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Dienstag, 28. Juli 2009

abzulehnen

Was ich abzulehnen die letzten Jahre gelernt habe:

- Borderline bzw. labile Leute bzw. Leute mit (massiven) Identitätsproblemen.
- Menschen, die schauspielern (aber nicht den Berufsstand). Die sind nicht authentisch, da weiss man nie, worauf man vertrauen kann und worauf nicht. Da, wo es sicher aussieht, kann plötzlich alles durchkrachen.
- harte Frauen (dürfte mit harten Männern nicht anders sein), was die für einen Scheiss machen, das ist sensationell.

Noch was?

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Sammelmappe (Gast) - 28. Jul, 19:14

Ich hoffe, du hast auch dazu gelernt, was du annehmen kannst.

Violine - 28. Jul, 20:24

Ja, auf jeden Fall. Ich finde Leute toll, die in den Spiegel gucken können. Das ist soooo wertvoll. Und diese Leute stellen ganz toll was auf die Beine.
Zum Beispiel.
Allgemein bin ich nicht mehr so blauäugig wie noch vor ein paar Jahren. Aber gut, so war mein Leben, da ich mit Autisten aufgewachsen bin. Da bekommt man dann von seinen Mitmenschen / Menschlichkeiten nicht so viel mit. Aber ewig kann das ja nicht halten.
Sammelmappe (Gast) - 31. Jul, 16:53

Wichtig ist, dass du nach vorne sehen kannst und dein Leben annehmen. Ich denke, dass du das mittlerweiler kannst und dass du dich von der Vergangenheit freigeschwommen hast.

Violine - 31. Jul, 18:17

Ja, das ist ganz wichtig, dass man das eigene Leben annehmen kann. Aber damit geht es mir jetzt gut. Ich hab' für mich auch beruflich nun eine Perspektive gefunden - ich spiele gerade mit dem Gedanken, in den Vertrieb zu gehen. Gerade habe ich mir ein Buch über Verkaufstechniken zugelegt und schon reingelesen. Und stelle fest, dass mir das wohl liegt.

Ansonsten halte ich es gern damit, mich an positiven Sachen festzuhalten, damit mich das Negative nicht überschwemmt. Das hast Du vielleicht auch schon festgestellt. Ich mag es mir einfach nicht vermiesen lassen.

Und was das Freischwimmen betrifft: Viele müssen sich von ihrer Vergangenheit, von ihrer Familie freischwimmen. Das betrifft ja nicht nur mich.
Anna-Lena (Gast) - 1. Aug, 09:29

Nach vorne schauen und den inneren Müll rechtzeitig entsorgen, das macht Raum für Neues, Spannendes und Unbekanntes.
Alles Liebe für Dich und herzliche Grüße,
Anna-Lena

Violine - 1. Aug, 14:13

Danke, Anna-Lena, bei mir hatte sich nur alles so richtig überschlagen, dass ich den inneren Müll gar nicht mehr entsorgen konnte, weil immer noch mehr kam.
Umso schöner ist jetzt, wo tatsächlich Frieden eingekehrt ist, die Vergangenheit immer mehr zu Vergangenheit wird. Das ist so ein Gefühl von Freiheit!
Julia (Gast) - 1. Aug, 11:41

Nicht ist schlimmer, als wenn man von kranken Menschen mit in den (seelischen) Abgrund gerissen wird. Sich innerlich abzulehnen und dagegen zu stemmen, ist ein wichtiger Schritt, der die eigene Gesundheit garantiert. Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg dabei!

lg, Julia

Violine - 1. Aug, 14:14

Danke, Julia, ich bin schon gut drüber weg. Und ich achte jetzt darauf, mit wem ich mich abgebe!
Rumpelwald (Gast) - 3. Aug, 13:57

Das ist ein schwieriges Thema liebe Violine.
Ich habe mir auch gesagt, grade was Borderline angeht, dass ich mich darauf nicht mehr einlassen kann. Alle Messer richten sich urplötzlich gegen einem.
Aber... wenn es Freunde sind/waren... dann muss das irgendwie aushalten. Ich versuche es jedenfalls so weit ich es kann, nicht darüber hinaus...
Manchmal geht es dann sicher auch nicht mehr, ich weiß. Ich lerne mich auch grad endlich wieder selber zu schützen. Dann bin ich sogar MIR wichtig.
Aber ich weiß ja, dass sie ihre Krankheit nicht ausgesucht haben... ;)

Liebe Rumpelgrüße an dich

Violine - 3. Aug, 17:08

Ich weiss, dass Borderline nicht selbständig erworben wird. Meines Erachtens sind sie ein Mahnmal dafür, dass man anständig miteinander umgeht.
Es kommt auch darauf an, wie stark die Störung jeweils ausfällt, wie der Einzelne dazu steht und wie das Umfeld ist. Ich habe im Internet eine kennengelernt, die hervorragend mit ihrer Störung umgeht. Leider hat sie ihr Blog aufgegeben. Ich habe sie immer sehr gerne gelesen.
Oft sehen sie ihre Störung nicht ein - eine ehemalige Freundin von mir hat immer behauptet, sie sei geheilt; ja Pustekuchen ... und leider läuft sie Amok.
Mein Vater ist ein völlig labiler Mensch, da hilft gar nichts mehr. Auf mich hören tut er eh nicht und das Umfeld will nichts feststellen. Also neeee!
Herr John (Gast) - 6. Aug, 09:10

Shalom ...

du schreibst, das du mit Autisten groß geworden bist. Das interessiert mich. Magst du etwas darüber berichten oder hast du hier im Blog schon einmal etwas darüber geschrieben?

lg vom Herrn John

Violine - 6. Aug, 09:37

Asperger-Autisten. Ich kann Dir gerne schreiben.

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