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Freitag, 8. August 2008

Politik und Mythos

Im Deutsch-LK - lang, lang ist's her - sollte ich einmal ein Referat über einen Vortrag von Peter Glotz halten. Das heisst, wir sollten Referate halten und konnten uns aus einer Liste eins aussuchen. Ich nahm den Vortrag von Peter Glotz, weil ich neugierig war, was er zu sagen hatte.
Ich tat mir dann schwer, ein Referat daraus zu machen, denn treffender oder kürzer oder prägnanter als er, fand ich, könne ich es auch nicht sagen.

Der Vortrag hiess: "Die Rückkehr der Mythen in die Sprache der Politik" und er hielt ihn am Germanistentag in Passau.

Sehr interessant und informativ. Und ich muss gleich noch sagen, dass, wenn etwas in der Sprache ist, das dann auch im Bewusstsein ist (vielleicht auch unbewusst, aber auf jeden Fall da ist). Dass die Sprache Befindlichkeit widerspiegelt.

Wenn irgendjemand Zugang zu diesem Dokument hat: Lesen! Das ist das eine. Und mir weiterreichen! Das ist das andere. Ich habe meine Unterlagen nämlich nicht mehr.

Kinderprojekt Arche

Ich habe schon einmal über das Kinderprojekt Arche in Berlin berichtet. Diesem Projekt des Pastors Siggelkow gegen Kinderarmut.
Nun bin ich wieder fündig geworden: Sie haben neuerdings eine sehr schöne Homepage. Da muss ich doch gleich drauf hinweisen.

Feminismus light

So ist die Überschrift eines Artikels der Emma-Ausgabe von Juli/August 2008. Vera Schroeder lässt sich da über die Alphamädchen aus.
Nachdem ich ein bisschen in der Mädchenmannschaft mitgelesen und mitkommentiert habe, muss ich ihr rechtgeben. Sie kratzen an der Oberfläche. Tief geht es nicht, ans Eingemacht - in der Regel - nicht. Stattdessen olle Kamellen wie Klamottenkauf. Dass in den Damenabteilungen oft nur Kleinkindliches zu finden ist. Da gebe ich ihnen recht, aber sie recherchieren nicht, wo das herkommt. Null Interesse daran. Sie suchen auch nicht nach Alternativen (Versandhandel ist eine echte Alternative), das interessiert nicht. Höchstens am Rande.

Von der "Mädchenfalle" redet Vera Schroeder. Dass zum einen erwachsene Frauen sich gerne als "Mädchen" betitulieren und - das Wichtigste - dass sie nett sein wollen, so gar nicht aufrührerisch, kämpferisch oder erwachsen (das vor allem, würde ich sagen), sondern eben nett und angepasst.
So kommen sie mir auch vor. Mit Feminismus angehübscht, pseudoreif, im Grunde brav.

Alice Schwarzer drückt in ihrer Rede über Börne (auch in diesem Heft unter dem Titel "Über den stummen Schmerz und die Bedeutung der Geschichte" - Alice Schwarzer hat den Börne-Preis verliehen bekommen) die "Liebe" der Alphamädchen zu Pornos so aus: "Fair-trade-Puffs". Guter Begriff, damit ist alles gesagt.
Und sie sagt weiter:Wie ganz und gar ungeil es den zwangsverschleierten Musliminnen und den meist aus dem Elend oder gar aus dem Frauenhandel rekrutierten Prostituierten und Porno-Darstellerinnen dabei geht - an diesen Gedanken scheinen die Post-Girlies noch keine Sekunde verschwendet zu haben. Sie interessieren sich ausschließlich für ihre ganz persönlichen Belange, sprich: für Karriere und Männer. [...]
Ich habe nicht die geringste Ambition, diese Art neudeutscher Mädchen zu vertreten.

Kann man Alice Schwarzer nur zustimmen. Die Mädels kann man einfach nicht ernst nehmen.

gutes Interview mit Ines Geipel

Heute war Ines Geipel zu Gast im SWR-Studio.
Sie ist eine ehemalige DDR-Spitzenläuferin, war dem Zwangsdoping ausgesetzt, flüchtete irgendwann aus der DDR und kämpft gegen Doping. Sie hat mehrere Publikationen dazu veröffentlicht und ist im Moment eine stete Mahnerin des Gendoping, wie es zum Beispiel bei Thomas Springstein, dem Skandaltrainer (Kathrin Krabbe & Co.), auffällig wurde.

Das Reinhören hat sich gelohnt. Wer auch will - das Interview dauert eine halbe Stunde - geht auf die Seite des SWR.

Es ist sehr interessant. Sie spricht auch über anderes, z.B. über die Menschenrechtsverletzungen in China oder unter welchen Umständen dort die neuen Stadien hochgezogen wurden.

beim Plausch unter Bloggern

Wenn man so unter Bloggern plauscht, da kommen Themen auf, die man schon längst gekannt, aber zu Grabe getragen habt.
- Was sind A-Blogger? Wie sind die? Bekömmlich, unbekömmlich? Kann man sich da ins Becken wagen?
- SEO ist ein weiterer Begriff, der fällt. Mir persönlich ja schon lange wurscht. Eine Welt, mit der ich überhaupt nichts mehr zu tun habe.
- Die vielen lesenswerten Blogs und Seiten, die man nur per Zufall entdeckt. Etwa die Wohnung. (Da braucht man den Quicktime-Player, den habe ich nicht. Nicht noch einen!)
- Dann gibt's da noch die Portale, wie bloggerei.de. Das hatte ich ja noch gar nicht gekannt! Nee, werde ich einen Bogen drummachen. Da drauf sieht man die neuesten Postings (vorausgesetzt, man hat sich angemeldet). Gab's so etwas nicht schon mal? Weiss gar nicht mehr, wie das hiess. Hat dann nicht mehr funktioniert und ist wahrscheinlich in den ewigen Jagdgründen verschwunden.
- Der Austausch: Kennst Du die, kennst Du den? Mann, ich bin schon lange nicht mehr up to date!
- Wie bekommt man Besucher? Es gibt Leute, die legen in einem Monat um 100 zu. Zumindest an den Feeds. Z.B. die blogwiese. Wie machen die das nur? Spekulationen über Spekulationen.
- Wen verlinke ich, wen nehme ich in meine Blogrolle auf? Noch so ein Thema, das mir aus den Sinnen entschwunden war. Ich verlinke einfach wie es mir passt.

Fehlen noch: Die Blogfrequenz, wie schreibe und bereite ich einen Artikel vor, die Zensur im Kopf, Bilder ja oder nein, ...

Mein Fazit ist, dass einen diese Themen irgendwann nicht mehr scheren. Man hat sich gemütlich sein Web-Wohnzimmer eingerichtet, es plauscht sich nett, man kennt sich. Und da bleibt man dann. Und immer mal wieder ein Bloggertreffen.

Herzensdinge

immer aktuell, nicht einfach tagesaktuell. Wer möchte, kann immer noch seinen Senf dazugeben:

- "Die fünf Sprachen der Liebe" von Gary Chapman - Was ist Euch lieber, Liebe oder Verliebtheit?
- Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit

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