelt, aber dann beim Rausgehen auf jemand anders trifft und mit dem quatscht (es geht dabei nicht um die Grübelei), dann hat man eine andere Perspektive auf das Grübelthema, eine andere Perspektive aufs Leben. Da hat sie mir gleich inniglich zugestimmt.

Das ist so ein Geheimnis im Leben, sich mit anderen zufällig, spontan oder geplant zu treffen. So Treffen werfen ständig ein neues Licht aufs Leben.

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Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

- Was machen, wenn man es mit einem schwierigen Menschen und seinem Umfeld zu tun hat?

*-*-*-*-*-*-*-*-*

Und hier noch meine Buchliste, was man mir so bei Amazon und Co kaufen kann.

*-*-*-*-*-*-*-*-*

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