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Samstag, 16. Mai 2009

Abstand halten

"Abstand halten - denn die Dinger gehen auf!" singen die Wise Guys in ihrem Stück Chocolate Chip Cookies.

Gilt auch sonst im Leben. Wenn einen was drückt: Abstand halten, was anderes machen, innehalten. Wie beim Programmieren. Wenn man da nicht mehr weiterkommt: Abstand schaffen, aufs Klo gehen, Schwätzchen halten, jemand anderen draufgucken lassen, ...

Weiss ich ja eigentlich schon lange, nur habe ich da immer nur ans Programmieren gedacht. Tsssss. An das, was man vor der Nase hat, denkt man immer zuletzt.

Etagenwechsel

Jedes Jahr im Frühjahr habe ich zwei Wochen lang Heuschnupfen. Nichts Schlimmes, ich brauche halt meine Taschentücher. Das ist nun wirklich harmlos.
Harmlos bleibt es aber nicht. Dieses Jahr ist es zum Etagenwechsel gekommen, wie mir ein Allergielexikon sagt. Die Allergie hat auf die Bronchien geschlagen, und das wiederum kann laut Lexikon zu allergischem Asthma führen.
Also, das brauche ich nun wirklich nicht. Fortan darf ich wohl jedes Jahr was gegen meine Allergie einnehmen, obwohl sie sich eigentlich so harmlos angelassen hatte. (Es ist eigentlich weit davon entfernt, sich wie Moskitos im Körper anzufühlen.)

Gedanken an meine Cousine

Der Mann meiner Cousine ist vor ein paar Jahren ganz plötzlich verstorben. Sie kam grad vom Krankenbesuch heim, als der Anruf vom Krankenhaus kam, dass er tot sei.
Entsetzen und Schock bei der ganzen Familie, sie konnten es nicht fassen, wussten nicht, wie weiterleben ohne ihn.
Meine Tante, also ihre Mutter, hat ihnen einen schönen Begräbnisgottesdienst gestaltet. Ich fand das wunderbar damals, sie waren sooooo sehr in Trauer. Die Fürsorge tat ihnen bestimmt gut.

Heute denke ich wieder daran, denn in mehreren Blogs las ich von French Connection, einem Brigitte-Blog, in das ich schon öfter reingeguckt, dann aber wieder aus den Augen verloren habe. Christiane aus Köln schreibt da über ihren jetzt schon mehrjährigen Frankreich-Aufenthalt. Der sich nun sehr gewandelt hat. Sie hat dort letztes Jahr geheiratet und nun liegt ihr Mann im Sterben. Krebs.
Beim Rumsurfen darüber bin ich dann über ein weiteres Sterbetagebuch gestolpert, das von Andrea. Auch ihr Mann hatte Krebs. Hatte, er lebt seit etwas mehr als einem halben Jahr nicht mehr. Nun beschreibt sie die Trauer.

Das alles lässt mich an meine Cousine denken. Wie es ihr nun wohl geht? Sie steckt bestimmt noch sehr in Trauer. Wie geht es ihrer kleinen Tochter, dem grossen Sohn? Sie waren damals so fertig über den Verlust.

Kontakt halten ist ziemlich schwer, da es die Verwandtschaft väterlicherseits ist, und der wiederum ist ein ziemlich schwieriger Mensch, vor dem ich meine Ruhe haben möchte. Er versteht sowieso nichts. Er hat die Trauer der Angehörigen nicht verstanden, den Trauergottesdienst auch nicht. Es war halt einfach Gesprächsstoff, mehr nicht.
Meiner Tante habe ich vor ein paar Wochen in einem Brief gedankt für ihre Fürsorge und Liebe, mit der sie sich kümmert, das muss halt reichen.

Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

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